Ich war lange
Jahre verheiratet mit einer Westschweizerin. Wir lebten immer in der
Westschweiz. Da ich auch oft Besuch von Familie und Freunden aus der Deutschen
Schweiz hatte kam es öfter zu, manchmal lustigen manchmal peinlichen,
Sprachproblemchen. Wenn man zum Beispiel von einer Frau sagt : sie ist, oder
gibt sich sehr salopp kommt das nicht wirklich gut an den „une saloppe“ ist zu
Deutsch eine Schlampe; so versteht man auch wie schockiert meine Frau beim
ersten Mal ,als sie glaubte so bezeichnet worden zu sein, notgedrungen sein musste. Auch das in der
Deutschen Schweiz sowie in Deutschland sehr gebräuchliche „leger“ oft „läschär“ gesprochen kann zu Pikiertheit
führen; eigentlich verständlich denn wie in Deutsch ein Leichtes-Mädchen kein
Kompliment ist, schätzt eine Frau im Französischen Sprachgebiet es kaum als
legere bezeichnet zu werden auch wenn man hier alles ein klein bisschen
leichter nimmt. Umgekehrt, wenn der Franzose von ordinaire spricht heisst das
einfach nur gewöhnlich, Ordinär wäre in Französisch vulgaire=Vulgär! Auch eine nette Verwechslung
meines damaligen Chefs, eines Zürchers, der allerdings sehr fliessend Französisch
sprach—mit hartem Akzent— aber die Subtilitäten der Sprache nicht verstand. Es
war in den Sechzigerjahren als Küsschen-Küsschen in der Deutschen Schweiz noch
nicht usuell war begrüssten sich auf einem Empfang die Frau eines seiner
Angestellten und die Frau eines Kunden ,wie hier in Lausanne üblich, mit
Küsschen, woraufhin mein Chef sagte: ici en Suisse Romande les Femmes se
„BAISENT“ was genaugenommen heisst: hier in der Westschweiz vögeln die Frauen
zusammen. Es entstand ein betretenes Schweigen. Es ist ganz gut zu wissen dass „
un baiser“ ein Kuss oder Küsschen bedeutet, aber baiser als Verb eben ein
vulgärer Ausdruck für Beischlaf ist. Eine berühmte Sprachfalle für Französisch
sprechende ist das deutsche Wort Schiessen ganz besonders in der Schweiz.
Heisst doch auf Schweizerdeutsch Schiessen
Schüsse und nicht wie zu erwarten wäre Schiesse,was wiederum "Stuhlgang" heisst.
Dienstag, 31. März 2015
Montag, 30. März 2015
Flugsicherheit
Man macht ein
riesen Tamtam und gibt Unsummen aus um
Doping Tests bei Sportlern zu machen. Sportler die verbotene Substanzen nehmen
lügen und betrügen, sie schaden sich
selbst, dem Sport sicher auch, doch eigentlich kann das der Gesellschaft egal
sein. Aber bei Risikoberufen die auch
sehr stressbelastet sind wird gar nichts kontrolliert. Die meisten
Psychopharmaka werden in vielen Ländern—schon in Flughafenapotheken—auch ohne Rezept
verkauft. Geschäft ist ja schliesslich Geschäft und PECUNIA NON OLENT wie schon der Kaiser Vespasian so schön
sagte; aber dies ist eine andere Geschichte. Ja es ist wohl unvermeidbar, Piloten—genauso
wie Sportler—unerwartet in irgendeinem angeflogenen Flughafen, noch in der
Transitzone zu Urin & Blutprobe zu bitten. Auch müssten einige Haare
gelassen werden um Langzeit Tests zu machen. Man wäre extrem erstaunt welche
und wie viele Substanzen man finden würde; wie Kokain Haschisch Heroin sowie
viele Designer-Party-Drogen und alle Psychopharmaka ob dämpfend oder
stimulierend. Und all die ADHD Kinder die im Schulalter
Ritalin nahmen, sind die im späteren Leben ohne solche Substanzen unterwegs??
sind einige davon im Cockpit? Ich weiss
es nicht, die Frage stelle ich aber trotzdem. Das moderne leben und der extreme
Kostendruck trägt nicht dazu bei, seine Schwächen zur Schau zu stellen, nein
alles muss Leistung sein, da greift man eben schon mal zur erweiterten
Hausapotheke, umso wichtiger ist es direkt und unangekündigt zu kontrollieren. Für die jährliche Arztvisite die
ja obligat und nach Termin erfolgt, kann man sich in aller Ruhe vorbereiten und
viele berufsverhindernde Symptome „vergessen“. Die Meldepflicht die man den
Ärzten auferlegen will und soll —würde
sie eingeführt—kann leicht umgangen werden, denn Piloten sind schon von Berufswegen
sehr mobil und es findet sich immer ein Arzt irgendwo auf der Welt der nicht
viel fragt… und dem man ja nicht auf die Nase binden muss, dass man Pilot ist.
Ja warum soll es bei den Piloten anders sein als bei Anwälten ,Bänkern, Ärzten,
Künstlern usw. die ja auch schon mal, sei es zur Flasche sei es zu Medikamenten
greifen, so etwas toleriert die Gesellschaft problemlos, wer, ja wer hat in seinem Umfeld nicht
mehrere solche ,ganz banale, „Süchtige“? Nicht nur die Oma mit Benzodiazepin
seit dreissig Jahren, auch viele „normale“ Menschen können nicht mehr ganz ohne
solche, ja was denn? Chemo-Krücken Lebenshilfen oder Trösterchen ….leben.
Sonntag, 29. März 2015
Zwillinge
Er war nach
vielen Jahren die er im Ausland verlebt hatte in seine Heimat zurückgekommen.
Da er keine Verwandten mehr hatte und auch sonst keine besondere Bindung zu
seinem Heimatort bestand, wählte er seinen Wohnsitz nach folgenden Aspekten
aus. Es sollte eine mittelgrosse Stadt mit gutem kulturellen Angebot,besten Bahnverbindungen und einer
guten medizinischen Versorgung sein. In der ausgewählten Stadt kaufte er sich
eine schöne Wohnung und richtete sich nach seinem Gusto ein .Er nahm sich
Theater und Konzertabonnemente und genoss das Leben. Schon beim zweiten Konzert
fiel ihm eine junge sehr aparte, ja beinahe schöne Cellistin auf. Sie war recht
gross, hatte lange Rabenschwarze Haare und fiel ihm durch ihre sehr aufrechte
Körperhaltung auf. Wie riesig war sein Erstaunen, als er nach einigen Tagen an
ein Extrakonzert, ausserhalb seines Abonnements, ging, es war ein
Kammermusikkonzert mit Mozart und Beethoven Quintetten, dass „seine Cellistin“
plötzlich am Piano sass. Das Konzert war sehr schön, er beglückwünschte sich
selbst die richtige Stadt gewählt zu haben um seinen wohlverdienten Ruhestand
zu verbringen. Beim nächsten Abo-Konzert war „seine Cellistin“ wieder an ihrem
Platz. Einige Monate später
auf einem Empfang mit Aperitif für die Sponsoren des Orchestervereins zu denen
er als wohlhabender und musikliebender Neu Zuzügler in dieser Stadt gehörte,
staunte er nicht wenig, als „seine Cellistin“ im Doppelpaket mithalf die
Häppchen anzubieten. Auf seine diskrete Frage hin sagte eine der Beiden
schwarzhaarigen Schönheiten dass ihre
Zwillingsschwester hier im Orchester Cello spiele und sie selbst weit weg in
einem anderen Land verschiedene Streicher Trios und Quartetts regelmässig auf dem Piano begleitete. So
wurde aus dem Multitalent eine banale Zwillingsschwester.
Samstag, 28. März 2015
Gedanken zur Flugkatastrophe „GERMANWINGS“
Wie kann es
sein, dass der Co-Pilot P.L. der seine Ausbildung wegen Depressionen während
mehreren Monaten unterbrechen musste, dann wieder in die Ausbildung
zurückkehren konnte? und am Ende eine Lizenz ( zum Töten??) erhielt? Bei
Behandlungsbedürftigen Depressionen junger Erwachsener und Jugendlicher, weiss schon jeder Assistenzarzt, dass die
Rezidiv Rate extrem hoch ist, ausserdem werden solche Depressionen fast immer
mit Psychopharmaka behandelt in deren Packungsbeilage wird davor gewarnt, dass
das Reaktionsvermögen beeinträchtigt werden kann und man darauf verzichten
sollte ein Fahrzeug zu lenken und/oder gewisse Apparate und Maschinen zu
bedienen. Des Weiteren ist auch die euphorisierende Wirkung—die zu
Fehleinschätzung der eigenen Fähigkeit führen kann—nicht zu vernachlässigen. Was
auch zu bedenken ist, die Antidepressiva stimulieren ,deshalb müssen sie mit
Sedativa kombiniert werden; lässt der Patient diese sedierenden Medikamente
weg, so ist das Risiko dem Drang sich
selbst zu töten nicht mehr gehemmt, nein durch die Stimulation sogar gefährlich
erhöht. Dass die Flugschule der Lufthansa so leichtsinnig mit den Risiken umgeht,
obwohl sie als eine der Besten gilt, stimmt schon nachdenklich! So tragisch es für P.L. auch gewesen wäre,
seinen Traumberuf nicht ausüben zu können, ist es doch 149-mal tragischer –durch
grobe Fehler der Selektion der Lufthansa—seiner Angehörigen verlustig gegangen zu sein.
NB-Eigentlich müssten Ärzte
welche Piloten behandeln bei Verschreibung von psychoaktiven Medikamenten die
Fluggesellschaft informieren. Die Sicherheit der Passagiere ist höher zu werten
als das Arztgeheimnis.
Zeitenwandel
Ich erinnere
mich, als ich in den frühen Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts in
Altdorf, in der einzigen Apotheke weit und breit arbeitete, hatte ich doch ab
und zu Probleme mit dem Urner Dialekt
und auch mit einigen Gepflogenheiten der Kundschaft. So kam eines Tages, ich
war alleine in Laden, ein junger bärtiger Mann und sagte „Rekrutenschule“, es
war weder seine noch meine Schuld dass ich nichts verstand; denn ich hätte
wissen müssen das normalerweise auf diese Aussage hin der Apotheker dem
zukünftigen „Landesverteidiger“ folgendes verkaufen musste. Zahnbürste und die
dazugehörige Zahnpaste, Rasierapparat mit genügend Klingen Rasierseife und Rasierpinsel,
dazu ein grosses Stück Seife und nicht zu vergessen einen s o l i d e n
Kamm. Glücklicherweise konnte ich per
Telefon die, frisch operierte, Apothekerin in ihrem Spitalbett erreiche, die
mir trotz der Wundschmerzen unter schallendem Lachen die Lage erklärte. Als routinierter Verkäufer hatte ich die
Angewohnheit die Kunden, sollte eine Pause im Heruntersagen ihrer
Einkaufswünschen entstehen, nach weiteren Desiderata zu fragen, dies war hier
in Altdorf bei vielen, vor allem älteren Kunden, ein grober Fehler, fingen sie
doch nach einer Unterbrechung wieder mit ihrer Einkaufsliste von vorne an. Bald merkte ich dass viele Alte, des
Schreibens unkundig, ihre Einkaufsliste die oft sehr gross war, da sie ja für
mehrere Familien in ihren Dorf die Einkäufe erledigten, wie ein Gedicht
auswendig gelernt hatten und dass jede Unterbrechung sie zwang von Neuem am
Anfang zu beginnen. Viele Kunden bestellten telefonisch, es
handelte sich meist um kleine Dorfläden, die eine geringe Menge Medikamente als
Erstversorgung an Lager nahmen, da zu dieser Zeit nur wenig Leute über ein Auto
verfügten. Die Anrufe gingen etwa so: Grüezi Herr Dokter ich bruche 10 Aspirin
4 Pflasterpäckli 5 Hustesirup und und und, Danke und Adjö, natürlich kannte der
Chef, der jedoch in der Armee für die Sicherheit des Landes sorgte, alle Kunden
an der Stimme und musste nicht nach Name und Ort des „Lädelis“ fragen. Auch da
half mir die immer noch im Spital weilende Apothekerin, kannte sie doch die
Gewohnheiten aller Kunden, es kam kaum zu Fehllieferungen. Ich bin sicher dass
alle Kunden heute per Internet bestellen, es geht zwar viel besser aber ich als
alter Nostalgiker finde es hatte, damals, schon auch seinen Charme.
Freitag, 27. März 2015
Geschwister
Nun war auch noch der geliebte Vater
gestorben, lange Jahre nach der verhassten Mutter. Beide Johanna und Bernhard
hatten sich notgedrungener massen bei den Besuchen, erst noch in der Wohnung,
dann im Heim und zum Ende in der Klinik, abgelöst. Wie jedes Mal wenn sie sich
sahen war es zu Streit gekommen als sie die Besuchszeit festlegten um sich
möglichst aus den Weg zu gehen aber doch
sicherzustellen dass der ,von beiden vergötterte, Vater täglich mindestens
zwei, besser vier Mal besucht würde. Nach der pompösen Trauerfeier—jeder wollte
den anderen übertrumpfen—ging Bernhard nach Hause um in Ruhe zu überlegen, wie
es nun mit dem—sehr grossen—Erbe weitergehen sollte; ob er bald seinen Traum
verwirklichen und mit dem verhassten Job Schluss machen könnte. Das Testament war beiden ja bekannt, der Vater
hatte sie gezwungen ihre Fehde auf Eis zu legen und einen Erbschaftsvertrag zu
unterschreiben. Sie sollten zu gleichen Teilen erben! Der
Termin auf dem Notariat hatte für alle
beide Schwester und Bruder eine grosse
Überwindung bedeutet. So lange zusammen zu sein, erst Mittagsessen, dann der
Termin im Notariat und zum Schluss die Heimfahrt mit dem Vater ins Haus ihrer
zänkerischen Kindheit hatte beiden an den Nerven gesägt.
Was die beiden Streitenden nicht bemerkt
hatten –da sie vor lauter Streit den Vertrag nur oberflächlich gelesen hatten—
war eine im Erbvertrag vorhandene Klausel die vom Humor ihres Vaters zeugte. Im
Vertrag stand, dass sowohl Haus wie Hausrat verkauft werden musste—im
gegenseitigen Einvernehmen—ja jeder noch so keine Verkauf musste schriftlich
dokumentiert und von beiden unterschrieben werden. Alle Objekte die einer der
beiden selbst behalten wollte musste genauso dokumentiert, auf das gesamte Erbe
angerechnet und vom anderen bestätigt werden. Erst nach dem Verkauf der Möbel
und Objekte konnte der Verkauf des Hauses in Angriff genommen werden und erst
dann kamen die beiden an das grosse Aktienpaket und das viele Bargeld heran.
Bernhard wusste genau, dass er wegen des streitbaren Charakters von Johanna
erst nach langen Jahren in den Genuss des ganzen Geldes kommen würde, ja er wäre
dann schon lange Rentner und müsste auf
das viele schöne Geld bis in alle Ewigkeit warten.
Donnerstag, 26. März 2015
Unterstützung von Glaubensbrüdern
Es war in
einer alteingesessenen Pharmafirma. Gegründet war sie von einem aus Osteuropa
in die Schweiz eigewanderten Apotheker, er war Jude und hatte sich entschieden
in die liberale Schweiz zu kommen, da
hier die Möglichkeit bestand eine Firma zu gründen und seiner Religion ohne
allzu viele Probleme nachzuleben, gab es doch hier in der gewählten Stadt eine
aktive meist unbehelligte jüdische Gemeinde. Nun führte die dritte Generation
die Firma, der Inhaber—Enkel des Gründers—war an Kunst und Kultur viel mehr
interessiert als an Pharma, verschmähte aber die pekuniären Vorteile, die ihm aus der
Familienfirma erwuchsen nicht, im Gegenteil er nahm sie sehr gerne entgegen.
Seine Schwester war Apothekerin und arbeitete Teilzeit in der Firma mit, wohl
vor allem in der strategischen Leitung. Es wurde mal wieder ein
Direktor gesucht und gefunden, in der jüdischen Gemeinde gefunden. Er war Arzt,
Bruder eines berühmten Professors der medizinischen Universitätsklinik.
Schlecht machte er seine Arbeit nicht, im Gegenteil denn er kannte seine Grenzen
und umgab sich mit gut ausgebildeten Mitarbeitern. Das Geschäft florierte. Man
suchte einen Wissenschaftler als Leiter der Forschung, der aber auch
„Public-Relation“ Talent mitbringen sollte. Man fand einen in der Forschung
versierten Arzt—einen jüdischen Arzt aus Israel— der aber seit einiger Zeit in
einem Schweizer Universitätsspital forschte. Nach einigen Monaten, in denen er
sich in der Firma einarbeiten sollte, wurde die Firma aufgefordert, an einem
Kongress ihre Forschungsarbeit auf dem von ihr beackerten Spezialgebiet
vorzustellen. Doktor Moshe Rohm, so wollen wir ihn nennen, der neue Chef der
Forschungsabteilung übernahm ganz selbstverständlich diesen Vortrag. Der
Kongress fand in der Universitätsklinik wo Doktor Moshe Rohm gearbeitet hatte
statt. Es muss noch gesagt werden, dass Doktor Rohm sehr ungepflegt mit
Dreitagebart und Fünftagehemd auftrat, ja eben wie ein zerstreuter
Wissenschaftler. Der Vortrag war eine bunte Mischung aus Inkompetenz,
Überheblichkeit, Phantasmen und wirren Gedanken alles konfus und ohne jegliche
wissenschaftliche Grundlage. Die Publikumsreaktion ging vom betroffenen
Schweigen über ungehemmtes Lachen zu höhnischen Zwischenrufen seiner ehemaligen Kollegen und endete in
einem gewissen Tumult. Dem langjährigen Aussendienstmitarbeiter der Firma, der
natürlich anwesend war fiel die undankbare –ja
eigentlich undenkbare—Aufgabe zu den Firmeninhaber, den er schon als
halbwüchsigen Sohn des Chefs gekannt hatte zu informieren. Im Gespräch stellte
sich heraus, dass Doktor Moshe Rohm auf ein dithyrambisches Zeugnis des
Professors aus jener Universitätsklinik hin, angestellt worden war. Nun bat man
den Langjährigen Mitarbeiter doch so schnell wie möglich, diesem Professor einen Besuch abzustatten und um eine
Erklärung zu bitten. Der Mitarbeiter war
ein alter Fuchs und merkte sofort dass da etwas nicht stimmte, also traf er den
Professor „ganz zufällig“ im Korridor der Klinik. Auf Doktor Moshe Rohm
angesprochen, bat der Professor, ihn
abends nach der Arbeitszeit der Sekretärin in seinem Büro zu besuchen. Der Professor
verwarf seine Hände und sagte „ das ausgerechnet ihre Firma betroffen ist tut
mir ja wirklich sehr leid, aber als Doktor Rohm mich um ein Zeugnis bat ,hatte
ich nicht einmal den Mut es meiner Sekretärin zu diktieren, denn alle im
Institut wussten dass Doktor Rohm absolut unbrauchbar ist und überall mit
besten Zeugnissen weggelobt wurde. Auch ich als—nicht praktizierender—Jude
konnte ihm, meinem Religionsbruder doch
keine Steine in den Weg legen, nein ich war ja so froh ihn endlich loszuwerden,
aber dass ich ihn so wiedersehen musste ist wohl die Rache des Schicksals.
Doktor Moshe Rohm wurde mit einer exorbitanten Abgangsentschädigung
zurück ins gelobte Land geschickt.
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