Man sagt doch immer, jemand sei gross oder im Gegenteil
klein, beides kann man aber nicht sein. Das sehe ich ganz anders und zwar aus
Erfahrung. Ja ich hatte während etwa fünfzehn Jahren einen Arbeitskollegen der
es fertiggebracht hat beides—das Grosse und das Kleine— im sich zu vereinen,
denn er war zeit seines Lebens ein kleiner Wixer und ein riesengrosses
Arschloch.
Sonntag, 31. Mai 2015
Mittwoch, 27. Mai 2015
(K)ein Verhältnis (K)ein Verhältnis
Gaston war Zahnarzt. Jung war er schon lange nicht mehr, aber
er fand sich noch nicht zu alt um noch seine alternden Patienten zu betreuen,
neue Patienten nahm er schon seit langem nicht mehr an, auch aus dem
Notfalldienst war er schon längst ausgetreten. Als er mitte-fünfzig war, hatte
er eine neue junge Praxishilfe eingestellt, denn seine langjährige Assistentin
war an einer bösartigen Geschwulst erkrankt und dann nach kurzer
schein-Besserung, bald verstorben. Die neue Praxishilfe war die einzige Angestellte
in dieser ein wenig „angestaubten“ Praxis. Sie war inzwischen auch schon über
vierzig und noch, warum weiss keiner, unverheiratet. Es handelte sich um eine
immer freundliche aber absolut unscheinbare Person, ja sie war weder hübsch
noch hässlich, eben unscheinbar bis zur Unsichtbarkeit. Diese
beiden Personen waren täglich von acht bis zwölf und von zwei bis fünf zusammen
in der Praxis, ausser Donnerstags. Gaston
der Chef ass täglich im selben Restaurant und dies seit er vor fast einem
halben Jahrhundert die Praxis von seinem Onkel übernommen hatte. Der Wirt hatte
mehrmals gewechselt, das Restaurant war, zwar mehrmals erneuert, aber immer
noch als gutes Speiselokal bekannt. Silvie ass entweder im nahegelegenen Park
ihr Mitgebrachtes oder bei schlechtem Wetter im Kaffeehaus um die Ecke. Gaston
war nun schon seit langen Jahren allein, Kinder hatte er keine und seine Frau
war ihm vor vielen Jahren davongelaufen—warum blieb ihr Geheimnis—Gaston
hatte eines Abends als er müde von der
Arbeit nach Hause kam einen Zettel im Korridor auf dem Boden gefunden mit
nur drei Worten „ICH VERLASSE DICH“. Seither hatte er nie mehr etwas von ihr oder
über sie gehört.
Aufhören
zu arbeiten würde Gaston nie, sagte er immer zu Silvie, was sollte ich denn den
lieben langen Tag machen? Silvie lebte
sehr bescheiden, Gaston hatte ganz vergessen ihren schon immer tiefen Lohn an
die Teuerung anzugleichen und Silvie hatte nie den Mut gehabt darum zu bitten.
Auch wusste sie, dass sie keine andere Stelle finden würde, denn sie war, hier
in der Praxis, von Gaston und ihrer Vorgängerin nur angelernt worden, eine
richtige Ausbildung mit Diplom fehlte ihr. Alle Beide hatten nur den jeweils
anderen als Gesprächspartner denn auch Silvie war ganz alleine in ihrem kleinen
möblierten Studio. Seit einigen Jahren war die Klientel immer weniger geworden
sodass oft stundenlang auf den nächsten
Patienten gewartet wurde. Diese Wartezeit wurde zu einem bizarren Beisammensein
zwischen Silvie und Gaston, der immer mal wieder zwischen Ruppigkeit und
Paternalismus hin und her wechselte. Gaston duzte Silvie seit dem ersten Tag, Silvie
nannte ihren Chef immer Herr Doktor, das war beiden äusserst wichtig, so blieb
jeder auf dem ihm zustehenden Platz. Sie lasen die Tageszeitung und
kommentierten vor allen die Todesanzeigen, die sie nach verstorbenen Patienten
durchforschten. Fand sich einer ihrer Patienten auf der „KALTEN SEITE“ wurde
seine Karteikarte sofort von Silvie dem Chef gebracht. Gaston las die Karte
aufmerksam durch, gab einige Kommentare dazu ab und sagte, schief grinsend, zu
Silvie noch eine für die „Vermisstenschublade“. Verstarb ein Patient der die
letzte Rechnung nicht beglichen hatte seufzte Gaston und murmelte vor sich hin
da ist ja nun nichts mehr zu holen. So war das Verhältnis zwischen Gaston und
Silvie wirklich „(K)ein Verhältnis“ ,
obwohl die ganze Nachbarschaft vom Gegenteil überzeugt war.
Dienstag, 26. Mai 2015
Frühlingsgefühle oder La vie est belle!
Das erste Mal
als sie sich gesehen hatten waren beide erst seit einigen Tagen verwitwet. Es
war ein regnerischer kalter Novembertag und das Leben schien beiden nicht mehr
lebenswert. Die Frau von Ernst war nach stoisch ausgehaltenem Leiden—sie litt an ALS
(amyotrophischer Lateralsklerose)—man muss schon sagen, jämmerlich verendet. Ernst war am
Boden zerstör. Erika hingegen trauerte—ja trauerte sie denn wirklich?—um ihren
stets untreuen und nun so plötzlich verstorbenen Ehemann, der im Bett einer
seiner vielen Freundinnen an plötzlichen Herzversagen gestorben war. Erika
hatte seit langem gedacht dass ihr Mann gar kein Herz habe, wurde aber durch
diesen Tod eines besseren belehrt. Ein
starker Windstoss hatte den kleinen Schirm Erikas zerstört und Ernst bot dieser
trauernden noch jugendlichen Frau ganz
im schwarz an, sie unter seinem solideren Schirm zu ihrem Auto am Parkplatz zu
begleiten. Die beiden trafen sich zufällig mehrmals auf dem Friedhof. Das erste Mal an Heilig Abend, dann am elften
Februar. Mit Erstaunen stellten beide fest, dass ihre verschiedenen Ehepartner
beide am selben Tag geboren waren, allerdings nicht im selben Jahr. Ernst war
knapp über fünfzig Erika einige Jahre jünger. Erikas Mann war mehr als zehn
Jahre älter gewesen, Ernsts Frau fast gleich alt wie er. Und nun an diesem
strahlenden Karfreitag begegneten sie sich erneut bei den
nebeneinander liegenden Gräbern, diesmal war Erika frühlingshaft gekleidet, die
Zeiten Jahrelang Trauer zu tragen waren längst vorbei, Ernst sah auch in Jeans
und Hemd sehr gut aus. Da nahm Ernst seinen ganzen Mut zusammen und lud diese
noch junge Leidensgenossin zu einem Kaffee ein. Erfreut nahm Erika deren Name
er ja noch nicht kannte, und die ausgerechnet wie seine verstorbene geliebte
Gattin hiess, an. Im
nahen Tea-Room fand das erste richtige Kennenlernen statt. Es gibt mehr Zufälle
im Leben als man denkt, Ernst hiess auch der verstorbene Mann von Erika. Lange
wurde diskutiert ob dies nun ein gutes oder im Gegenteil ein schlechtes Omen sei. Beide entschieden sich ob nun gutes oder schlechtes Vorzeichen, vorsichtig
mit dieser—wie sie merkten—spriessenden Liebe umzugehen. Die Zeit verging, sie
wurden ein Paar und hatten nur einen Plan, miteinander glücklich zu werden. Für
kurze Zeit ging der Plan auch auf, bis, ja bis, die Beiden eines Abends nach dem
Konzert auf dem, des schönen Wetters wegen zu Fuss gemachten Heimwegs , zu
einem streitenden Paar kamen; sie wollten den Streit schlichten und wurden von
den beiden brutal zusammengeschlagen. Nun lagen sie zusammen in der Klinik,
Ernst hatte das rechte Auge verloren Erika litt an retrograder Amnesie. Das, bei
Sozialamt und Polizei längst bekannte Schlägerpaar soff sich weiterhin, dank
Sozialhilfe auf Kosten der Allgemeinheit durchs Leben.
Montag, 25. Mai 2015
Stipendien
In meiner fast fünfzigjährigen Zeit als Pharma-Vertreter habe
ich sehr viele Ärzte aus ganz unterschiedlichen Ländern, kennen, mögen, aber
auch verachten und manchmal selbst hassen gelernt. Ich arbeitete vor allem in
der französischen Schweiz, dort gibt es zwei Universitäten wo man Medizin studieren
kann und eine Universität—Fribourg-Freiburg—in der die Ausbildung bis zum
Propädeutikum vor den klinischen Semestern angeboten wird. Fribourg zog viele Studenten
aus aller Welt an, wurde dort doch zweisprachig doziert. Aus fast allen
Afrikanischen Länder, sowohl aus
Schwarzafrika wie aus dem Maghreb, aus Haiti und Kuba, aus dem damals
noch vom Schah beherrschten Iran und
Ländern wie Pakistan oder Indien und zum Teil auch aus dem Ostblock
stammten die Studenten, die vom Heimats-Staat unterstützt in der Schweiz
studieren durften mit der Auflage, dann in der Heimat ihr Wissen anzuwenden und
auch weiterzugeben. Kaum einer hielt sich an sein Versprechen und ging zurück,
nein es war ja viel schöner in der Schweiz zu bleiben und als Arzt ein
Luxusleben zu führen, als zurück in die Heimat zu kehren. Die Erklärungen waren
meist: ich gehe doch nicht in diese Diktatur zurück, ich will nicht in einem
kommunistischen Land leben, ich würde dort politisch verfolgt usw. Ich habe nur ein Leben, ich bin auf
egoistische Art mir selbst an nächsten, ich scheisse auf mein Versprechen und
auf meine Heimat, wurde von keinem gesagt, eigentlich komisch! Was besonders
auffiel, war, dass diese (un)Menschen den Kapitalismus in blitzeseile
verinnerlicht haben und oft –aber nicht immer—zu den grössten Abzockern im
Gesundheitswesen gehörten. Jeder Kranken-Kassen Verwalter kann davon ein
Klagelied singen. Ja in den Siebzigerjahren war zum Beispiel im Kanton
Neuchâtel der Teuerste Arzt sechzehnmal teurer als der billigste—und dies im
Durchschnitt pro Fall—.
Sonntag, 24. Mai 2015
Flüchtlinge, Arztdiplom oder wie bei James Bond ? Licence to kill ?
In meiner Eigenschaft als Ärztebesucher habe ich von 1964 bis
2012 viele Flüchtlinge aus den unterschiedlichsten Ländern kennengelernt. Am
Anfang meiner Tätigkeit waren schon mehrere 1956 aus Ungarn geflohene Ärzte in eigenen Praxen tätig. Dann
kamen pseudo-Flüchtlinge zum Beispiel aus Spanien und Portugal—ob sie wirklich
vor der Franco oder Salazar-Diktatur oder aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus
gekommen waren—sei dahingestellt. Dann kam der Prager Frühling, er bescherte
dem Westen erst Ärzte die ein besseres Leben suchten und dann nach dem
Einmarsch der Sowjetischen „Befreier“
viele Flüchtlinge, die zum Teil auf abenteuerliche Art und Weise in den
Westen gekommen waren. Auch die, vor Pinochet geflohenen fanden zum Teil den
Weg in die schöne, ruhige,naive, leicht zu täuschende Schweiz. Viele jener, die vor
den bösen Kommunisten geflohen waren konnten sehr schnell eine Praxis
Bewilligung erlangen; die vor der Rechts-Diktatur davon geflohenen aus
Griechenland oder Chile hatten mehr Mühe solch eine Bewilligung zu ergattern. Da es sich um Flüchtlinge handelte war es unmöglich — auch bei berechtigtem
Verdacht— Auskunft über die Echtheit der Diplome zu bekommen; von
Arbeitsbestätigungen und Zeugnissen ganz zu schweigen. Man musste einfach
glauben was einem da für Märchen aufgetischt wurden. Ich habe viele gute nette
dankbare kompetente Ärzte aus den verschiedensten Herkunftsländern
kennengelernt. Bei anderen hatte ich so meine Zweifel und Vorbehalte –die
komischerweise von vielen Schweizer Ärzten welche mit ihnen zu tun
hatten—geteilt wurden. Ein Problem war auch, dass wir in der Schweiz Praktische
Ärzte in ländlichen Gegenden brauchten und so Spezialisten plötzlich Allgemeine
Medizin machen mussten obwohl sie dazu nicht die nötige Kompetenz mitbrachten. Dies
war auch ein Protektionismus—man wollte keine Konkurrenz ausser dann ,wenn irgendwo
ein Spezialist fehlte— Wenn man sich daran erinnert, dass sogenannte
„Rückwanderer“ das waren Auslandsschweizer
die kurz vor oder während des zweiten Weltkrieges in ihre Heimat, die sichere
Schweiz gekommen waren mit ihren Diplomen nichts anfangen konnten, nein selbst
die Matura musste nachgeholt werden—nur eine Schweizer Matura berechtigte zum
Studium in der Schweiz—und ohne Schweizer Studium kein in der Schweiz gültiges
Diplom! Dies ist keine allgemeine Kritik an Migranten sondern eine Kritik an
dem oft leichtsinnigen, inkompetenten oder
naiven Umgang mit ihnen. Ausserdem sind in unserem Land keine
Mechanismen vorhanden, bekanntermassen schlechte oder gar Patienten-gefährdende Ärzte (auch
Schweizer) zu stoppen. Passiert etwas Gravierendes heisst es oft—alle wussten
es aber nichts ist dagegen unternommen worden— . Ohne die –leider oft
polemischen—Kassensturz oder Beobachter Sendungen würden noch einige
„Kurpfuscher“ weiterhin ungehemmt wüten.
Freitag, 22. Mai 2015
Müde von der Reise nach harter Arbeit .......
In den frühen Neunzigerjahren, ich war erst seit wenigen
Jahren in dieser Firma, war ich zu einem Kongress nach Paris geflogen. Schon am
Flughafen in Zürich traf ich einen meiner Kunden, ich hatte ihn etwa zwanzig
Jahre zuvor kennengelernt. Damals waren wir beide noch sehr jung, er der
Kunde—nennen wir ihn Antoni— war um einiges jünger als ich. Er war damals Assistenzarzt
im ersten Jahr nach seinem Studium, ich arbeitete zu dieser Zeit noch für eine andere
Firma. Gut, Antoni und ich trafen uns in Zürich, checkten zusammen ein und
flogen gemeinsam nebeneinander nach Paris. Da meine Firma das Zimmer von Antoni
reserviert hatte, waren wir im selben Hotel untergebracht. Antoni erzählte, dass
er einen sehr ermüdenden Arbeitstag hinter sich habe und doch recht schlapp sei.
Ich bot ihm an, zusammen, in der Nähe des Hotels, eine Kleinigkeit essen zu gehen.
Auf seine Antwort hin, es sei doch schon spät, sagte ich “ du wir sind in Paris und zehn Uhr ist hier
sicher nicht spät um essen zu gehen. Dass ich recht hatte sahen wir, als wir
bei Scossa am Place Victor Hugo nach einem Tisch fragten. Der Chef bat uns
doch an der Bar zu warten, es würde sicher bald etwas frei. Nach dem zweiten
Glas Champagner etwa um viertel vor elf hatten wir endlich, nicht nur einen
Bärenhunger sondern auch einen Tisch. Das Essen war, wie immer hier, sehr gut
und reichlich. Nach
Mitternacht schlenderten wir die Avenue Victor Hugo entlang unserem Hotel
entgegen, wir hatten alle beide recht viel getrunken, nach dem Apéro-Champagner
zur Vorspeise eine gute Flasche Weisswein und dann eine Flasche Chateau
Palmer, dass zum Kaffee ein Cognac gehört, wenn man schon einmal in Paris ist
versteht sich von selbst. Nun begegneten wir mehreren alleine spazierenden
Damen—wohl eher „Dämchen“—. Diese Damen waren, nicht wie an der Rue Saint-Denis
halb nackt, nein sie waren im Gegenteil recht chic und dezent bekleidet, ja
auffallend Unauffällig! Leicht lallend fragte mich Antoni, sind das …… ja sagte ich, das sind! Das ist aber kaum
glaublich sagte Antoni. Als unser Hotel, zwar
noch ziemlich weit weg, aber doch schon in Sichtweite war, sagte Antoni: ach
bin ich müde, ich freue mich richtig aufs Bett. Im Hotel bat ich ihm noch einen
letzten Absacker in der Hotelbar an, aber Antoni war—zu meiner Erleichterung—zu
müde, ja er sagte er würde sofort ins Bett fallen. Als ich in meinem Zimmer
die Balkontür öffnete und auf den kleinem Balkon heraustrat, sah ich meinem
Antoni wie er schnellen Schrittes in die Richtung aus der wir eben gekommen
waren eilte—sicher um wie er gesagt hatte s o f o r t ins Bett zu fallen.
Dienstag, 19. Mai 2015
Leibeigene auf sehr hohem Niveau
Ähnlichkeit mit
existierenden Personen sind dem Zufall zuzuschreiben
Es war einmal, irgendwo in Europa, oder war es gar in
Amerika, ein Medizinstudent, der aus einem Land –in dem damals ein Diktator
herrschte—kam. Dieser Student wurde krank, irgendwas chronisches, und
unterbrach deshalb auch sein Studium. Daher flossen die Stipendiums-Gelder seines
Heimatlandes nicht mehr und er musste eine andere Ausbildung machen. Er wählte
den Beruf als Pfleger, in dem er nach erfolgreichem Lehrabschluss auch einige
Zeit arbeitete. Immer wieder hatte er Probleme mit seinen Vorgesetzten, den
Ärzten, denn er fühlte sich ja selbst
als Arzt obwohl er sein Studium,
angeblich wegen besagter (vielleicht imaginärer) Krankheit, nie beendet hatte.
Er wusste alles besser als die Ärzte. Dann machte er, fleissig und clever wie
er war, noch eine Ausbildung als Ökonom. Jahre später, er hatte inzwischen das
Land beziehungsweise—sollte es in Amerika gewesen sein—den Staat gewechselt, kaufte
er—mit Geldern aus obskuren Quellen— eine eigene Privatklinik, so nun konnte ER
Ärzte anstellen. Er war, seiner Herkunft sei‘s gedankt ein begnadeter
Geschäftsmann oder doch eher Geschäftemacher? Im Laufe der Zeit übernahm und
eröffnete er, im ganzen Land, mehrere Kliniken und Ambulatorien. Alles zum
Nutzen der Patienten und natürlich auch zu seinem finanziellen Wohlergehen. Einigen seiner Stamm-Ärzte bot er besondere
Konditionen an, ja er erkannte sofort die Schwächen der Menschen und wie er
daraus Nutzen ziehen könnte; starke und profilierte Persönlichkeiten blieben
nie lange bei ihm. Diesen vor allem chirurgisch und geburtshelferisch tätigen
„Kader- Ärzte“ bezahlte er mehr als den anderen; denn damit gewöhnte er sie an
ein Luxusleben und stimulierte sie zum Geldausgeben. Manch einer ging ohne
Argwohn in die Falle und nahm das Angebot für ein fast unbeschränktes, aber vor
Allem zinsloses finanzielles Darlehen freudig an. Mit diesen Geldern wurde eine
überdimensionale Villa, ein Ferienhaus am Meer oder in den Bergen manchmal auch
beides und schnelle schöne Autos erworben. Kam
es in der Folge zu Meinungsverschiedenheiten mit dem ex-Studenten
ex-Krankenpfleger und nun Grossunternehmer sagte dieser schlau lächelnd.
„sobald du mir das Darlehen zurückbezahlt hast bist du frei zu gehen wohin du
möchtest“….. Keiner der ungewollten modernen Sklaven war fähig auch nur einen
Bruchteil des Darlehens zurück zu erstatten. Dass seine eigenen Söhne Medizin studieren mussten ist ja
selbstverständlich, somit war er der Begründer einer „Gesundheitsdynastie“ in
diesem Land geworden.
Abonnieren
Posts (Atom)