Sonntag, 3. April 2016

I N S E R A T E folge

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„Forced Recycling“
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Samstag, 2. April 2016

Macht und Ohnmacht

Er war äusserst Reich und Mächtig und wurde doch in gewissem Masse so Ohnmächtig—in der psychologischen Akzeptanz des Wortes— Ja Arthur hatte alles in die Wiege gelegt bekommen was sich ein Mensch wünschen kann. Er war in eine sehr begüterte Familie hineingeboren worden und mit seinen fünf Geschwistern hatte er eine glückliche Kindheit verbracht, bis, ja bis die Katastrophe eintrat. An Masern erkrankt war er—trotz lautstarkem Protest— als einziger nicht auf die traditionelle Frühjahrs-Skitour  die die Familie jeweils zu Ostern im Hochgebirge unternahm, mitgenommen worden. Eine unerwartete Lawine und Artur stand trotz Masern als einziger Überlebender und naher Verwandte am Grabe seiner ganzen Familie. Grosseltern gab es nicht, nur eine alte ein wenig vertrottelte Tante und viele Freunde und Bekannte standen bei Schneeregen  auf dem kalten Friedhof. Artur war naturgemäss einziger Erbe eines sehr grossen Vermögens, Instruktionen über seine Erziehung—er war gerade mal neun Jahre alt—gab es nicht, darum kümmerten sich Patin und Pate um ihn. Artur hatte Glück, denn die beiden, amtlich zum Vormund ernannten Paten waren ideale Erzieher, sie führten, liessen ihm aber viel Freiheit. Er studierte politische Wissenschaften und frönte seinem Steckenpferd, dem Autosport. Er fuhr Bergrennen mit viel Talent und entsprechendem Erfolg. Beruflich kletterte er in Windeseile die Sprossen der diplomatischen Karriereleiter empor und war schon in jungen Jahren Attaché in irgendeiner, nicht allzu unbedeutenden, Botschaft. Was seine persönlichen Beziehungen betraf, war die Wahl seiner Partnerinnen sehr selektiv und nie wirklich dauerhaft; man kann auch, will man höflich bleiben, sagen ,dass er ein loses Leben führte—weniger fein ausgedrückt—er vögelte sich durchs Leben. Sein zweites Hobby war Musik, klassische Musik und eins seiner ganz grossen Vorbilder war ABM: Arturo Benedetti Michelangeli der grosse italienische Pianist, der sich selbst  humorvoll als ABM bezeichnete. Der war ja auch Autorennen gefahren somit hatte er drei Gemeinsamkeiten mit ihm, den Namen Arthur, die Liebe zur Musik und das Rennautofahren. Sein Lieblings Instrument war jedoch das Cello. Ja das Cello—von einer Frau gespielt—war das Instrument mit der grösstmöglichen erotischen Konnotation. Er durchforschte das Internet nach Konzertprogrammen in denen eine Solo-Cellistin auftrat, abgesehen von wenigen Ausnahmen gefielen ihm einfach alle Cello-Virtuosinnen. Er verfolgte einige davon mit Blumengaben und Einladungen und –wurde die Einladung angenommen—unverhältnismässigen Geschenken. Ja manchmal fand die Angebetete beim Dinner im besten Restaurant der Stadt, ein Schmuckstück unter ihrer Serviette oder eine Originalhandschrift ihres Lieblingskomponisten, Geschenke  die meist zum Erfolg führten. Erfolg im Sinne einer Affäre. Besonders ansprechenden Cellistinnen, die seinem Charme nicht widerstanden hatten schenkte er schon mal ein Schmuckstück aus dem Familienerbe, mit der Auflage es während ihrer Konzerte zur Schau zu stellen. Arthur  lebte glücklich in Erwartung der, nach seinem Gusto überfälligen, Ernennung als Gesandter wenn möglich in eine prestigereichen  Botschaft.                                              Trotz Regens waren viele Zuschauer zu diesem Bergrennen, in welchem  Arthur schon dreimal in Folge als Sieger geehrt worden war, gekommen.In der einfachsten Kurve, die man sehr schnell befahren konnte, hatte ein Auto Öl und Arthur die Beherrschung seines Boliden verloren.                           Seither lebte der Querschnittgelähmte Arthur zurückgezogen in seinem umgebauten Geburtshaus. Seine Läsion war auf der Höhe L1 was ihm erlaubte psychogene Erektionen zu haben und auch zum Orgasmus zu kommen. Und da halfen  ihm sein vieles Geld und die bisher gepflegten Affären mit seinen vergötterten Cellistinnen. Allerdings musste er sich mit den nun langsam älterwerdenden Virtuosinnen begnügen, um an  die neue Generation von talentierten Cellistinnen heranzukommen fehlte ihm nun mal die Mobilität.

Mittwoch, 30. März 2016

Inserat

Budapester Zahnklinik
organisiert Gruppenreisen
aus der Schweiz, Österreich und Deutschland
nach Ungarn.
Unser Zahnersatz liegt sowohl was die Preise als auch die Behandlungsdauer betrifft
weit unter dem Standard
in ihrem Herkunftsland.
Lernen sie in einer Woche die Mitteleuropäische
Flüchtlingsfreie
Hauptstadt
Budapest mit ihren schönen gemütlichen
Zigeuner-Restaurants kennen.
Ausflüge ins Weingebiet am Platensee
sowie freie Kost
(Suppen, Faschiertes und Brei)
während des ganzen Aufenthaltes
sind in unseren
Minipreisen
inbegriffen.

alle üblichen Kreditkarten werden honoriert!!

Dienstag, 29. März 2016

Geheimtipp

Er, Lothar war nun wirklich kein Ge heim typ, nein er blieb immer bis zur Sperrstunde in der Kneipe. Selbst wenn seine Angetraute Emma, mit Zigarette im Mund und auf die Schuhe rutschenden Strümpfen in die Kneipe geschlurft  kam ihren versoffenen Lothar zu holen war es schier unmöglich Lothar nach Hause zu bugsieren. Als Emma ihn  eines Abends anschrie „ geh endlich heim“ antwortete Lothar lallend aber doch recht geistreich „ ich bin kein geh heim Typ“ unter brausendem Applaus und schallendem Hohngelächter rannte Emma aus der Kneipe die sie nie mehr betrat, Lothar hingegen hatte seinen Spitznamen weg!

Montag, 28. März 2016

Behindertenparkplatz. Who cares??

Ostersamstag, der erste schöne warme Tag . Wir sitzen auf einer Terrasse in Malbuisson und geniessen die Sonne und ein Glas  „Vin jaune“ den typischen Wein des Juras. Plötzlich ein lautes Geknatter, drei Bikers mit Beifahrerinnen kommen an und stellen ihre Maschinen auf den recht grossen und klar bezeichneten Behindertenparkplatz. Diese sechs Personen betreten  sehr selbstbewusst  die Terrasse und räumen erst mal die Sessel und den Tisch so zu Recht wie sie es sich wünschen, dann rufen sie ungeduldig nach der  –durch die vielen Gäste leicht überforderten—Serviererin.Sie bestellen Getränke Sandwiches und Eisbecher. Etwas später, die Bikers sind schon am Essen und Trinken, kommt ein Auto mit einem Behindertenzeichen und will auf den Behindertenparkplatz einbiegen. Als er die Motorräder und wohl auch die Biker auf der Terrasse sieht hupt er mehrmals ungehalten. Die drei Männer stehen fluchend auf, man hört deutlich Sätze wie—blöder alter Krüppel, bleiben doch zu Hause—und stellen die Motos aufs Trottoire. Aus dem nun auf dem für „alte Krüppel“ reservierten Parkplatz schwingt sich ein noch sehr  jugendlicher,sportlicher Mittvierziger auf seinen schnittigen Rollstuhl und fährt in den benachbarten Supermarkt. Dem grossen Lachen aller Gäste auf der Terrasse können die Biker nichts abgewinnen, nein sie legen übereilt den der Rechnung entsprechenden Betrag auf den Tisch und fahren überstürzt ab, ohne ihre Konsumation zu  verzehren. Mit Riesenkrach verlassen sie den Ort ihrer—in ihren eigenen Augen wohl—Niederlage. Der Invalide kommt mit seinen Einkäufen aus dem Laden und schwingt sich behände in sein Auto. Er fährt in dieselbe Richtung wie die drei Biker mit ihren Beifahrerinnen. Einige Kurven weiter in einer scharfen, vom Schmelzwasser und Streusplitt rutschigen, Kurve muss der „alte Krüppel“ anhalten, denn die drei Motos liegen ineinander verkeilt neben der Kurve.                                      Er organisiert ,mit Hilfe seines Mobile-Phones ,die Rettung. Als die vier SAMU Krankenwagen in grossem Tempo an der Terrasse vorbeirasen ahnen die Gäste schon, dass da etwas Schlimmes passiert sein musste. Zwei der Beifahrerinnen hatten mehr Glück als Verstand gehabt, sie hatten nur ein Paar Schürfwunden und einen Schock, die drei Biker und  die dritte Mitfahrerin ,durften, nach ihren vielen Operationen und monatelanger REHA ,nun ihre Invalidengerechte Fahrzeuge  ganz legal auf Behindertenparkplätzen abstellen.

Sonntag, 27. März 2016

Ostern

Im Frühling eilen Hasen übern Rasen
daneben Lämmer  an dem Bache grasen.
Bezopfte Mädchen gucken zu und träumen
Von Schokolade-Eiern unter Osterbäumen.
Der Mädchen Väter sehen die Idylle
Und sagen sich wenn ich dies Lämmlein kille
Als Osteropfer ist’s nicht Gottes Wille?
Am Ostersonntag tönt nach langer Glocken-Pause
Der frohe  Glockenklang  in jedem Hause .
Das kleine Mädchen denkt noch an die Häschen
Und rümpft beim Osterlammgeruch das Näschen.
Die Schafe stehen trauernd auf der Wiese
und im Gebüsch bläst eine kalte Bise.
Die Rammler tun wozu sie sind erschaffen
dumm steht ein Knabe da nur um zu gaffen.


Samstag, 26. März 2016

Inserate

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Priester Pfarrer/innen Schamanen Mullahs
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