Freitag, 25. November 2016

Adventsabend mal anders

Leise rieselt der Schnee, auf Dächer Strassen und Fluren
Und auf den Trottoirs stehen, frierende billige Huren.

In ihren Autos drehen, geile Kerle die Runden
Bis sie nach längerem Zögern, die allerschönste  gefunden.

Danach in der ärmlichen Bleibe, geht der Kerl dann zu Werke
Wäscht sich hernach dann im Bade, damit seine Frau es nicht merke.

Und  dann von  Ekel erschaudernd, fährt er beschämt nun nach Hause
Sagt: Schatz ich war noch im Fitness, und  stellt sich flugs unter die Brause.

Dann nach der Bibelgeschichte, bringt er  die drei  Kinder  ins Bettchen
Sagt, Schatz ich bin so erschöpft und  verkriecht sich ins Bett wie ein Frettchen.



Donnerstag, 24. November 2016

Neulich im Kino

Ja neulich war ich mal wieder, nach langer Zeit, im Kino. Gezeigt wurde ein Film über das Leben der Lou Andreas-Salomé, dieser Ikone der Frauenbewegung. Der Film war gut, jedoch ein Teil des spärlichen Publikums war gelinde gesagt zum Kotzen—und dies fast im wahrsten Sinne des Wortes— Hinter mir sassen zwei ältere Frauen, die, wie dumme Gänse, ununterbrochen schnatterten.
Es waren sicherlich Freundinnen seit Kindstagen, die wohl auch schon zusammen in Kindergarten und Schulen zu den unverbesserlichen Schwätzerinnen gehört haben. Es war einfach nervig.
 Dann aber nach der Pause—in der sie sich Naschsachen gekauft hatten— ging das Schnattern
  mit übervollem Mund weiter; einfach ekelerregend.
Nun hielt ich nicht mehr an mich und rief so laut, dass alle Kinobesucher es hören mussten: Entweder ihr hört auf zu schwatzen oder zu fressen, beides zusammen ist ja wirklich EKELHAFT. Schallendes Gelächter begleitete die, das Kino fluchtartig verlassenden, beiden Freundinnen.


Mittwoch, 23. November 2016

Lufthansa-Streik

Der nun schon vierzehnte Streik der Piloten und auch der immer wiederkehrende Streik des Kabinenpersonals lässt bei vielen geschädigten Passagieren d.h. Kunden, den Wunsch nach einer starken politischen Führung aufkommen die dann mal deutlich sagen würde—nicht so wie die softilinken Richter—

             WER NICHT FLIEGT,DER FLIEGT.


Ah ! S Y L A N T

Es war  ein Mann mit Bauch
Der hatte dreissig Kinder
Kamele Ziegen Rinder
Vier Ehefrauen auch
Die Gegend war ihm zu arid
Kaum was wuchs in der Wüste
Sodass man pflanzen müsste
Weswegen er sich  bald entschied
Ich fahre übers  Mittelmeer
Im Schlauchboot  ich kann wetten
Dass Gutmenschen mich retten
Die Merkel freut sich sicher sehr
Nun wart ich hier in Bayern
Ein wiedersehn zu feiern
Mit allen meinen Kindern
Und Frau ‘n doch weder Rindern
Noch Ziegen und Kamelen
Wozu soll ich mich Quälen
Denn hier in dem Schlaraffenland
Wo ich nun meine Heimat fand
Da muss ich mich nicht regen

Das ist wohl Allahs Segen.

Dienstag, 22. November 2016

Deja vu

Wenn man heute eine Reise plant, ich meine nicht Strandurlaub, bei dem es eigentlich ganz egal ist in welcher Weltgegend sich besagter Strand befindet, denn Wasser und Sand—sofern die Temperatur angenehm ist— sind ja, auf gewisse Art, überall gleich. Das sehe ich immer, wenn ich Fotos der vielen vergangenen Ferien betrachte. Alle Sonnen Auf und Untergänge am Meer sind ja auswechselbar.
Nein ich meine Reisen auf denen man etwas entdecken will, Museen oder Bauwerke zu besuchen plant, in schönen Hotels übernachtet und in angesagten Restaurants speisen geht. Früher habe ich mich mit Reisebüchern eingedeckt, die ich dann auch gründlich studiert habe. Auch Stadtpläne habe ich mir immer besorgt, meist musste der Buchhändler sich recht bemühen solche Pläne zu finden, um dann wohl gewappnet auf Entdeckung der bereisten Stadt zu gehen. Heute, ja heute, findet man alles bei Mr. Google. Sieht man in einer erstmals besuchten Stadt wahlweise Stadien, Kirchen, Museen, Märkte, Strassenzüge, Hotels und Verköstigungsstätten hat man nun fast immer ein komisches Gefühl des Deja Vu’s !
 Einerseits ist es ja gut sich vorzubereiten andrerseits bringt man sich um den Aha-Effekt. Das muss etwa so sein, wie wenn ein „Swinger“ auf einem sogenannten Begegnungsportal, die dann zu treffende Gelegenheitspartnerin schon in anatomisch genausten Bildern und Makroaufnahmen gesehen hat, auch ihm fehlt dann wohl der „ Enthüllungseffekt“.
Ausserdem vermindert sich bei mir die Lust aufs Reisen, wenn ich ja schon alles im Netz gesehen habe, genauso wie mich schöne Reportagen am Fernseher. über Kunst, Kultur und Natur meist nicht zum Reisen animieren. Wie oft sagt man nach einer Fernsehreportage: schön, nun hab ich’s gesehen, muss da aber nicht hin?
Ist nun das Internet eine Bereicherung oder im Gegenteil—mindestens in punkto Reisen—eine Pauperisierung des Lebens?


Montag, 21. November 2016

Vorfreude zum Weihnachts-Marathon

In ein paar Tagen ist Advent
Wo jeder in die Läden rennt.
Damit, wenn dann die Kerzen leuchten,
Kitschtränig sich die Augen feuchten.
Man kauft  was einem selbst gefällt
Und opfert dafür sehr viel Geld.
Was der Beschenkte wirklich wollte
Woran man einmal denken sollte,
Wär störend nur beim  Shopping-Bummel
Da kauft man lieber billig-Fummel.
Der Sinn des Festes bleibt obskur
Ans  frohe  Feiern denkt man nur.
Man setzt sich hin zu Gans und Wein
Und zieht sich Weihnachtslieder rein.
Die Lieder kommen aus der Glotze
Man frisst sich voll  auch bis man kotze.
An Weihnacht dann nach Ladenschluss
Zählt Krämer  s‘ Geld welch Hochgenuss!



 

Sonntag, 20. November 2016

Berliner Idylle im Sportklub

Der Dethlef  sacht zu Werner
Ick hab dir immer gerner
Der Werner gibt zur Antwort
Nimm schleunigst deine Hand fort
Der Dethlef insistiert
Was Wernern irritiert.
Wenn ick mir mal vergesse
Hau ick dir in die Fresse
Hau du nur zu mein Meesta
Ja hau nur imma festa.
Weil keene Schläge fallen
Hört man den Dethlef lallen
Jetz bin ick wieda munta
Ick hol uns einen runta!