Donnerstag, 5. November 2015

Völkerwanderung

oder Angela du bist kein Angelo!
Lasset die Kindlein zu mir kommen ,als Tochter eines Pfarrers wird Angela Merkel sicherlich an diese Geste unseres lieben  Herren Jesus Christus gedacht haben ,als sie vor einiger Zeit die Grenzen nicht nur allen Flüchtlingen und Pseudoflüchtlingen öffnete sondern sie sogar aufforderte zu kommen indem sie—trotz besseren Wissens—sagte: „dasschaffenwirschon“ wir in Deutschlaraffenland ! War es politisches Kalkül oder einfach dumme Unbeholfenheit so der rechtsextremen Szene alle nötigen Argumente zu liefern, um einen Bürgerkriegsähnlichen Zustand provozieren zu können. Nach neuen Berichten werden nun schon Syrer—nur weil sie gerade irgendwo rumstehen —zusammengeschlagen. Dass viele Flüchtlingsunterkünfte zu Mahnfackeln werden ist wohl auch von irgendjemandem gewollt. Man kann Frau Merkel nur empfehlen, statt des Märchenbuchs „Bibel“  Goethes  Zauberlehrling nicht nur zu lesen sondern vor allem zu verinnerlichen!


Dienstag, 3. November 2015

Die Dame im Trauerflor

Es war eine ganz normale Familie bis einer der Brüder eines Tages mit einer neuen, seiner zweiten, Ehefrau ankam. Sie waren zwar noch nicht verheiratet aber Verena war schon hochschwanger. Verena tat zwar alles dafür, aber sie  schaffte es glücklicherweise nicht, die Geschwister gegeneinander aufzuhetzen; und sie tat wirklich alles dafür!! Aus dem einen wurden vier Kinder. Ihre Erziehung war so dass die Familienfeste zum Horrortrip ausarteten .Verenas ständiges Geschrei und ihr gehässiges Benehmen brachte die vier Buben dazu gar nicht mehr zuzuhören. Jahre später starb der Opa. Die Mutter organisierte eine schlichte Abdankungsfeier und bat, statt Blumen und grossem Pomp, einer wohltätigen Organisation zu gedenken. Die geliebte Schwägerin Verena sorgte, wohl absolut gegen ihren Willen, für viel Heiterkeit an der Beerdigung. Wie schaffte sie das? Ja sie kam verschleiert in grosser Trauer mit einem riesigen Grabeskranz, ihre Kinder natürlich auch in schwarzen Anzügen. Selbst der Bruder, ihr Mann, musste mitziehen. Da sie es immer geschafft hatte beim Vater und vor allem  bei der Mutter finanzielle Unterstützung zu erbetteln und zu erhalten, hat wohl der Verstorbene seinen Riesenkranz und die Trauerkleider der sechsköpfigen Familie, selbst bezahlt.

Montag, 2. November 2015

Zehn kleine ja was denn.. Negerlein, Arbeiter/innen ?

Es war einmal, ja so möchte man diese Geschichte beginnen, aber leider ist es nicht in der Vergangenheit, sondern in der Jetztzeit so! Also seien wir ehrlich! eigentlich  könnte es überall passieren. Ja es ist ein mittelgrosses Spital irgendwo in der schönen Schweiz, das hat eine „Abteilung für Bildgebende Diagnostik“ ehemals einfach Röntgenabteilung genannt. In dieser Abteilung, die von den Geräten her top eingerichtet  ist, herrscht seit Jahrzehnten eine Art von Inzucht. Mehrere Chef-Röntgenassistenten folgten in unregelmässigen Abständen dem Urgestein welches etwa 1970 in den zwar unverdienten aber doch sogenannt „wohlverdienten“ Ruhestand ging. Ein Chefchen nach dem anderen verliess die Abteilung, einige davon sicher freiwillig weil sie mehr erreichen wollten als hier möglich war, andere weil sie mussten und hofften in einem andern Job  ihre Inkompetenz verschleiern zu können. Übrig blieben alle die welche aus familiären Gründen in dieser schönen Gegend bleiben wollten oder mussten, denn in dieser Gegend gibt es gar keine andere Wahl, es ist weit und breit keine andere Arbeitsmöglichkeit vorhanden denn das Spital hat das Monopol für Bildgebung!! Fast alle die hier arbeiten sind auch hier ausgebildet worden und es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass alle Lernenden die Prüfung bestehen müssen, dies wird auch den externen Prüfungsabnehmern immer klar gesagt! Dadurch sichert sich die Abteilung genügend—zwar schlechtes, aber williges—Personal. Die meisten der etwa dreissig Röntgenangestellten haben   n i e in einer anderen Abteilung gearbeitet. Der Chef-Röntgenassistent wird immer aus den eigenen Reihen rekrutiert, er muss so charakterlos sein, dass er es allen recht macht. Privilegien waren beziehungsweise sind an der Tagesordnung. Die/der eine macht keinen Nachtdienst weil…Wochenenddienst weil… Hintergrunddienst weil… Rufbereitschaftsdienst weil…  Auch wollen alle zu selben Zeiten in die Ferien weil sie Kinder oder Enkel oder Ehepartner— die nur dann frei bekommen können—haben. Um keinem nein sagen zu müssen hat sich über die Jahrzehnte eine effiziente Praxis etabliert. Statt achtzehn bis zwanzig Stellenprozente wurden durch ständiges Klagen bei den Ärzten und bei der Personalabteilung über dreissig Stellen geschaffen. Dies vertuscht all die Montags und Freitags-Krankheiten die alle alteigesessenen Mitarbeiter regelmässig beanspruchen. Da auch der Chef-Röntgenassistent immer mal wieder  freitags oder/und montags wegen, wahlweise: Magen, Darm, Gelenk Kopf Rücken oder sonstigen meist akut  auftretenden Beschwerden fehlt—nein eigentlich fehlt er nicht weil er ausser schlecht planen nichts tut—toleriert er einfach all die Pseudo? Krankheiten. Sind aber alle da, so steht man sich im Weg vor zu vielen Angestellten und jeder spielt das hier übliche Gesellschaftsspiel so wenig wie nur irgend möglich zu arbeiten; so im Stil „ Kollege macht’s  dann gleich“. Und dann kam die Zeit der Herbstferien. Der Chef und seine Frau—auch Mit(arbeiter?)in der Abteilung, eine der fleissigsten Krankmacherinnen, und acht andere hatten Ferien. Am Montag kamen, von den vierzehn eingeteilten Mitarbeitern leider nur acht, es reichte knapp die Untersuchungen zu bewältigen. Schon am Mittwoch fehlten zehn Personen sodass  Notstand herrschte und die Urlauber angerufen wurden. Alle waren –in Zeiten der mobilen Kommunikation—unerreichbar. Dass der Spitalbetrieb trotz allem ruhig weiterging zeigt wie verzichtbar manche Abteilungen sind.

Freitag, 30. Oktober 2015

Menopause Andropause oder die Ironie des Zusammenlebens

oder  La Vita e Bella   
                                                                                                                                                          
Die Menopause ist eine Periode im Leben jeder Frau in welcher die Periode langsam aufhört. Die Beschwerden die die Periode den Frauen in den letzten dreissig bis vierzig Jahren monatlich, mit depressiver Verstimmung, Schmerzen Übelkeit usw., beschert hat sind nun vorbei, aber jubeln ist verfrüht. Erst müssen die Jahre der Peri-Menopause mit ihren Hitzewallungen, psychischer Labilität ,Angstträumen und allgemeiner Reizbarkeit überwunden werden, ehe dann die Altersdepression in voller Stärke zuschlägt.

Bei den Männern ist es die Midlifecrisis, die sie ohne Sinn und Verstand jungen Frauen nachrennen lässt. Sie sind sich meist auch der Lächerlichkeit, die solches Verhalten birgt, nicht bewusst. Sollte es zu einem Abenteuer kommen hinterlässt es meist einen schalen Geschmack, selbst das Ego profitiert nur marginal davon, denn oft überwiegen die Schuldgefühle ihren Familien und besonders ihren Ehefrauen gegenüber. Kommt es aber zu einem neuen Liebesverhältnis ist nach der Ruptur  mit der Familie der darauffolgende Katzenjammer oft stärker als der Vorteil sich an der Jugendlichkeit seiner neuen Liebsten zu erfreuen, da diese jungen Dinger sich bald langweilen und vor allem scheisslangweilig sind. Und so kommt mancher Mann, bildlich gesprochen, mit dem Schwanz zwischen den Beinen reumütig zurück um dann  auch allmählich   in  seiner Altersdepression zu versinken.

Donnerstag, 29. Oktober 2015

WHO Warnung *Glosse*

Ja nun soll man sogar auf Fleischprodukte verzichten denn vor allem verarbeitetes Fleisch erhöht das Risiko an Krebs zu erkranken und dann auch noch daran zu sterben! Auch Rauchen und Saufen erhöht dieses Risiko um ein X-Faches.
Dabei vergisst die WHO das allergrösste Risiko an Krebs zu erkranken! Dieses Risiko ist das Altwerden, ja, je älter eine Bevölkerung desto höher das Risiko an Krebs zu erkranken. Folglich ist die beste Prävention gegen Krebs, jung zu sterben, also müsste der Selbstmord aktiv propagiert werden.


Mittwoch, 28. Oktober 2015

Solch ein Verlierer

Reiner war schon als Kind der treffende Beweis für die Richtigkeit des Murphy-Gesetzes. Warf er beim Spielen einen Gegenstand, so klirrte irgendwo eine Fensterscheibe. Bei Schneeballschlachten traf er immer einen unbeteiligten Erwachsenen, entweder eine alte Frau oder—was ja viel peinlicher war—einen Lehrer oder gar den vorbeigehenden Pfarrer. Strafe gab’s jedes Mal und da Reiner sehr sensibel war gab’s auch immer Tränen. Schon im ersten Schuljahr hatte er seinen Spitznamen weg, alle nannten ihn Reiner-der-Weiner. Reiner war ein recht guter Schüler, aber er hatte immer panische Angst vor jeder Art von Prüfung, Examen verhaute er  ausnahmslos. An eine höhere Schule war darum nicht zu denken, er machte mit Ach und Krach die Grundschule und die darauffolgende Sekundarschule. Als er dann eine Lehrstelle suchen musste, war er bei den Vorstellungsgesprächen so ungeschickt, dass die meisten potenziellen Lehrmeister nur achselzuckend absagten. Schliesslich nahm ihn eine Supermarktkette in ihrer  Lebensmittel-Abteilung auf. Bei der Arbeit war er einer der besten, warum er diesmal sein Examen nicht verpatzte ist ein undurchdringbares Geheimnis. Obwohl ihm immer wieder peinliche Fauxpas passierten—über die er zu lachen gelernt hatte—wurde er von seinem Chef sehr gefördert, denn er war fleissig und ehrlich. Schon in jungen Jahren wurde ihm in einer Kleinstadt eine kleine Filiale anvertraut und zum Erstaunen aller stieg der Umsatz überdurchschnittlich und die Filiale des ewigen Rivale-Supermarkts verlor einen grossen Teil seiner Kundschaft an den von Reiner geführten Laden. Im Privatleben ging es ihm nicht so gut, er verliebte sich in eine Serviererin die in der nahegelegenen grösseren Stadt, wo Reiner manchmal ins Kino ging, in einer etwas schummrigen Kneipe arbeitete. Erst nach der Hochzeit merkte Reiner wer seine Angetraute wirklich war. Hatte er es nicht gesehen oder wollte er es nicht wahrhaben, dass seine Frau sehr viele sehr enge Bekannte hatte? Die Ehe hielt kaum ein Jahr, die Konsequenz war aber sehr teuer für den, nun wieder weinerlichen Reiner. Er wurde geschieden und regelrecht gerupft. Erst viel später erfuhr Reiner, dass sein eigener Scheidungsanwalt einer der vielen Liebhaber seiner nun Ex-Frau gewesen war. Zu seinem Glück, war er beim Personal—das sich aber oft über ihn lustig machte—sehr beliebt .Es gab kaum Wechsel in der grossen Filiale der er nun vorstand. Reiner verliebte sich aufs Neue, diesmal in eine seiner Mitarbeiterinnen, die viel jünger war als er und die ihre Lehre bei ihm hier in der Filiale gemacht hatte. Weil Reiner überkorrekt war, bat er seine Veronika, doch in eine andere Filiale zu wechseln um mit ihr eine Liebesbeziehung zu beginnen. Veronika sagte ja, ging in den Hauptsitz und wurde—wohl ihrer Schönheit wegen—nach kurzer Zeit die geliebte vom Big Boss! Reiner wurde mal wieder zum Weiner. Viele Jahre später, er war in der Zwischenzeit, mehr schlecht als Recht, verheiratet und Vater vierer Kinder, erfuhr er bei einem Arztbesuch, dass er eine neurologische Erkrankung habe, die mit der Zeit zur Invalidität führen könnte. Keinem sagte er etwas davon, schloss aber eine—für seine Verhältnisse—riesengrosse Lebensversicherung ab. Er übte sich fast drei Jahre lang in Geduld, bisher hatte keiner seine noch diskreten neurologischen Ausfälle bemerkt. Eines Sonntag morgens fuhr er mit seinem Familienauto aus. Das Ziel war eine kleine wenig befahrene Bergstrasse die allgemein als gefährlich gemieden wurde und da stürzte er sich in den Abgrund. Ein Pilzsammler hörte und sah den Absturz, er kletterte sehr mühsam zum zerschellten Auto und fand einen wohl toten Insassen. Die gerufenen Retter stellten fest, dass der Verunfallte noch schwach atmete. Nun folgte  eine sehr schwierige Rettungsaktion. Der vom Unglück oder auch von Murphy verfolgte Reiner wartete nun schon seit Jahren als Tetraplegiker auf das Fortschreiten seiner Multiplen Sklerose.

Montag, 26. Oktober 2015

ÜBER-LEBENSKÜNSTLER ODER SCHLITZOHREN MIT CHARME

Schrullig war dieses Rentnerpaar, sie hiess Hildegard er, ja das war der Seppl .Vor über fünfzig Jahren waren sie zusammen, als junge verliebte vor ihren Familien aus Österreich in die Schweiz geflohen. Geheiratet haben sie nie, das war damals in den Jahren nach dem Krieg im seriösen puritanischen Zürich gar nicht so einfach, denn Konkubinat war noch verboten—obwohl die meisten Polizisten nur auf Klage hin aktiv wurden—Die beiden haben immer irgendwie am Rande der Gesellschaft gelebt. Seppl machte jede Gelegenheitsarbeit, gelernt hatte er nix aber er konnte fast alles anpacken. Hildegard war Serviererin und dies mit Begeisterung. Sie arbeitete in einer alten  Quartiersbeiz und hatte in ihrer Karriere schon vier Wirte erlebt. Zwei davon hatte sie zum Grabe begleitet,einer genoss seine Rente und kam noch täglich in "seine" Beiz. In dieser Beiz wechselte alles ,fast alles, denn Hildegard blieb –ohne jemals krank zu sein—über fünfzig Jahre .Sie war der fixe Punkt für Generationen von Trinkern, immer nett und nie ungeduldig, ausser wenn die Stammgäste es wagten zu bestellen und erst dann sagten sie wären mal wieder „Blank“ ; da wurde Hildegard fuchsteufelswild ,denn sie sagte immerzu—Ebbe im Portemonnaie ist normal, das gibt’s aber Zechprellen geht gar nicht—sowas sagt man vor dem Bestellen!! So hat sich Hildegard ihre Kundschaft im Laufe der Jahre erzogen, es gab kaum Zoff. Die beiden lebten noch immer in einer alten Wohnung im Zentrum der Stadt, es war eine einfache Wohnung, in die junge Leute nie einziehen würden, kein Bad aber in der Küche hatte Seppl eine Art Dusche eingerichtet .Auch jetzt noch mit weit über siebzig Jahren mussten im Herbst die Doppelfenster aus dem Keller geholt und angemacht werden. Sie lebten von Erspartem und je einer kleinen Staatsrente. Eigentlich hätten sie ja Recht auf Sozialleistungen gehabt, waren aber viel zu stolz diese einzufordern. Um günstig zu leben hatten sie viele Strategien entwickelt. Eine Methode günstig einzukaufen war ,im richtigen Moment ,also kurz vor Ladenschluss in die Selbstbedienungsläden zu gehen und die heruntergesetzten Waren zu kaufen, bei Obst und Gemüse die man ja selbst  nehmen und wiegen musste, tippten sie immer das billigste Obst oder Gemüse. Nie merkte es ein Verkäufer an der Kasse, und wären sie aufgeflogen hätten ihre schlechten Augen und ihr hohes Alter als Entschuldigung herhalten müssen. Manchmal, wenn die Lust nach etwas Besonderem zu gross wurde, wanderten die 50% Etiketten von  Heruntergesetzter Wurst auf edlere Stücke wie Kalbsleber oder Rindsfilet, auch das merkte keine der Kassiererinnen dabei hätte man es an dem verschmitzten Grinsen der beiden Alten sehen können dass etwas faul war, aber sie wurden glücklicher Weise  nie erwischt.