Freitag, 31. Oktober 2014

Geheimnis verlorener Dinge

                                                                                                                                                    
Seit gestern Abend so gegen acht Uhr steht bei einem kleinen Park vor meinem Fenster ein verlassener Kinderwagen. Es ist jetzt Mittag und der Kinderwagen steht noch immer da. In der Nacht hat es geregnet, stark geregnet der Wagen muss klatschnass sein. Keiner kümmert sich um ihn obwohl Familien mit Kinder  im Park spielen. Wie frage ich mich, kann man einen Kinderwagen vergessen, zwar sichtlich ohne Kind aber doch vergessen? Das ist genauso wie zum Beispiel Schuhe, einzelne Schuhe, wie kommen die auf die Fahrbahn; es sind keine Kinderschuhe, das würde man leicht erklären können. Auch sah ich schon mal ein Kleid, Damengrösse, auf einer Bank am Waldrand. Dass mal ein Höschen oder sogar ein BH in der Hitze des Gefechts vergessen beziehungsweise liegengelassen wird ist verständlich, aber ein Kleid? besonders da die besagte Bank gut hundertfünfzig Meter vom nächsten Parkplatz entfernt war. Der Kinderwagen steht noch immer da, es ist schwierig seine Phantasie zu zügeln. Am Fernsehen wäre es sicher Kindsentführung, vielleicht vom bösen verschmähten Vater, oder eher von einem Sadisten, einer Kinderlosen Irren? lauter Fragen ohne Antwort. Oder war dies eine diskrete Entsorgung des Kinderwagens—stummer Zeuge glücklicher Tage—nach Kindsverlust? Ich sitze ja hier wie in einer Loge und werde sicher beobachten wann wie und ob  mit dem Kinderwagen etwas geschieht.  Vielleicht? Fortsetzung folgt… Er, der Kinderwagen steht noch immer da, wurde aber berührt, das vorher geöffnete Verdeck ist nun geschlossen  so dass man reinsehen kann, nichts drin. Wenn aber statt des Kinderwagens ein Rollstuhl oder ein Rollator verlassen worden wäre würde man vielleicht über ein Verbrechen oder sogar an eine überirdische Wunderheilung denken; aber eben es ist ja nur ein vergessener Kinderwagen. Ich war kurz weg, und nun ist das Verdeck wieder geöffnet, schade ich habe nichts gesehen. Es gibt aber noch viel mehr was verloren werden kann, verloren oder geraubt. zum Beispiel kann man seine Unschuld verlieren, oder ihrer verlustig gehen; auch kann sie einem geraubt werden. Und wie ist es mit dem Glauben auch den kann man verlieren, auch Illusionen, Träume, Gefühle, Ängste, Hoffnungen und ein ganzes Wörterbuch voller Begriffe können einfach verschwinden.             Es ist achtzehn Uhr ich war kurz weg nun ist der Kinderwagen verschwunden, weg fort, keine Spur mehr.  

                                                                                                                                                

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Der Glaube heilt! Der Glaube heilt!

Oh nein dies ist keine religiöse Geschichte, der Titel täuscht. Es geht nicht um das Seelenheil, oder doch? ja sicher auch ein klein wenig. Es war einmal vor etwa fünfzig Jahren in der Stadt Biel-Bienne an der deutsch-französischen Sprachgrenze—später als „Röstigraben“ bekannt geworden, ein älterer Arzt. Der Erzähler, also ich, fand ihn damals alt, denn ich war noch sehr jung. Also der Arzt war so etwa sechzig plus, er hatte einen deutschen Namen und einen französischen Vornamen; gar nicht unüblich in dieser Stadt. Er war Junggeselle und hatte, bis zu ihrem kürzlich erfolgten Tod, mit seiner Mutter zusammen, in der grossen Wohnung wo auch seine Praxis war, gelebt. Auf dem Schild der Praxis  stand“ médecin-chirurgien“ die alte Bezeichnung für Allgemeinpraktiker; darunter hatte er von Hand Homéopathie geschrieben. Die Praxis und das Wartezimmer waren uralt. Die Zeitschriften zum Teil Jahrzehnte alt und zerlesen. Alles war ein wenig schmuddelig. Auch der Anzug, er trug nie einen weissen Kittel, war abgetragen und nicht ganz sauber. Der Arzt plauderte gerne in seinem „ bilingue „ ,erzählte viel von früher, als er in Paris gearbeitet hatte, ja das Leben in Paris….In der Praxis sah man nur Frauen viele alte aber auch jüngere. Wenn ich ihm meine Medikamente präsentierte waren seine Fragen und Bemerkungen sehr  genau und pertinent: er schien mir ein guter Praktiker alter Schule zu sein. Nun befragte ich ihn  zu seinen Patienten. Haben sie Zeit, fragte er es ist eine lange Geschichte. Ich hatte Zeit und war sehr gespannt wie er meine Neugier befriedigen würde. Also früher, sagte er, lief meine Praxis sehr gut ,ich hatte viele Patienten aber vor allem alte Leute, auch recht viel Männer, nicht wie heute.Aber wie sie sehen ist das Quartier überaltert, die Wohnungen sind verlottert und es wohnen fast nur noch Ausländer hier. Einer meiner jungen Kollegen spricht Italienisch und Spanisch, klar das die Patienten zu ihm gehen. Weil ich, in meinem Alter nicht  umziehen wollte, musste ich mir etwas einfallen lassen. Plötzlich habe ich die Lösung gefunden. Wundermittel! Ich habe nie an Homéopathie geglaubt, das war meine Stärke.                        Also, ich habe nicht sehr viele Patientinnen, kann mir also Zeit zum Zuhören nehmen und wenn ich ein organisches Leiden vermute kläre ich alles genau ab .Die meisten haben aber funktionelle Probleme Vegetative Dystonie ( heute wohl BURN OUT genannt) ist die häufigste Diagnose .Und in diesen Fällen kommt der Hokus Pokus.Die Wunderwaffe „ Globuli“, ganz einfache Globuli. Es ist ganz wichtig, das die Patienten nach zwei bis drei Tagen persönlich kommen um die auf sie abgestimmten Globuli zu holen und zu bezahlen bar zu bezahlen. Die Beutelchen sind nicht sehr teuer, aber nicht von der Versicherung bezahlt darum wirken sie auch schnell und gut. Alle glauben dass für sie auf Mass ein Medikament hergestellt wurde, es sind nur reine unberührte Globuli also Zucker—Kügelchen. Nie gebe ich ein Medikament ohne die Patientin zu sehen und nie sofort, es muss speziell hergestellt werden.  Ich beschrifte und fülle die Beutelchen gerne vor dem Fernseher. Und es wirkt, auch die Mund-Propaganda wirkt. Ich habe Patienten von weit her Jura Bern Neuchâtel etc. Tue ich etwa etwas Schlechtes oder Gutes?                                                                                         Solange die Leute, wie in der Kirche, an ein Mysterium glauben wirken meine Globuli. Manchmal fühle ich mich wie ein Pfarrer obwohl ich den Klerus nicht leiden kann.

Blödeleien zweite Folge

Greifst du einer an den Arsch
ist die Antwort meistens barsch.

Der Griff an die Eier
erfreut jeden Freier.

Ein Griff in das Mieder
ist wirklich nicht bieder.

Der Griff an den Busen
gehört doch zum Schmusen.

Der Griff nach Macht in der Gemeinde
zeigt dir deine wahren Feinde.

Lass beim Griff in fremde Taschen
dich von keinem überraschen.

So ein  Griff der alten Ringer
bricht dem Gegner oft die Finger.

Griff für Griff musst du erzwingen
soll der Sieg dereinst  gelingen.

Siegt ein Schwinger auf der Alp

so gewinnt er meist ein Kalb.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Patina

Marc Antonio hatte  schon vor vielen Jahren aus seinem geliebten Venedig ausreisen müssen, den genauen Grund dafür  konnte man nur erahnen. In seiner grossen Familie waren alle im Antiquitätengeschäft tätig. Waren  Fälschungen, Unterschlagung, Hehlerei, Übervorteilung oder sein unorthodoxes Privatleben der Anstoss zu seinem ganz plötzlichen Verschwindend? Er wird das Geheimnis wohl mit ins Grab nehmen, aber so weit ist es zum Glück noch nicht. Am Anfang diskutierten seine viele Freunde sehr heftig beim Aperitivo in den „Bacaris“ über die wahren Gründe seines abrupten Verschwindens. Ausser einer unbekannt grossen Summe verschiedener Devisen transportierte er nur wenige Kleider die in einen kleinen Koffer passten. Sein erstes Reiseziel blieb mysteriös. Erst Jahre später meldete er sich wieder bei Familie und Freunden. Das erste Lebenszeichen kam aus Indonesien wo er regen Kunsthandel betrieb. Nun reiste er auch ab und zu nach Venedig wo er noch eine grosse Sammlung von persönlichen Kunstgegenständen hatte. Seine Geschäfte waren so einträglich, dass er daran dachte sich eine endgültige neue Heimat zu suchen. wo er seine Private Sammlung unterbringen konnte .Er fand was er sich erträumt hatte in einem kleinen Land in Mittelamerika. Die Menschen sind liebenswürdig und korrupt, das Wetter kann beinahe mit „ewiger Frühling“ beschrieben werden. Er kaufte Land und mit dem nötigen „Propina“ kaufte er auch alle Bewilligungen um ein Hotel oder besser noch ein Motel der Luxusklasse zu bauen. Die Lage war strategisch  gut gewählt, nahe am Flugplatz .Viele Touristen kamen für die ersten und letzten Nächte ihrer Reise hierher zum Übernachten. Es war sehr praktisch, Mietwagen konnten gebracht und abgeholt werden. Marc Antonio kümmerte sich nicht um das Alltägliche er wohnte  in einer Villa am Rande des Hotelparks, und kam täglich mehrmals um zu sehen ob interessante Gäste angekommen waren, denn er liebte kultivierte Gespräche. Fand er das Gespräch nach seinem Gusto  begann er ein wenig über sein Leben und vor allen Dingen über sein geliebtes Venezia zu reden. Wenn der Gesprächspartner Venedig kannte und mitreden konnte war Marc Antonio überglücklich; manchmal lud er diesen Gast zu sich in seine Villa zum Diner. Wer diese Villa einmal gesehen hatte und sofern er etwas von Kunst und Antiquitäten verstand—meist suchte Marc Antonio seine Gäste nach diesen Kriterien aus—vergass solche Abende nie. Marc Antonio hatte seit kurzem eine neue Haushaltshilfe und endlich war die Villa sauber ohne dass er dazu immer zu mahnen brauchte. Da die Sicherheit in Zentralamerika Sache jedes Einzelnen ist hatte Marc Antonio einen bewaffneten Nachtwächter und zwei Deutsche Schäferhunde die ihm aufs Wort parierten.  Als er nach einer Europareise, die ihn auch in seine Heimatstadt führte, zurück kam ,freute er sich seine Villa blitzsauber vorzufinden; weniger freute er sich, dass seine grosse Sammlung antiker Bronzefiguren, sowie sein Renaissance Silber auch auf Hochglanz poliert waren. Die Patina war zwar futsch, aber als Grandseigneur gab er sich selbst und nicht der  Putzfrau die Schuld .Er hatte sie ja so gelobt dass alles vor Sauberkeit glänzte.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Blödeleien



Jeder Griff in das Regal
ist  in Läden eine Qual.

Jeder Griff ins Portemonnaie
tut mir in der Seele weh.

Jeder Griff an deinen Hintern
motiviert zum Überwintern.

Jeder Griff hoch zu dem Mond
ist ein Griff der sich nicht lohnt.

Jeder Griff zur Flasche hin
birgt Gemütlichskeits Gewinn.

Jeder Griff ins Eigentum
eines Andern, der ist dumm!

Jeder Griff hoch zu den Sternen
hilft Bescheidenheit zu lernen.

Bei dem Griff nach fremden Federn
kann man sich sehr schnell verheddern.

Griffe nach erschlichenem Erben
stürzt den Greifer ins Verderben!

Bad Trip

Sie kamen seit ihrer Kindheit nie voneinander los. Ihre Beziehung war schon immer stürmisch, ja sogar „orkanartig“ gewesen. Jeder trug dazu bei sich das Zusammenleben unmöglich zu machen. Aber sie kamen einfach nicht voneinander los. Waren es die Kinder, die materielle Bindung oder ganz einfach die Gefühle die sie zusammenkittete? Als Studenten waren sie an zwei verschiedenen Unis in verschiedenen Landesteilen, sahen sich aber immer wieder. Zwei Mal arbeiteten sie auch zusammen während der Semesterferien im Hotel des Onkels. Sie, Silke, studierte Chemie, er Friedemann Germanistik .Silke war eine streberische Natur, das zeigte sich auch im Studium. Friedemann war eher der Träumer und hatte sogenannten schlechten Umgang im Künstler und  auch im Drogenmilieu. Da Silke Zielstrebig auf das Examen hin arbeitete, verstand sie nur schlecht dass Friedemann sich viel Zeit liess, sehr viel Zeit. Silke arbeitete schon seit einiger Zeit in einer forschenden Chemiefirma, als Friedemann endlich seine Studien beendete.                                             Friedemann wurde Gymnasiallehrer. Gegensätze ziehen sich an, sagt man, aber warum diese Beiden heirateten obschon kein Tag verging ohne Meinungsverschiedenheiten die meist in Streit ausarteten, ist und bleibt eines der grossen Rätsel für alle ihre Freunde und Familienmitglieder. Aber sie heirateten mit einem grossen Fest. Dass dann das Fest mit einem riesigen Krach endete, wo die sichtbar hochschwangere Silke ihren Ehering wegwarf und alle Gäste auf dem Boden nach dem Ring suchten, war ja vorauszusehen.                                                                                                            Die Ehe welcher  vier Kinder entsprangen muss sicher als Stellungskrieg eingestuft werden. Die aktive Kriegstreiberin war zweifellos Silke, sie ertrug die gelassene Passivität Friedemanns—die ja so gut zu seinem Namen passte—einfach nicht. Friedemann war wie man so sagt ein „Softie“ .Er hatte in seiner Boheme-Zeit einige Male Drogen versucht ohne viel Wirkung zu verspüren, ausser einem schrecklichen „Bad Trip“ mit LSD. Glücklicherweise war er nicht alleine gewesen, dadurch wurde sei Suizidversuch verhindert. Damals versprach er, ja schwor er, nie aber auch nie mehr eine Droge zu nehmen; denn dies war die Bedingung gewesen, die Silke stellte um mit ihm zusammen zu bleiben. Irgendwann hatte Silke genug von ihrem "Softie" ,so ging das nicht weiter,definitiv nicht.     Friedemann rauchte viele, zu viele Zigaretten, er war der einzige Raucher der Familie. Die Kinder fanden, wohl von Silke angestachelt, Zigarettenrauch stinkt. Silke arbeitete immer noch einige Tage pro Woche in dem Forschungslabor; sie wusste das LSD einfach herzustellen ist und schon in Kleinstmengen wirkt. Ja wenige Milligramm auf den Zigarettenfilter gezaubert….mmh das sollte einfach sein, ja. Es muss auch gesagt werden, dass die Familie eine Loft Wohnung in der dreiundzwanzigsten und damit letzten Etage eines Luxuriösen Wohnblocks bewohnte. Für den Weihnachtsurlaub fuhr die ganze Familie in die Berge in das grosse Chalet das Friedemanns Familie besass; all ausser Friedemann der noch das Semester zu Ende bringen musste. Er wollte pünktlich zum Weihnachtsfest nachkommen.                                                                                                               Als der Anruf kam, Friedemann sei von der Terrasse gestürzt fuhren alle nach Hause. Es war schrecklich für alle, für fast alle. Als erstes entsorgte Silke die Zigaretten, da ja nun niemand mehr rauchte! Die Polizei sprach von Unfall oder Suizid; die Zigaretten zu untersuchen ja auf diese Idee kam keiner.

Montag, 27. Oktober 2014

Wer Wind sät wird Sturm ernten.

Sie waren schon in der Schule die drei besten Freundinnen ; andere Mädchen waren ihnen gleichgültig, denn von Puppenspielen, kochen, nähen ,Schminke und sonstigem Mädchenkram hielten sie nichts .Sie das war Alice, Christa und Beate .Schon in der Schule ,kaum konnten sie schreiben und lesen nannten sie sich die ABCs.                                                                                         Etwa im dritten Schuljahr freundeten sie sich mit Doris an, Doris war ganz anders, so ein zartes liebes engelhaftes Mädchen, wirklich ganz anders als die ABCs. Diese spielten gerne mit den Jungs, Fussball, Klettern, Schwimmen, Kämpfen einfach alles was Kraft brauchte und draufgängerisch war. Zwanzig Jahre später waren die drei ABCs und Doris immer noch beste Freundinnen. Doris war ins „Soziale „ gegangen und betreute das Frauenhaus in dieser Stadt, es war ein Zufluchtsort für Frauen, mit oder ohne Kinder, vor gewalttätigen Partnern. Das Frauenhaus war zwar recht gross aber dank der vielen brutalen Machos, viel zu klein; trotzdem hatte Doris ihre kleine Wohnung im Haus um immer helfend da zu sein. Eines Abends waren die ABCs zu einem gemütlichen Essen bei Doris als ein Notfall eintraf. Es war eine junge Frau mit drei verschüchterten Kindern, alle vier waren vom Partner zusammengeschlagen worden, die Spuren waren deutlich. Vor allem das ängstliche Aussehen der Frau und der kleinen Kinder war unerträglich für die drei ABCs. Nachdem diese Familie getröstet und versorgt war gab es eine hitzige Diskussion. Und so entstand eine geniale Idee, teuflisch genial.  Die ABCs waren immer noch nicht brave sanfte Frauen geworden; also beschlossen sie zusammen einen Blitzkurs in Kampfsport zu machen. Sie gingen drei Mal wöchentlich zum Training und übten immer, streberisch wie sie in solchen Dingen waren, zusammen auch an den übrigen Tagen. Es machte riesig Spass. Doris hatte immer gesagt, dass die Frauen wenn sie dann zurück nach Hause kamen meist bald wieder zu ihr gebracht wurden, aus Rache noch schlimmer zugerichtet .Da diese Übergriffe fast immer an Wochenenden stattfinden war die Strategie der drei, die möglichen Opfer an solchen Abenden zu besuchen. Wenn dann der oft angetrunkene Partner kam und ein Weiberkränzchen traf schlug er drauflos. Es war immer lustig zu sehen wie er dann der Polizei und den Sanitätern erklärte es sei nichts  gewesen, er sei nur auf der Treppe gestolpert und habe sich dabei Knochen gebrochen und Zähne ausgeschlagen. Bis er seine neuen Zähne hatte mied er die Kumpels in der Kneipe!

Sonntag, 26. Oktober 2014

Ich hasse Goethe

Ja ich hasse ihn denn er war so begabt deshalb frage ich mich warum hat er mir den Titel gestohlen er hätte doch viel subtilere Titel finden können ausgerechnet“ Dichtung und Wahrheit“! einfach gemein; denn das wäre der absolut perfekte Titel meiner Versuche.  Warum nur nahm er mir, einem wenig  begnadeten unbekannten  Schreiberling diesen Phantastischen Titel weg? Sicherlich würde ich mit so einem genialen Titel Erfolg haben, so bleibt mir nur auf den Zufall  zu hoffen, auf  dass meine Kritzeleien Leser finden werden. Nicht dass ich mit Erfolg rechnen würde, aber ein ganz klein wenig Echo wäre schön und Goethe hat es nun vereitelt. Es ist beinahe so dass mir der Genuss an seinen Schriften vergällt worden ist und ich Trost bei Jean-Paul suchen muss.

Witziges Märchen Witziges Märchen

An einem schönen Frühsommertag, es hatte seit Tagen viel geregnet, kroch ein Regenwurm aus dem Boden ,er sah sich um und entdecke nur wenig entfernt einen anderen Regenwurm, sofort begann er den anderen zu umwerben. Dieser sagte ihm, ich bin doch dein Schwanz, du Arsch, da hörte man ein Gekicher, denn ganz in der Nähe waren  mehrere noch sehr junge Regenwürmchen, na ja wieder mal unser „Narziss“ der sich in sich selbst verliebt, einfach  zum Hi Ha Ha  Kichern. Alle, und es waren recht viele, Würmer lachten fröhlich; doch plötzlich war ein riesen Rumor alles ging drunter und drüber, Stahl stiess auf Stein!  Ja ein Fischer mit seinem Spaten nutzte das schöne Wetter um, im noch nassen Boden, nach Ködern zu suchen. Eng war es in der alten Nescafé  Dose aber immerhin war es feucht genug und Luftlöcher waren auch da-- leider zu klein geraten-- .                                   Es wackelte als der Angler mit seinem Fahrrad zum Ufer des Sees fuhr, den meisten Würmern wurde speiübel, viele übergaben sich was zwar die Erde in der Dose vermehrte aber die armen Würmchen doch sehr schwächte. Als der Deckel geöffnet wurde schrie der „Narziss“ ich , zuerst ich ,denn mit mir wirst du den grössten schönsten wertvollsten Fisch angeln. Schrei nicht so du machst uns ja die Hörlöcher kaputt und der Angler hört dich sowieso nicht. Jetzt das Drama, der Angler langte in die Dose erwischte den sich vordrängenden Narzisstischen Wurm, sah ihn sich an und warf ihn weit weg ins Gras. Kaum hatte sich „Narziss“ aufgerappelt und sich wieder etwas zurechtgefunden, kam eine grosse Igelin und schnappe sich dieses willkommene Futter für ihre kleinen Igelein.  

Samstag, 25. Oktober 2014

Die nagenden Gedanken

Sie hatten sich auf ganz besondere Art und Weise kennengelernt, wirklich ein elektronischer Zufall. Nennen wir sie Inge und Raphael. Ja also auf einem Kurzstrecken Flug von Lugano nach Zürich hatten sie eines Computerirrtums wegen die gleiche Platznummer. Der Irrtum war schnell erkannt und berichtigt. Nun sassen sie wie elektrisiert neben einander, warum es sofort funkte, ja sogar knisterte zwischen ihnen weiss man nicht; die Elektronik? Inge dachte fieberhaft wie ach wie kann ich in der kurzen Zeit um ein Wiedersehen bitten ohne zu viel von mir preiszugeben? Mein Hauptproblem ist ja dass mich mein Mann sicher abholt ich will aber nicht dass mein Nachbar sieht wie Richard mich küsst und umarmt. All diese Gedanken dauerten  Millisekunden und der Plan nur ein klein wenig länger.Nach einigen wenigen Minuten wussten sie beide ihre  Namen,  Berufe,  Zeitpläne und Familienverhältnisse, eben einfach alles was es für ein baldiges Wiedersehen in intimerer Umgebung brauchte, auch die Handynummern. Beide hatten nur Handgepäck, es war spät abends und die Ankunftshalle fast leer. Da die Verabredung feststand und Inge nicht bei der stürmischen Umarmung  mit Richard gesehen werden wollte—sie hätte nicht in die Story gepasst die sie Raphael auftischen wollte--musste sie ganz dringend mal !und hoffte dass Raphael dann schon zu seinem Zug geeilt war. Ihr Plan ging perfekt auf, sie sah gerade noch wie Raphael auf der Rolltreppe zum Bahnsteig verschwand so konnte sie die Küsse und Umarmung mit Richard voll geniessen.      Ihr Plan war nicht etwa nur ein „one night stand“ es sei denn der „one night stand „ wäre enttäuschend.  Nein sie brauchte unbedingt einen Liebhaber, einen standesgemässen Liebhaber, hatte sie ihn rein zufällig in Raphael gefunden? Er sah wirklich phantastisch aus .Hörst du mir eigentlich zu?? fragte Richard. Sie hätte nicht sagen können wie sie zum Auto und dann in dies Nachtrestaurant gekommen war. Jetzt muss ich mich zusammennehmen sagte sie sich und kniff sich dabei diskret ins Bein. Ja das Treffen in Lugano war ein voller Erfolg. Eigentlich habe ich keine Lust zu essen, aber auf dich habe ich grosse Lust.  Sobald Richard am nächsten Morgen zum Flughafen gebracht war, er musste für einige Wochen nach Süd Afrika, rief sie mit ihrem dritten geheimen Handy Raphael in seinem Geschäft an.                                                                                                                      Raphael bestand den Test—von dem er nichts wusste—mit Bravour .Er war charmant sah gut aus hatte Manieren und schien sich in Inge zu verlieben .Das mit dem Verlieben war Inge zu riskant, sie wollte ja „nur“ einen Lover und dazu taugte Raphael Perfekt. Also erfand sie die Geschichte von der Abhängigkeit die sie an Richard und Richard an sie band. Nun musste sie versuchen das Gute zu erhalten und die Gefahren abzuwenden. Ihr Plan war, Raphael in den Perioden wo Richard auf Reisen war, oft  für mehrere Wochen, voll zu geniessen, ihn wenn es ging, es ging aber leider nicht immer, mitzunehmen wenn sie alleine auf Reisen ging und ihm beizubringen in der übrigen Zeit unsichtbar zu bleiben. Raphael verstand, dass sie Richard  treu blieb solange dieser zuhause und  nicht auf Reisen war. Dass sie ihn, Raphael, begehrte und benutzte war ihm auch mehr als recht.   Er glaubte dass er es war der sie sie verführt hatte, so leicht verführt hatte, und war mächtig stolz darauf. Aber als  er realisierte, dass er für sie nur  ein vorzeigbarer Liebhaber und ein  Dildo  auf Beinen war litt   sein Ego und der „Dildo“  machte schlapp.

Freitag, 24. Oktober 2014

Redewendungen

So Aussagen wie: Jetzt mal ganz ehrlich/Ich muss dir ehrlich sagen/ehrlich gesagt /ungelogen gesagt/es ist wahr dass…/ganz unter uns gesagt/ganz im Vertrauen/ohne Kohl/ ohne Witz/das ist jetzt aber wirklich wahr/du kannst mir vertrauen dass…/ vertrau mir / glaub mir doch/ich muss mal offen mit dir reden/man hat mir gesagt dass/es wird gemunkelt, es wird behauptet dass /das sage ich wirklich nur dir…                                                                                                                            Lassen doch viel Zweifel zu, denn was heisst die Betonung schon? jetzt mal ganz ehrlich? und die anderen Male, ist es nicht ehrlich?? Oder: es wird gesagt dass ;;oder man sagt dass . Wer ist „ ES oder MAN“? Ja wenn man konsequent auf die Sprache achtete, müsste man all diese Floskeln vermeiden, dadurch wären die Diskussionen weniger ausgeschmückt und viel sachlicher aber nicht besser, sondern viel  fader; denn der gewiefte Gesprächspartner korrigiert automatisch, bei den anderen ist es sowieso egal.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Einige Gedanken über Penisse

Penisse sind freunliche aber im Alltag oft unsichtbare Wesen, dies ist meist die Schuld ihrer Besitzer die sie verstecken. Eine Ironie der Schöpfung ist ihre räumliche Lage, denn sie befinden sich ja in der unmittelbaren Nähe eines Arschloches; wenn der Besitzer des Penis nun auch noch ein solches ist, so kann der arme Penis doch nichts dafür. Der Penis ist von Natur aus sehr gesellig, kaum spürt er die Nähe einer ihm sympathisch scheinenden Person hebt er den Kopf, dann ist er wie ein junger Hund, er möchte nur spielen und gestreichelt werden. Alle Penisse, egal wie gross oder klein, wollen nur Freude bereiten aber oft sind ihre Besitzer nicht einverstanden und lassen sie einfach hängen. Das mögen  Penisse nun ganz und gar nicht, sie warten auf den entscheidenden Moment um ihren Besitzer seinerseits hängen zu lassen. Dies bedeutet dass sie hängen bleiben sodass ihr Besitzer seinen Mann nicht stehen kann—ein bisschen Rache muss doch sein—.Ein Penis ist immer zufrieden mit sich selbst, er kann sich ja nicht mit seinen Artgenossen vergleiche oder gar messen, es sei denn, sein Besitzer zwingt ihn dazu.    Vom Format her ist so ein Penis meist recht handlich und vom Wesen her sehr genügsam.                                                                                                                  Sein Leben wäre noch schöner, würde ihm sein Besitzer mehr Aufmerksamkeit entgegen bringen; was junge Besitzer, welche  der Penis gut beherrschen kann, ja tun, ältere Besitzer hingegen vernachlässigen ihn oft, denken an alles andere vor allem an die Arbeit und lasse ihn oft viele Stunden einsam im Dunkeln. Besonders unangenehm ist es für den Penis eingeklemmt zwischen Autositz und dickem Bauch auf die nächste Erleichterung zu warten. Dann plötzlich eilen sie dringend zur Toilette und wundern sich dass er sich Zeit nimmt seinen Besitzer zu erleichtern. Schon durch die grosse Nähe hat er zu seinen Nachbarn Prostata, Hoden und Blase ein sehr intimes Verhältnis und gemeinsam schmieden sie Pläne  um wieder die Herrschaft über den Besitzer zu übernehmen.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Da war Mutti aber sauer

Mutter lag im Krankenhaus für eine Hüftprothesenoperation. Alles ist gut geraten, die Ärzte waren sehr zufrieden mit ihrer Operation—sind sie es nicht immer? —denn wenn’s nicht gut läuft kennen sie ja die plausibelsten Ausreden. Einer der Söhne war zu Besuch, es war kein Pflichtbesuch, er kam gerne obwohl er weit entfernt wohnte. Sie unterhielten sich angeregt bis es an der Tür klopfte und ein älterer Herr eintrat. Dieser Herr sagte in einem süsslich salbaderischen Ton: „guten Tag, ich bin der Wolf, der Pfarrer Wolf, ich komme dann später“ Der Sohn wie aus der Pistole geschossen: „kommen sie ihre Lämmchen  reissen? der Pfarrer ging wortlos… War die  Mutter da richtig sauer oder insgeheim amüsiert?

Dienstag, 21. Oktober 2014

Zurückeroberung der Welt.

Sie waren alle, auf Einladung von einer kleinen Selbstverteidigungsgruppe bestehend aus Staphilococcus aureus, Bacillus anthracis, Yersinia pestis  Clostridium perfrigens und botulinum, zu einem Symposium nach Marburg gekommen. Viele waren ihren Erzfeinden, den Menschen, bekannt wie zum Beispiel Ebola Virus Marburg Virus, Diphterie Cholera und Tollwuterreger sowie alle verschiedenen Grippe-Viren. Auch die meisten Bakterien waren schon seit sehr langer Zeit bekannt und leider sehr wirksam von den Menschen  bekämpft worden. Dazu kamen noch viele, den Menschen bekannte und unbekannte Erreger. Das Hauptthema war, wie konnte man den schon fast verlorenen Kampf gegen die Menschen doch noch gewinnen? Es war nämlich so, dass zu Ende des neunzehnten Jahrhunderts Leute wie Koch, Yersin ,Jenner ,Virchow, Pasteur und sehr viele andere uns diskrete kleinst--Lebewesen entdeckt hatten und versuchten sich gegen uns zu schützen. Dann kam von Paul Ehrlich entwickelt eine Arsenverbindung, Salvarsan, das war der Beginn unseres Niedergangs. Fleming war der schlimmste für uns, einfach schrecklich. In den Achtzigerjahren konnten wir wieder neue Hoffnung schöpfen, dank unserem Freund und Kollege dem hier anwesenden HIV ,es sah sehr gut aus aber leider war Kollege HIV nicht sehr mobil, es war schwer an genügend Menschen heranzukommen um die Bevölkerung ernsthaft zu reduzieren. Und die Chemiker und Mikrobiologen, die zu unseren bösartigsten Feinden gehören, haben viel zu schnell verstanden und neue Substanzen entwickelt. Deshalb eilt die Zeit, wollen wir den Krieg gewinnen und die Menschliche Bevölkerung auf ein verträgliches Mass reduzieren. Also bitten wir euch alle, Ideen  einzubringen, wie wir unseren Kampf siegreich weiterführen können. Da meldete sich ein Grippe Virus zu Wort .Ich erinnere euch, liebe Freunde und Mitstreiter, dass zu Ende des ersten Weltkrieges wir es waren, die mehr Menschen getötet haben als alle Waffen es in vier Jahren Krieg geschafft haben. Er wurde durch rauschenden Applaus unterbrochen. Ich stelle eine neue Idee zur Diskussion, von der  wir Grippe Viren schon seit Jahren geträumt haben. In Nachahmung der Vierbeiner, Pferd und Esel die sich kreuzen und Mulis oder Maulesel zeugen, könnten wir versuchen uns mit Marburg ,Ebola, Hanta  und Dengue Stämmen zu paaren ,ich höre Lacher im Raum, es geht hier nicht ums Vergnügen, nein es geht ums Überleben von uns allen; denn wenn unsere erprobte Übertragungsmethode mit der Bösartigkeit der Cousins kombiniert würde…Er wurde durch einen Riesenapplaus unterbrochen und es wurde einstimmig beschlossen dass der Versuch sofort eingeleitet werden  musste. Nun meldete sich der  selbsternannte Präsident ein Staphilococcus aureus zu Wort. Ihr habt jede nötige  Unterstützung aber es ist sehr wichtig die ersten Versuche so geheim wie möglich zu machen, in versteckten Gegenden wo keine Informationen verbreitet werden und wo niemand merkt wenn eine ganze Bevölkerung im Urwald ausgerottet wird, das ist sehr wichtig! denn dann wenn wir dort Erfolg hatten, greifen wir zur selben Zeit die grossen Städte an. Wir werden uns die Macht zurückerobern der Sieg ist uns sicher!


Montag, 20. Oktober 2014

Die Garçonnière

Er war ein self made Man einige seiner Angestellten witzelten immer:“ er hat sich selbst gemacht, man sieht’s„. Er das war Fritz. Seine Schulbildung und Berufslehre war sehr rudimentär.  Er hatte seine kaufmännische Lehre bei einer Pharmafirma, die ein reines Handelsunternehmen war, gemacht. Schon während seiner Ausbildung besuchte er oft  Kunden, wenn gerade Bedarf war und der Aussendienstmittarbeiter nicht zur Verfügung stand .So lernte er viele, ja beinahe alle Kunden wie Ärzte Kliniken und Spitäler, kennen. Nach seiner Lehre machte er sich sehr schnell selbstständig mit dem gleichen Geschäftsmodell wie seine Ausbildungsfirma. Dass er die Kundenkartei mitgenommen hatte war eine Unterstellung, ja fast eine Beleidigung; er brauchte nichts zu stehlen, sein gutes noch junges Gedächtnis war intakt. Er wusste alles über alle Kunden wie Rabatte, Kaufgewohnheit, Bonität und vor allem deren Zahlungsmoral .Er war voller Ideen und sehr Risikobereit, zu verlieren hatte er ja kaum etwas. Seine Mutter—er war ohne Vater grossgeworden—kümmerte sich um die Buchhaltung und das Rechnungswesen. Es war kurz nach dem Krieg in den späten vierziger oder frühen Fünfzigerjahren .Mit einem Kredit von mehreren tausend Dollars ging er in die USA und kam ,mit in Europa noch seltenen Medikamenten, einem Vertrag als Importeur einer namhaften Firma und einer Frau ,zurück. Die Gewinnspanne mit den seltenen Medikamenten war enorm! Dies aber auch kluges Vorgehen und seine Bauernschläue legten den Grundstein zu seinem beachtlichen Vermögen. Jahre später, er war schon Vater von drei Söhnen, mietete er in einem kleinen diskreten Hotel eine Garçonnière, es war eigentlich eine Junior-Suite unterm Dach. Hier konnte er diskret schalten und walten, er waltete oft und nicht immer allein. Er stellte dieses Hotelzimmer seinen Geschäftsfreunden und Partnern zur Verfügung, nutzte es aber oft selbst. Dadurch konnte er die Ausgabe über die Firma laufen lassen .Inzwischen hatte er circa dreissig Angestellte, davon ein gutes Dutzend im Aussendienst .Immer kurz vor Weihnacht war eine mehrtägige Jahresendtagung mit Weihnachtsessen anberaumt. Der Aussendienst wurde in einem Hotel der Stadt untergebracht, nicht da wo er seine Garçonnière hatte aber in der Nähe.  “ Nun begab es sich aber zu der Zeit dass nicht genug Raum in dieser Herberge war“ und einer seiner Mitarbeiter wurde im Nachbarhotel wo sich diese Garçonnière befand, untergebracht. Und siehe da wen überraschte dieser Mitarbeiter auf der Treppe vor der Garçonnière, wen wohl? seinen leicht angetrunkenen halb schon entkleideten Chef in Begleitung der feschen Sekretärin wie er versuchte das Schlüsselloch zu finden, aber dieses Loch fand er nicht. Es war das erste Mal, dass dieser Mitarbeiter ohne lange Diskussion eine gute Lohnanpassung gewährt bekam. 

Sonntag, 19. Oktober 2014

Sonnenfreuden

 Ein Mela und ein Basaliömchen

 die  sah‘n am Strande ein Persönchen

 das schon seit Wochen Tag für Tag

 schutzlos an der  Sonne lag.

 Sagt  Basaliom  zu Mela  gleich

 ’s ist nichts für mich s’ist dein Bereich.

 Drum merke dir beim Sonnenbade


 krem dich gut ein, du bist zu  schade.

Cave Canem andersrum

Lausanne Boulevard de Grancy ist eine sehr angenehme Wohngegend ,man findet alles was man so zum täglichen Leben braucht .Supermarkt ,Käseladen Cafés Bank Schumacher Zeitungskiosk und auch einige Antiquariate. Ein Antiquariat mit Antikschreinerei gehörte Vincenzo .Er stammte aus Süd—Italien war aber schon lange in der Schweiz .Er war ein freundlicher und allseits beliebter Mann, er gehörte zum Stadtbild wie der See und die Kathedrale .An diesem Boulevard waren viele Arztpraxen und Anwaltskanzleien. Einer dieser Anwälte aus der BSL (bonne societé Lausannoise) führte jeden morgen früh seinen Hund „Gassi“. Der Hund tat was Hunde tun, er verewigte sich an allen Ecken und Enden und machte beinahe täglich sein grosses Geschäft vor dem Ladeneingang von Vincenzo. Oft, sehr oft, bat Vincenzo den Herrn Anwalt seinem Hund doch beizubringen sein grosses Geschäft nicht auf dem Trottoir sondern im Rinnstein zu erledigen, der distinguierte Herr Anwalt nahm ihn weder ernst noch auch nur schon zur Kenntnis. Vincenzo war Südländer, mit entsprechendem aufbrausendem Temperament, aber durch die lange Zeit in der Schweiz geduldig geworden.    Aber was zu viel ist, ist  eben zu viel. An einem schönen Morgen ,als der Hund, in Begleitung von Herrchen, wieder vor dem Laden von Vincenzo sein Geschäft erledigt hatte ,hob Vincenzo mit nackten Händen besagtes Geschäft auf und schmierte das noch warme „Geschäft „über Anzug Gesicht und Brille des netten Anwalts .Da Vincenzo alle Nachbarn vorinformiert hatte brach Applaus und Hohngelächter los. Der Anwalt sah sich nicht genötigt zu klagen, er wollte nicht dazu beitragen noch mehr zur stadtweiten Belustigung beizutragen .Ihn und seinen Hund sah man nie wieder auf dieser Seite des Boulevards.

Samstag, 18. Oktober 2014

Satirische Glosse oder indignierter Aufschrei ?

Man hört es täglich am Radio, die Bahn- Strecke zwischen X und Y ist wegen eines Personenunfalls geschlossen. Es ist sicher eine Genugtuung für den Verzweifelten, durch seinen Suizid, den unschuldigen Lok-Führern schlaflose Nächte zu bereiten, sie in dieVerzweiflung zu stossen  und den vielen Zugfahrenden in guter Erinnerung zu bleiben! Ich schlage nun vor, dass man in allen Apotheken , Drogerien und Kiosken sowie bei allen Ärzten und Spitälern ohne Probleme sofortwirkendes Gift beziehen könnte, damit der Suizid sauber und ohne Belastung anderer sozusagen im stillen Kämmerlein von statten gehen kann. Als Geldgeber bieten sich verschiedene Gruppierungen und Vereinigungen an. Zum Beispiel: Sargmacher,Floristen,Kranzflechter,Bestattungsinstitute,Wohnungsmakler, Untersuchungsrichter (die Arbeit in Wohnungen ist weniger belastend als auf dem Bahndamm, besonders im November) Bahnangestellten-Gewerkschaft &c. Wenn man sich schon aus diesem Scheissleben verabschiedet, sollte man nicht noch Werbung für den Selbstmord machen, denn einige extrem naive dumme unsensible egoistische  Menschen wollen einfach nur in Ruhe weiterleben und pünktlich, sei es zur Arbeit, ins Theater oder einfach nach Hause kommen. Eine andere noch einfachere Methode wäre, zusammen mit Kaliumiodit Tabletten die ja in alle Haushalte geschickt werden ein Selbstentsorgungspacket beizufügen mit genauer Instruktion zur Anwendung. Auch müsste ein, die suizidale Nachsorge betreffendes,  vorgedrucktes Formular, so eine Art von Testament  dabei sein, es würde den Umgang mit dem Kadaver erleichtern und sicherstellen dass alles im Sinne des sich selbst entsorgten erledigt wird.

Freitag, 17. Oktober 2014

Dreifache Brigitten

Bei Kästner gab es das doppelte Lottchen, dann gab’s die drei von der Tankstelle, die vier Jahreszeiten, die fünf Sinne, die sechs Schwäne. Es gab die sieben Zwerge, die acht Stufen des Yogi, die neun Musen, die zehn Gebote, die elf Jungfern und die zwölf Apostel und für ihn, unseren Helden, nennen wir ihn Alexis ja für Alexis gab es die drei Brigitten.  Es begann ganz einfach mit der ersten Brigitte, dass sie Brigitte hiess erfuhr er erst später, etwas später. Er war jung, sehr jung sah aber reifer und älter aus als seine knapp Dreiundzwanzig. Er hatte vor kurzem in einer Pharma-Firma im Aussendienst angefangen.   Am Empfang der Klinik flirtete er mit einer recht hübschen jungen Frau, er flirtete immer, es war so etwas wie ein Automatismus. Also er flirtete, bekam die Auskünfte die er haben wollte und eine Verabredung am selben Abend auf eine Tasse  Kaffee. Nach wenigen Tagen wurden sie ein Paar, na ja Paar glaubte Brigitte, für Alexis war es eine lockere Beziehung, was er allerdings Brigitte nicht auf die Nase band. Um diese Beziehung auszukosten kam er oft in die Klinik wo er ja alle Abteilungen und viele Ärzte betreuen musste. Der Chefarzt der Gynäkologie war ein sehr netter Herr mittleren Alters der ihn gerne sah ,ihm grosse Sympathie entgegen brachte ,und vor allem immer neue Witze erwartete, ja Alexis hatte einen unerschöpflichen Vorrat an Witzen .Die Sekretärin der gynäkologischen Abteilung war etwa zehn Jahre älter als er, eine lustige hübsche ein wenig pummelige Person. Seiner Gewohnheit gemäss tat Alexis das was er immer tat, er flirtete und die erste Aufforderung doch etwas zusammen zu trinken kam von ihr ,Brigitte, ja auch sie hiess Brigitte. In der Apotheke war der Chef ein Apotheker aus Jugoslawien, ein sehr gesprächiger liebenswürdiger älterer Herr. Es ist kaum zu glauben, die netteste hübscheste anziehendste Apothekenhelferin hiess, ja wie wohl, Brigitte…                Die Schwierigkeit, in einer  grossen Klinik, drei Beziehungen parallel laufen zu haben wurde dadurch kompensiert, dass auch in den intimsten Momenten der Ektase nie aber auch nie ein falscher Name über Alexis Lippen kam; den“ drei Brigitten“ sei Dank.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Omas letzte Reise.

Oma starb Anfang der Sechzigerjahre in einer reichen Gemeinde am Zürichsee. Sie war einige Jahre zuvor, aus dem Nachkriegs—Berlin  zu uns, das heisst, ihrer jüngeren Tochter mit Familie, gekommen. Hier konnte sie einen ruhigen Lebensabend verbringen. Sie war eine liebe Oma, alle hatten sie gern. Diese Gemeinde kümmerte sich um ihre Einwohner, auch wenn sie alt und nicht vermögend waren. Die Kosten der Abdankung wurden von der Gemeinde ausgerichtet .Nun war es so, dass die liebe Oma immer dem Wunsche Ausdruck gegeben hatte mit ihrem schon vor langer Zeit verstorbenen Mann beerdigt zu werden; und der lag in Berlin. Oma wurde kremiert, was auch ganz in ihrem Sinne war; wie sollte sonst die Reise— durch die Zone – es war ja in den Sechzigerjahren, von statten gehen?                                                                                                                                   Einige Tage nach der Kremation, als die Urne zum Abholen bereit stand, bat die trauernde Mutter ihren jüngsten Sohn, die Urne ihrer Mutter, seiner Grossmutter, am Zürcher Friedhof abzuholen. Damit er die Urne diskret nach Hause bringen könne gab sie ihm eine Reisetasche mit. Der jüngste war, nun ja, ein wenig, wie soll ich sagen, unzuverlässig. Sicher holte er Oma ab dann ging er, wie Mutter ihn gebeten hatte, fürs Nachtessen, Fisch einzukaufen. Ja und dann war da das Café  Odeon der Treffpunkt aller. Auch der Durst war da, besser die Lust auf Gesellschaft und Entspannung. Und so fing er an Wetten, um  Bier, abzuschliessen. Wetten du errätst nicht was in meiner Reisetasche ist? Keiner aber auch gar keiner erriet weder  Fisch noch Oma. Ein Bier gab das andere; er schaffte es knapp den letzten Zug zu erwischen. An seinem Zielort stieg er aus, Oma und der Fisch fuhren weiter bis zur Endstation. Der Empfang zu Hause war, nun ja, nicht äusserst herzlich. Zum Glück klappte damals in der Schweiz fast alles, Oma und Fisch kamen nach Hause. Nun musste Mutter nach Berlin, mit Oma, aber ohne Fisch. Es war ihr irgendwie unangenehm Oma als Reisegepäck aufzugeben, Oma war wieder in der Reisetasche. Glücklicherweise waren damals noch keine Sicherheitskontrollen üblich! Die Stewardess bat die Tasche ins Gepäckfach tun zu dürfen, das war der Mutter nicht recht, sie wollte Oma in ihrer Nähe behalten. Daraufhin die Stewardess: „ja wenn sie da drin ihr Frühstück haben… Am Flughafen in Tempelhof wurde Mutter von ihrem Schwager und zwei Herren des Bestattungsamts, ganz in schwarz, erwartet.   WO SIND DIE PAPIERE FÜR DEN URNENTRANSPORT????     Trotz mangelnder Papiere fand Oma ihre letzte Ruhe, nach abenteuerlicher Reise, neben ihrem Mann.

Montag, 13. Oktober 2014

Geiz als Lebensanschauung

Es gibt in der Westschweiz im Kanton Waadt eine Gegend, man nennt sie „le gros de Vaud“ wo die Menschen krankhaft geizig sind. Man sagt dass in dieser Gegend die Wurstscheiben so dünn sind, dass sie nur eine Seite haben. Eines Tages kam der Arzt um nach dem schon lange kranken Grossvater zu sehen. Er untersuchte ihn, horchte ab, und wünschte ihm einen guten Tag. Draussen in der Küche wo er sich die Hände wusch sagte er zu der noch sehr rüstigen Grossmutter: „lange wird er’s nicht mehr machen, tun sie ihm etwas Gutes und hören sie mit der Schonkost auf , geben sie ihm auch etwas Wein ,es kann ihm nicht schaden ihn aber erfreuen. Die Frau kommt ins Zimmer, „was hat der Doktor gesagt“ fragt mit schwacher Stimme der Kranke. „Er ist sehr zufrieden mit dir sosehr dass du wieder essen kannst was du magst. Also was soll ich für dich kochen? „Oh ich hätte so gerne eine schöne Scheibe von dem Schinken der im Kamin hängt“. Ah nein der ist doch für die Beerdigung.                                                                                                                     Und noch eine Wahre, erlebte, und verbürgte Geschichte aus dieser schönen aber befremdlichen Gegend.  
   Ein Lausanner Arzt hatte eine Tochter und einen Sohn, alle beide waren Pferdenarren. Die Schwester war neunzehn der Bruder sechzehn Jahre jung. Allen beiden hatte der Vater ein Reitpferd geschenkt. Auch hatten sie das alte Auto des Vaters übernehmen können, allerdings fuhr nur die Tochter, der Bruder war zu seinem Ärger noch zu jung um den Führerschein zu haben. Der Vater hatte in einem Bauernhof  zwei Boxen inklusiv Futter und Pflege für die Tiere organisiert er konnte sich solch eine Ausgabe leisten da er eine gutgehende Praxis als Gynäkologe hatte.   Als die beiden eines Tages ausritten stürzte die Tochter und war schwer verletzt aber noch ansprechbar. Der Bruder galoppierte zum Bauernhof, er war erleichtert dass der Bauer am Fenster sass, erzählte den Unfall und bat telefonieren zu dürfen. Das Telefon funktioniert nicht, Störung, war die Antwort.                                                                                    Der Bruder ritt bis ins Dorf und konnte vom Café aus Hilfe organisieren. Der Vater glaubte nicht so richtig an eine Störung und so erkundigte er sich beim Telefonamt nach der Störung des besagten Telefonanschlusses beim Bauer.                                                                                                                                                         Es gab keine Störung. Der Arzt verklagte den Bauer wegen Hilfeverweigerung. Die Erklärung des Beschuldigten “wegen dem Unfall konnte ich ja nicht den Preis für das Ferngespräch nach Lausanne einfordern aber verschenken tue ich nie etwas! Da er ein Zeugnis eines Psychiaters hatte, er sei zu der Zeit des Geschehens Depressiv gewesen und habe die Schwere der Lage nicht richtig würdigen können, wurde er vom Richter freigesprochen! Seinen Kollegen den Psychiater verstand er sehr gut; es war ja ein „PSYCHIATER“                                                                                                                                                                                                                                             
Als mir der Arzt dies erzählte, doch einige Monate nach dem Prozess war er weiss vor Wut, mit Recht finde ich.

      

Sonntag, 12. Oktober 2014

Denunzianten ? Denunzianten ?

Petzen war ja schon in der Schule verpönt, ja "Petze" war eins der übelsten Schimpfwörter, und dies zu recht, wenn es um Streiche und Unfug ging, sollten doch die Lehrer oder Erwachsen es selbst herausfinden wer der oder die Übeltäter waren.                                                                      Missstände aufdecken ist etwas anderes oder etwa doch nicht? Wenn man in  Parteien, Firmen oder sonstigen Unternehmen und Gesellschaften Verstösse gegen gute Sitten oder Gesetze auffliegen lässt, also sich als Whistleblower outet, wird man von der Mehrzahl der Menschen als Held gefeiert aber oft von denen die das Sagen haben hart bestraft. Die meisten der bekanntgewordenen Whistleblower sind, auch wenn sie vor dem Richter Recht bekommen haben, arbeitslos, ausgeschlossen, geächtet obwohl sie gelobt wurden. Auch unsere Abgeordneten,die ja von uns gewählt wurden,haben dem neuen Gesetz die Zähne abgeschliffen oder gar gezogen.Und wie ist es nun mit den persönlichen Gefühlen im Alltag? Jeder sieht kleine Vergehen, nichtbefolgte Verbote unangemessenes Verhalten seiner Nachbarn oder Mitmenschen und fragt  sich, solle man da nicht die Polizei informieren, sollte oder müsste ich nicht etwas dagegen unternehmen, mache ich mich durch meine Passivität etwa mitschuldig? ja und dann sieht man doch lieber weg. Man ärgert sich sehr über Littering hat aber meist nicht den Mut einzugreifen wenn man Zeuge dieses Fehlverhaltens wird, aus Angst vor Konflikten oder gar körperlichem Schaden. Wenn Leute in der Öffentlichkeit angepöbelt oder sogar angegriffen werden, warum schaut man weg, aus Angst oder Gleichgültigkeit, oder sagt man sich dann immer noch ich bin doch keine „Petze“? Schwierige Fragen auf die ich leider keine einfache, für mich befriedigende, Antwort finde.

Samstag, 11. Oktober 2014

Abend in Zürich mit Heinrich Heine

An den Gestaden des Sees, neben der Brücke des Quais,
Spazierte die Masse der Leute, wie eine hungrige Meute.
Heine besah  sich‘s perplex wusste nicht was das bedeute
Dachte wie immer an Sex, was er  ja niemals bereute.
Eine gar  Schöne Person die  in der Masse versteckt war,
setzte sich auf eine Bank, und kämmte ihr güldenes Haar.
Heinrich bezirzt von dem Schauspiel und vor Liebe  ganz trunken
sah nicht wohin er trat ,   ist deshalb  im  See versunken.
ohne die Hilfe der Retter  wär er erbärmlich ertrunken.

(alleserlogenerstunken)

Freitag, 10. Oktober 2014

Selbstmord und Mord

Sie waren schon lange verheiratet und hatten vier erwachsene Kinder und sieben Enkelkinder. Eigentlich könnten sie einen schönen Lebensabend haben wäre da nicht die ewige Nörgelei gewesen. Anneliese so hiess die Frau liess kein gerades Haar an Ferdinand „mach nicht dies, lass das, du bist zu nichts zu gebrauchen, dich bittet man umsonst um etwas weil du sogar zu blöd zum scheissen bist“; und dies täglich, seit Jahren, ohne Punkt und Komma.                                                                                                                                                                                                    Jetzt wo die Kinder ausgezogen und selbst Familien gegründet hatten wollte Ferdinand sich das nicht mehr anhören. Er arbeitete als Wissenschaftler in der Amphibienabteilung des Zoos die dem Universitätsinstitut für Zoologie angeschlossen war. Sein Spezialgebiet waren Frösche, Pfeilgiftfrösche. Wie er schon in vielen Wissenschaftlichen Publikationen geschrieben hatte handelte es sich um lähmende Substanzen die aber das Bewusstsein nicht trüben.   Er hatte viel mit diesen Giften gearbeitet, auch neue Darreichungsformen entwickelt und getestet.                                                                                                                                                                             Und so kam es, dass Anneliese, eines Abends, ganz plötzlich in ihrer Bewegung erstarrte. Jetzt hörst DU mir mal zu: „ich sage dir nun was mit dir passieren wird, zuerst bleibst du einfach ohne Bewegung, dann allmählich wird dir das Atmen schwer aber bis du dann erstickst geht es etwa drei bis vier Stunden. Nun zu mir, ich habe Krebs im letzten Stadium, aber du hast nichts gemerkt weil du nur mit dir selbst beschäftigt bist.

So nun nehme ich auch Gift aber nicht das gleiche wie du, meins wirkt sof…

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Alkohol

Sie wusste  ganz genau dass sie alles andere als schön war, gelinde gesagt fand sie sich selbst sehr hässlich und dies leider zu Recht. Trotzdem oder gerade deshalb hatte sie ein extrem ausgeprägtes Liebesbedürfnis wobei zwischen sexueller Begierde und Liebesbedürfnis schwer eine Grenze zu ziehen war. Sie war immer geil, alles regte sie an, und sie fand Selbstbefriedigung ein Unwort, es befriedigte sie nicht wirklich, leider!Aber wie, fragte sie  sich, komme ich zu Sex .Wie kann ich mir Liebe verschaffen? Sie wusste es schon lange, alle sagten es als Witz: Alkohol macht schön!                                                                               Sie selbst brauchte keinen Alkohol, ganz egal wie sie aussehen würden, alle Männer wären ihr genehm.Und so kam es, dass sie beinahe täglich in den schlimmsten Kaschemmen und Kneipen rumhing und  sich  bemühte Aufmerksamkeit zu erwecken. Ganz einfach war es nicht. Sie hatte sich eine Technik zurechtgelegt.  Im richtigen Moment im Blickfeld  des Mann zu sein, der zwar schon betrunken war, aber noch nüchtern genug um sie anzumachen und  auch dazu zu STEHEN.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Die sind so still

Fridolin, von seinen wenigen Freunden kurz Frido genannt, war ein  schmächtiger schüchterner junger Mann von knapp dreissig Jahren .Was hatte er im Leben nicht schon alles gemacht? Er hatte überall gejobbt, als Hilfsgärtner Hilfskellner Hilfskoch, Putzhilfe, einfach lauter Jobs für nicht qualifizierte, ohne einen richtigen Schulabschluss.Seine Mutter war Putzfrau in der Schule, ein bisschen schlampig und schmuddelig, man behielt sie aus sozialen Gründen, aber wohl auch aus der Überlegung heraus dass sie sonst zum Sozialfall würde und Sozialhilfe bekommen müsste.                                                                                                                                                                    Der Vater war ein Besatzungs- Soldat gewesen und Fridolin war der Preis für Schokolade, Nylons und Zigaretten die seine Mutter dafür bekommen hatte.  Sie hatte dem Frido  immer gesagt: lern was Richtiges sonst geht’s dir wie mich.  Aber er  hat es nicht geschafft, wohl auch weil er etwas zurückgeblieben war.                                                                                                                                     Dann fand er einen Job als Hilfspfleger, konnte aber dem Stress mit den Fragen, Bitten, und Wünschen der Patienten nicht standhalten. Nun hatte die Abteilungsschwester Erbarmen mit ihm und dazu noch eine geniale Idee.  Sie sprach darüber eines Abends  mit ihrem Liebhaber bei der „postkoitalen“ Zigarette. „Könntest du nicht dem Frido bei dir in der Pathologie irgendeine Beschäftigung geben; er ist eigentlich gutmütig und willig und wenn man ihn gut coacht sicherlich brauchbar“.                                                                                                                                                         Der Liebhaber hatte nichts dagegen zumal es immer schwieriger wurde in der Pathologie Mitarbeiter auf niederer stufe zu finden. Nun muss gesagt werden, dass Frido sich, selten aber eben doch ab und zu, sinnlos betrank. Nachdem er eines Morgens volltrunken und  nackt auf einer weiblichen Leiche gefunden wurde, war er auch  diesen Job los. Er wechselte dann in die Psychiatrie…………….. natürlich als Patient

Montag, 6. Oktober 2014

Diabolisches Geschäftsmodell

Zwei Freundinnen Anita und Frauke. Anita ist unglücklich verheiratet. Ihr Mann Jonathan ist aber leider nur ein Softie. Anita hatte sich eigentlich einen Macher erträumt. Sie hatte doch ein Recht auf Glamour bei ihrem Aussehen! Anfangs war alles so gut gegangen, festliche Hochzeit, in kurzem Abstand zwei Kinder und dann der blöde Alltag… einfach fad!                                                                                                                                                                     Frauke war schon geschieden, vorteilhaft geschieden, sehr vorteilhaft! denn sie hatte sich ja einen Erfolgsreichen Unternehmer geangelt gehabt. Sie lebte in ihrem Eigenheim mit beiden Kindern, ein Junge und ein Mädchen. Fraukes Mann Konrad, der Unternehmer, war reich, stinkreich; sein Reichtum war ererbt. Er  verstand es das Unternehmen gut weiter zu entwickeln und dies trotz einer gewissen Naivität.                                                                          Er war ein sehr guter Vater der sich  vorbildlich um die Kinder, die sein eins und alles waren, kümmerte und dass wurde ihm wohl zum Verhängnis. Es war nämlich so, dass meist er die Kinder bettfertig machte während Frauke das Essen bereitete.                                             Konrad liebte es im riesen Whirlpool mit den Kindern zu planschen und musste oft von Frauke ermahnt werden: „nun mach mal vorwärts bitte das Essen steht schon auf dem Tisch“. Es war Konrad sehr wichtig, dass die Kinder mit den Eltern zusammen bei Tisch sassen, ausser wenn, was selten geschah, Gäste da waren.                                                             Frauke, beschloss für sich,  Konrad ist nicht der richtige Mann! Ja brauchte sie  eigentlich einen Mann jetzt  wo sie Haus, Ferienwohnung am Meer,  zwei gesunde süsse Kinder und einige sehr intime  liebe Freundinnen hatte.                                                                                    Konrad nervte, dass alle Männer  sie genervt hätten, gestand sie sich nicht ein. Allmählich dachte sie an Scheidung.                                                                                                                Frauke hatte eine Freundin noch aus der Schulzeit sie war Anwältin, ein raffiniertes Biest aber sehr brillant, diabolisch effizient. Und so kam es zu dem teuflischen Plan die Badeszenen zu filmen, geheim zu filmen. Man installierte eine versteckte Überwachungskammera im grossen mit Pflanzen dekorierten Badebereich. Mit dem anfallenden Filmmaterial war es einem Spezialisten ein leichtes eindeutige Szenen zusammen zu schneiden. Es kam zur Scheidung und Konrad entkam nur knapp einer Verurteilung wegen Kindsmissbrauch.


Mit diesem Geschäftsmodell sollte nun auch Anita geholfen werden.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Er hatte sich diesen Urlaub wirklich verdient!

Ja die Idee war gut, sehr gut .Kurzentschlossen um zwei Uhr früh ins Auto sitzen und abfahren. Es war sein erster Urlaub mit dem  neuen Auto, ein Volvo B 18, tolle Kiste.  Erst mal Richtung Deutschland, wo man schnell fahren, fast schon rasen konnte, nicht so wie in der Schweiz wo es noch kaum Autobahnen gab. Ausserdem hatte er schon immer mal an die See gewollt ,die See war natürlich die Ostsee, da er seit einiger Zeit in der französischen Schweiz lebte und die Sprache schon recht gut  beherrschte faszinierte ihn der französische Name der Ostsee La Baltique; tönte irgendwie mysteriös und sehr romantisch.                                                                                                       Dieser Wunsch und Traum kam von den Erzählungen der Mutter, die als Berlinerin zur Sommerfrische an die See kam. Sie schwärmte von den herrlichen Wanderungen am Strand, hatte nie schwimmen gelernt, planschte aber gerne.  Wo genau diese Sommerfrische stattgefunden hatten wusste er nicht, es war ihm auch egal, Hauptsache die See.    Er fuhr in einem Zug bis zum Timmendorfer Strand, wo er  ein Zimmer bei einer netten älteren Kriegs- Witwe nahm. Sehr schnell fand er Anschluss an eine Clique junger Leute rund um eine Strandbar. Und so kam es, dass er mit zwei sehr hübschen Blondinen Arm in Arm über den Strand ging.                                                 Gross war die Überraschung und noch grösser sein Erstaunen als ihm Heidi, seine ehemalige Freundin, von der er sich vor einigen Jahren aus „Notwehr“ getrennt hatte, mit zwei Kindern und einem wesentlich älteren Bier bauchigen Mann  entgegen kam. Ja wenn Blicke töten könnten wäre diese Geschichte nie geschrieben worden.

Samstag, 4. Oktober 2014

Biester

Sie waren schon im Kindergarten  „die drei unzertrennlichen Freunde“. Weder die Kindergärtnerin noch die Eltern verstanden, dass sie sich nie, wie andere Jungs, zankten geschweige denn bekämpften. Johannes wurde Arzt, Rudi Banker und Godehard widmete sich der bildenden Kunst. Alle drei waren sehr erfolgreich in ihrem Metier. Godehard ´s Kunstwerke –Bilder Skulpturen Videos Fotos –wurden ihm schneller abgenommen als er produzieren konnte. Die Preise der Kunstwerke waren sehr hoch, nur Johannes und Rudi konnten nie ein Werk bezahlen, alles was ihnen gefiel kriegten sie geschenkt. Johannes war Neurochirurg  und vor kurzem an die Uniklinik berufen worden, habilitiert war er schon lange. Rudi leitete eine Privatbank  die er, in jahrelanger harter Arbeit, zur grössten und renommiertesten des Landes machte. Jeder der drei hatte ein Geheimnis das nicht einmal die Freunde kannten. Godehard hatte ein unwiderstehliches Verlangen nach sehr jungen Gespielinnen, da es ihm leicht möglich war Modelle in sein Atelier zu locken…………Ja er konnte sein Laster in aller Diskretion ausleben da er den Zutritt zum Atelier allen, auch seiner Frau und seinen Freunden verwehrte, ausser auf Einladung zur Präsentation neuer Werke.                            Rudi war geschäftlich viel auf Reisen, dies kam seiner Sex- Gier sehr zugute. Ja er war Sex-süchtig, konnte es sich aber in seiner Heimatstadt nicht leisten dies auszuleben, das Risiko entdeckt zu werden war viel zu gross. Aber eben auf Reisen……                                                                                                   Und nun zu Johannes, ja auch er hatte etwas was er verstecken musste unbedingt verstecken musste. Dazu muss gesagt werden dass er Frau und Kinder hatte und ein liebevoller Vater war. Er hatte schon sehr früh grosses Interesse an Männern gehabt, es aber nie zugelassen seinem Hang nachzugeben, bis, ja, bis sich dieser junge Arzt auf eine Assistentenstelle bewarb. Inzwischen ist  aus dem Assistenten sein engster! Mittarbeiter geworden. Keiner wusste wie die abendlichen Arbeitsplanungen, die oft bis in die frühen Morgenstunden dauerten,verliefen....                                           Nun zu den drei Ehefrauen .Kathy war Godehards Frau er hatte sie als Kinder Modell auf der Kunstakademie kennen und lieben gelernt. Sie wusste als einzige, und dies aus eigener Erfahrung von Godehards Eigenart. Heike war hübsch und sexy. Sie hatte die Prüfung als Krankenschwester nur mit Mühe und mit Hilfe der Ärzte ja der blinden Unterstützung vieler Ärzte knapp geschafft. Nun war sie die Frau des Chefs, sie hatte sich nicht nur einen Arzt sondern den Professor und Klinikchef geangelt. Inzwischen hatte sie drei Kinder und….einen Liebhaber. Dieser Liebhaber war auch Arzt, sie kannte ihn schon lange, es war ja der engste Mitarbeiter ihres Gatten.                                                                       Laetitzia stammte aus dem Libanon den ihre Familie wegen Kriegswirren verlassen hatte um ins sichere Europa zu emigrieren. Sie machte eine Ausbildung zur Sekretärin, war begabt, fleissig, krankhaft geltungssüchtig und fühlte sich zu höherem berufen. Bald wurde sie Rudis Privatsekretärin. Auf einer Geschäftsreise nach Mexico kam Rudi wegen seiner Sex-gelüste in grosse Schwierigkeiten, er konnte das Problem nur mit Korruption aus der Welt schaffen. Dazu brauchte er die effiziente und bedingungslose Hilfe von seiner Sekretärin Laetitzia. Dies bezahlte er mit seiner Freiheit, Laetitzia  wurde seine Frau.                                                                                                                                               Selbstverständlich trafen sich die drei Frauen-- sie taten so als seien sie die besten Freundinnen-- dort wo sich diese Gesellschaftsschicht trifft. Golf, Sportklub, Turf, Yachthafen,  Modehäuser, Konzert, Theater und Wohltätigkeitsveranstaltungen.                                                                                     Etwas  band sie viel stärker aneinander als Freundschaft, nämlich Interessengemeinschaft. Alle drei liebten den Luxus mehr als ihre Ehemänner! Einmal an einem feucht-fröhlichen Abend kamen sie ins Erzählen, so wusste jede vom Geheimnis der Gatten.                                                                                                                                                                                               Es war keine Erpressung aber wie es der Zufall so will waren kurz danach die drei Ehen geschieden und die drei Frauen wussten dass sie ein Leben lang in Luxus leben würden.

Freitag, 3. Oktober 2014

Glosse von Christoph Mayenfisch

Es ist sicherlich nachzuvollziehen dass die edlen Christen der barbarischen Praxis des intra-uterinen Kindermordes den Riegel schieben wollen. Das einfachste Mittel dazu ist den Geldhahn zu drosseln, denn die meisten dieser verirrten Schäfchen sind ja arm. Eben arm heisst auch dass sie die dann geborenen Kindlein nicht selbst versorgen können ;die kirchlichen Institutionen kümmern sich gerne darum ,dies hat ja Tradition .In streng religiös geführten Heimen wo Zucht und Ordnung zu inniger Gottesfurcht führt werden diese Sündenkreaturen liebevoll darauf vorbereitet als Verdingkinder in gute christliche Bauernfamilien platziert zu werden . Die  massive Einwanderung fremder zum Teil nicht zu unserer christlichen Kultur gehörender Erntehelfer kann dadurch unterbunden werden.


Jetzt habe ich doch ohne es zu merken fast einen HIRTENBRIEF verfasst.

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Rache Testament

Nach langen Ehejahren liess er sich scheiden; nennen wir ihn Constantin .Sie seine Ex hiess Brigitte. Also Brigitte und Constantin waren zwanzig Jahre glückliche, na  ja meist glücklich, zusammen verheiratet gewesen. Die  grosse Krise kam, als klar war das Constantin keine Kinder zeugen konnte, seine Spermaqualität liess es damals nicht zu. Heute mit in Vitro Assistenz wäre es wohl anders gekommen? Oder auch nicht. Dies führte zu langen schmerzlichen Diskussionen; Constantin bot Brigitte sogar eine Trennung ,sprich Scheidung ,an damit sie in einer anderen Beziehung ihr Mutterglück finden könnte .Brigitte wollte aber bei ihm bleiben, sie sagte sie  liebe ihn und habe sich mit der Kinderlosigkeit abgefunden, zumal Constantin entschieden gegen eine Ersatzadoption war. Constantin war ein wenig naiv und blauäugig was seine Frau betraf, sonst war er ja sehr Klever. Brigitte kam in eine Lebens-Krise mit Anfang vierzig. Sie liess sich wie ein Backfisch-heute wohl Teenie genannt- von einem jungen, na ja jüngeren Schreiberling oder Journalisten, dazu verleiten ihrer Ehe ein abruptes Ende zu setzen.                                                                                                        Während einer der wenigen Aussprachen sagte sie :es war ein Wunsch und Versuch doch noch  ein Kind zu haben; dass ihr Liebhaber auch Zeugungsunfähig war, wie sie später erfuhr, kann wohl als Ironie des Schicksals verstanden werden. Constantin hatte danach eine kurze sehr interessante Beziehung. Durch gute Geschäfte , eine grössere Erbschaft und vor allem einem grossen Lotteriegewinn kam er schnell zu einem ansehnlichen Vermögen. Brigitte hingegen, von der er nie mehr etwas hörte, aber durch gemeinsamen Bekannten Informationen über sie  bekam, musste knapp haushalten, mehrere Beziehungen die sie hatte gingen schnell in die Brüche . Sie lebte  ärmlich und einsam, dabei liebte sie Luxus und Geld über alles.                                                                                  Constantin wurde krank, schwer krank Todkrank. Da kam ihm eine diabolische Idee, er setzte Brigitte mit einem symbolischen Betrag auf seine letztwillige Verfügung damit sie an der Testamentseröffnung  dem Vermögen nachtrauern konnte dass ihr durch eigene Schuld entgangen war.  

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Sachen verschwinden

Sie lebten in Rom, sie, dass waren Antonia und Ermanno. Es war eine“ Hass-Liebe“, Liebes Beziehung; liebte einer hasste der Andere und umgekehrt. Manchmal aber waren sie ein Herz und eine Seele, dann konnten sie nicht voneinander lassen.  War er untreu? oder fand das nur im Kopf von Antonia statt? wie soll man das wissen? Ob sie treu war fragte sich Ermanno nicht, war er doch sooo überzeugt von seinen Qualitäten. Er fand sich schön charmant gut gebaut und bestückt, ja vor allen das; da konnte ja keine Frau widerstehen. Ermanno war als IT Spezialist sehr viel unterwegs. Er hatte immer sein Attaché Case bei sich das er nie aus den Augen verlor, selbst im Restaurant nahm er es manchmal mir zur Toilette. Antonia war, wie alle Frauen, neugierig, sehr neugierig! und fragte sich immerzu, was versteckt er in dem Case, warum versteckt er es  vor mir wir sind doch ein Paar, er sollte mir doch vertrauen. Sie musste sich sehr lange gedulden, vier Monate, bis der Zufall ihr half. Ermanno rief, von einer unbekannten Nummer aus an, sonst benutzte er immer eins seiner Handys ;er war verzweifelt und sagte: ich finde mein Case nicht ,ich glaube man hat es mir aus dem Auto gestohlen, oder habe ich  es etwa doch zu Hause vergessen? Kannst du bitte nachsehen, ich wechsle Geld und ru…………TüTüTüTü.                        Das war die Gelegenheit, das Case stand neben der Tür. Kling Kling Kling  ja Ermanno, wo bist Du denn? ich bin in Brindisi, zum Glück hatte ich das Portemonnaie nicht im Case, alles andere Agenda, PC, Handys Notizen etc. sind drin. Hast du es gefunden. Nein ich hatte ja keine Zeit zu suchen, jetzt gehe ich auch in die Garage um nachzusehen, ruf mich doch in zehn Minuten an.                                                                                                                                          Kling Kling Kling…   ja Ermanno ich habe nichts gefunden, kann ich etwas für dich tun, zur Polizei gehen oder so? Nein nichts, ich werde dich vom Hotel aus anrufen, so gegen acht Uhr. Den ganzen Nachmittag konnte Antonia Agenden, Adressbücher, PC Handy ‚s Telefon-Nummern und Kontakte, SMS und viele CDs mit Bildern von früheren Urlauben sichten. Dann entschied sie, dass dies Attaché-Case auf immer und ewig,
Halleluja Halleluja Halle eee luja,  verschwinden musste!

Somit waren alle Kontakte zu Rivalinnen …einfach …abgebrochen.