Sonntag, 25. August 2019

Noch was aus Kalau


Wenn eine Investigations Journalistin eine bisher geheim gehaltene Skandalgeschichte aufdeckt handelt es sich bei dieser  Dame um eine Enthüllungskünstlerin?
Oder wenn eine Enthüllungskünstlerin aus dem berühmten Nähkästchen plaudert ist sie dann auch eine Investigations-Journalistin?


Samstag, 24. August 2019

Es is scho a Kreuz !


Dieser Ausspruch von Albert Einstein hat mich zu folgender Geschichte inspiriert: Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann hat er sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark  schon völlig genügen würde“
Und warum nun? Nun ich denke da an die abertausend Kreuzfahrt-Touristen die jährlich in vielen tausend Kreuzfahrtschiffen einen selbstauferlegten und selbstfinanzierten Dichtestresstest und eine selbstgewählte Mastkur über sich ergehen lassen. Mastkur, weil immer und ständig gesoffen und gefressen wird—von essen und trinken kann leider nicht die Rede sein. Auch sollten sich die Insassen wie stolze Sklavenbesitzer fühlen wenn man weiss wie das Bordpersonal behandelt und “gehalten“ wird (neun Monate ohne freien Tag etwa 300 Stunden pro Woche und ca. $ 2.80 pro Stunde; wem‘s nicht passt kann gehen!)
Was diese als Mega-Dreckschleudern berüchtigten Kreuzfahrtschiffe der Umwelt antun wird nur noch vom Horror den die Insassen dieser Ozeanriesen den angelaufenen Städten bereiten, getoppt! Ja die Städte und Häfen die solche Schiffe ansteuern ächzen unter der Masse von—wie Schlachtvieh—durchziehenden kaum als denkende Individuen zu bezeichnenden Massen.
Kaum einer sieht etwas anderes als die in aller Welt gleichen Labels von: Cartier, Hermes, Swatch, Mango, Diesel, Lee Cooper, Max Mara, Gucci, Lacoste, Versace, Chanel, Hublot und wie all die Marken eben heissen.
Kirchen werden wenn überhaupt nur in Massen und Gruppen durchstreift, Museen werden—auch wenn sie rechts am Weg liegen—links liegengelassen, Konsumiert wird nichts denn man ist ja soooo vollgefüttert, dass eher ans Evakuieren gedacht wird. Was  dann in den Cafés und Restaurants ohne konsumieren schamlos geschehen wird.
Ausser einigen Besitzern von Kitschboutiquen in denen in China fabrizierte „echte Lokalsouveniers“ verramscht werden und den Finanzverwaltern der Städte, hat kein Einwohner etwas von den wilden Horden! ah doch wohl etwas bleibt nachdem die Kreuzschiffe den Hafen verlassen haben. Viel Feinstaub—die Motoren müssen ja laufen um das Funktionieren der Ozeanriesen aufrecht zu erhalten— und natürlich jede Menge Unrat die mehrere tausend Leute zurücklassen. All das erinnert mich an die Kreuzzüge.  Im Namen des Christentums brachen die Ritter und ihr Fussvolk auf um die Heiligen Stätten des Christentums zu befreien. Sie säten Tod und Verderben wo immer sie vorbeizogen. Sie plünderten brandschatzten und vergewaltigten nach Belieben um dann in Namen Christi Jerusalem zu Befreien. Auch wurden schamlos echte und falsche Reliquien geraubt und dann in der fernen Heimat in Kirchen und Klöstern zu Ehre der Plünderer und Räuber zur Schau gestellt, die sich damit—wie sie glaubten— einen privilegierten Platz  auf einem rosa Wölkchen zur Rechten des Lieben Gottes sicherten. Die Erinnerung an diese Barbarenzüge ist in der arabischen Welt noch sehr präsent und könnte mit ein Grund für den sogenannten Islamischen Staat  sein.

Freitag, 23. August 2019

Aus Roland Jaccard Topologie du pessimisme


Dieu arpente son bureau, lorsqu’il aperçoit de sa baie vitrée le diable trainant derrière lui une vieille caisse. Intrigué, Dieu appelle  son majordome et lui demande : « Qu’y a-t-il dans cette caisse ? » Ce dernier lui répond : »Un homme et une femme ». Dieu désemparé, consulte ses dossiers et, soudain, se souvient: „ Ah oui…. cette expérience ratée. Est-ce qu’ils vivent toujours ? »
Ich versuche nun zu übersetzen :
Gott durchschreitet sein Büro, plötzlich sieht er durch das Panoramafenster den Teufel der hinter sich her eine alte Kiste zieht. Verwundert ruft Gott seinen
Majordomus und fragt diesen: „Was  ist in dieser Kiste“ Der Majordomus antwortet: „ Ein Mann und eine Frau“. Verstört schaut Gott in seinen Unterlagen nach und erinnert sich plötzlich: „Ach ja dieses missratene Experiment“ Ja leben die immer noch?“


Donnerstag, 22. August 2019

Schwingerfest in Zug


Es ist wohl eine der schamlosesten Übertreibungen was uns seit Wochen  viele Male täglich als Werbespot gezeigt wird. Ja man sagt: „Die ganze Schweiz ist von diesem Schwingerfest begeistert“. Entspricht das wirklich der Realität oder ist das massloses Wunschdenken der Organisatoren und Sportreporter?
Erwartet werden in Zug etwa 56‘000 Zuschauer. Entspricht das der—wie in den Werbespots angesagten—ganzen Schweiz. Nicht dass ich irgendetwas gegen Liebhaber volkstümlicher Aktivitäten hätte, ganz im Gegenteil aber wenn man von „der ganzen Schweiz“ spricht sind das Millionen und nicht die angekündigten 56‘000; und ich glaube auch nicht, dass alle Schweizer und die in der Schweiz lebenden Ausländer—die ja dazugehören wenn man über die ganze Schweiz spricht—nun 3 Tage lang alles fallen lassen um den „Bösen“ ins schweisstriefende Antlitz zu starren. Einige wenige werden wohl anderen Aktivitäten nachgehen! Masshalten gab es in der Werbung nie, aber selbst die verlogendste Parteiwerbung aller Diktaturen sprach nie von  wahlweise:
„die ganze DDR, die ganze Volksrepublik China ….. nein dazu sind die Propaganda-Abteilungen dieser Regime  viel zu clever.
Also meine  Bitte ans Schweizer Fernsehen   ein wenig differenzierter „ if you please!“
Könnte man nicht einfach sagen: Die nächsten drei Tage sind für Liebhaber vom SCHWINGEN der nur alle fünf Jahre wiederkehrende Höhepunkt.



Aus Günter Kunerts Tröstliche Katastrophen


Es ist der Geist der sich den Körper baut“ sagt Schiller, und nun muss ich annehmen, dass enorm viele hübsche, busenreiche Blondinen unerhört geistreich sein müssen. Von den Körpermassen her gesehen.


Mittwoch, 21. August 2019

Die neue Gretchenfrage


Kaum einer wagt es mehr die „Gretchenfrage“ zu stellen. Nicht nur deshalb, weil man von seinem Gegenüber eigentlich nichts weiss oder eher nichts wissen will. Ja man fragt kaum nach Überzeugungen oder Glaubenssachen auch die sogenannt besten Freunde nicht. Schlimmer noch ist meines Erachtens dass die meisten Menschen sich selbst ernsthafte Fragen nicht stellen wie etwa: was glaube ich, was weiss ich, was will ich im Leben, warum mache ich dabei mit oder warum begehre ich nicht auf? 
Natürlich sogenannt gläubige Menschen stellen sich kaum Fragen denn man hat ihnen ja seit jüngster Kindheit beigebracht zu glauben-ergo nicht zu denken. Nicht dass ich etwas gegen glaubende Menschen habe solange es sich nicht um Fundamentalisten jeder Glaubensrichtung handelt welche die sogenannten „Heiligen Schriften“ a la lettre—Buchstabengetreu  befolgen, nein jeder soll wie es schon der Alte Fritz—Friedrich der Grosse—gesagt hatte  NACH SEINER FASSON glücklich werden.



Dienstag, 20. August 2019

Die scheinen alle zu spinnen!


Es ist schon eine bizarre Zeit in der ich meinen Lebensabend verbringe. Nicht dass ich mich deswegen beschwere, nein ich stelle einfach fest und freue mich dass die Nachrichten aus welcher Quelle sie auch kommen mögen, mir immer wieder neue Ideen für meine kleinen Glossen und Geschichtchen liefern.
So erreichte mich die ERNSTHAFT gemeinte Nachricht, dass es ab sofort, das heisst ab der jetzigen Einschulung in Sachsen Anhalt verboten ist Einschulungs-FOTOS—auch zum Eigengebrauch—der Kinder zu machen und dies aus Datenschutz Gründen. Spinnen jetzt etwa alle?  In einer Zeit in der schon Präpubertäre Kids ihre Nacktfotos mit allen noch so geringen Details austauschen und deren Eltern ihre schamlosen Selfies mit Krethi und Plethi teilen sollen nun Einschulungsbilder dem Daten—nicht Schutz sondern—Wahn unterliegen.
Wäre es nicht Umweltverschmutzung so schickte ich herzlich gerne all die politisch korrekten selbsternannten Vordenker/innen und die von ihnen kreierten Datenschützer ins Weltall oder zu Mindest auf den Mond.