Samstag, 29. Juli 2017

Urlaubsfolgen

Gerade jetzt in der Urlaubszeit passiert es  sicher recht oft, dass Männlein und Weiblein voller Hoffnung in die wohlverdienten Ferien reisen.
Da den Statistiken zufolge jede zweite Ehe—und sicherlich auch mindestens  jede zweite Beziehung—mit Trennung endet, reisen sehr viele Singles mit entsprechend hohen Erwartungen irgendwohin. Je nach Charakter packen sie, entweder eine rosa Brille  ein, damit der Urlaub auch schön wird oder sie gefallen sich in Skepsis allen Mitmenschen gegenüber. Lassen wir doch für dies Mal die Skeptiker in ihrem Misstrauen schmoren, sie sind nicht so Interessant.
Aber die mit rosa Brille sind meist recht amüsant zu beobachten.
Man hat sich ja schon beim Frühstück begutachtet und eine Vorauswahl getroffen, dann am Pool stellt man sich ins gute Licht oder nähert sich an. Die rosa Brille—die ja Erfolg verspricht—fest auf der Nase. Wie schnell man sich kennenlernt liegt nicht nur an der rosa Brille sondern auch am jeweiligen Erfahrungsschatz der implizierten Protagonisten. Spätestens nach dem Abend-Essen, das jeder Single noch alleine einnimmt, kommt man sich in der Bar, dank kitschiger Tanzmusik, sicherlich bald näher.
Ein Wort gibt das andere, ein Glas folgt aufs andere, die vorbereiteten geschönten Lebensgeschichten werden ausgetauscht und der Abend endet je nach innerer Einstellung, dank der rosa Brille meist im Bett oder im Sand am Strand. Ab dem nächsten Morgen sieht man viele neugeformte Paare an den bisher einzelbesetzten Tischen. Nach ein, zwei oder gar drei Wochen ist meist der Urlaub vorbei und die Realität schlägt rücksichtslos zu.
Als krankhafter Optimist glaube ich, dass wenigstens ein, wenn auch kleiner, Prozentsatz, der neugeknüpften Beziehungen den ersten Herbststürme standhält.
Aber als standhafter Realist weiss ich, dass die rosa Brille sich im Nu beschlägt sobald der Alltag zuschlägt!
Aus dem charmanten und so stimulierenden Schwips der zu unerwarteten sexuellen Höheflügen geführt hatte wird schnell ein nicht tolerierbares Saufverhalten und damit ein absoluter Sexkiller. Die süssen Fettröllchen werden zum ekligen Schmerbauch, der prächtige geile Hintern wird zum Fettarsch.
Die ehemals am Strand gern gehörten lustigen Anekdoten werden zu blöden selbstbeweihräuchernden Wiederholungen.
Nun hat die rosa Brille so viele Kratzer das eine klare Sicht nur noch ohne Brille möglich ist und eine klare Sicht führt unvermeidbar zur Trennung; aber der nächste Urlaub und die nächste Begegnung steht ja bald an und dank der famosen rosa Brille wird‘s nächstes Mal bestimmt viel besser.


Freitag, 28. Juli 2017

Naives Erstaunen

All die Politiker die Erstaunen heucheln, ob der illiciten  kartellähnlichen Absprachen der Auto—aber auch anderer—Industrien, sind entweder naiv oder sie lügen einfach mal wieder. Ich glaube, dass eher die Verdrehung der Wahrheit spielt.
Jeder einigermassen denkende Mensch weiss, dass es Absprachen und unerlaubte Preisbindungen gibt. Übrigens der Staat macht es ja vor: Posttarife, Fahrkarten, Stempelgebühren, Notariatskosten und Tarife etc. alles REGLEMENTIERT.          
Ja bis vor wenigen Jahren waren selbst die Medikamentenpreise Reglementiert und wehe dem Apotheker der auf diese Preise Rabatte gewährt hätte.
Dass die Kaffeehäuser und Restaurants einer Region zum Beispiel den Kaffee und Tee zum selben Preis verkaufen ! ist das etwa keine Absprache?
Auch Tankstellen, mindestens diejenigen mit einem bekannten Label wie BP AVIA SCHELL TAMOIL etc. haben in einer gegebenen Gegend alle dieselben Preise!
Wehe der Prostituierten welche ihre Dienstleistungen unter dem, auf dem Strassenstrich üblichen Preis anbietet, beim ersten Mal kommt sie mit zwei blauen Augen davon beim zweiten Mal wird sie dann meist aus einem Kanal gefischt.
Und die Lohnverhandlungen und die Gesamtarbeitsverträge sind das etwa keine Absprachen?
Jeder Politiker weiss doch, dass Bauunternehmer sich absprechen und nicht unterbieten, viele davon profitieren auf die eine oder andere Art von diesen künstlich hochgehaltenen Preisen—natürlich nicht bei uns sondern nur in Drittweltländern wo die Korruption ja endemisch ist—!!!!!!!!!
Dass ganz plötzlich einige Industriebosse sich selbst und dadurch auch die mit ihnen unter einer (schmutzigen) Decke steckenden Mitbewerber anzeigen zeigt den feinen Sinn für Humor den diese Saubermänner haben.
Also  warum dieser heuchlerische indignierte Aufschrei nun—nicht nur aber vor allem— in Deutschland?? ja warum? Ach fast hätte ich es vergessen im Herbst sind ja WAHLEN und jeder will noch schnell zum Saubermann/frau werden, man sucht sich eine neue Virginität.



Donnerstag, 27. Juli 2017

Kopfstand

Nach dem Abhören der Welt-news mit den puerilen gegenseitigen Bedrohungen der Politclowns, kam mir mal wieder eine Erleuchtung.

Da man weiss, dass in vielen Staaten das Staatsoberhaupt ein richtiges Arschloch ist—ich werde diesen Politikern nicht die Ehre erweisen sie namentlich aufzuzählen, die Liste wäre auch zu lang und die Vergessenen  würden sich unnötig freuen—frage ich mich, warum diese (un)Menschen nicht auf den Händen laufen damit das Arschloch wirklich allen sichtbar ganz oben ist. Auch müsste das Sprichwort „Wenn ein Fisch stinkt fängt‘s immer am Kopf an“ umgeschrieben werden!

Mittwoch, 26. Juli 2017

Tiere und Menschen oder Menschliches allzu Tierisches

Neulich als mich nachts das laute Liebesgeschrei streunender Katzen aus dem Schlaf aufschrecken liess, hatte ich plötzlich eine Eingebung.
Und als ich von der Terrasse nach den fauchenden Biestern sah, erkannte ich den alten abgemagerten nur noch mühsam laufenden Kater aus der Nachbarschaft, der alle anderen Kater verjagt hatte und sich lautstark um die Katzen kümmerte.
Wie fragte ich mich, können die jungen Kätzchen einem so alten, ja fast schon greisen Kater den Vorzug vor den jungen Mitbewerbern geben?
Ja es scheint, dass—im Unterschied zu uns Menschen—bei den Tieren ganz andere Kriterien zur Anwendung kommen. Tiere stören sich eben nicht an den sichtbaren Altersstigmata nein andere Reize wirken die wir dummen Menschen nicht “riechen“ können.
Ja wir Menschen sehen bei unseren  Mitmenschen und auch Partnern die Alterung voranschreiten. Dicker Bauch, schlaffer oder dicker werdender Hintern, Hängebusen, Krümmung der Gliedmassen, Krampfadern Zellulite, Säufernase, Zahnfäule, verminderte Libido oder nicht passende Gebisse und was die Natur uns noch so als „Geschenk des Alters“ gegeben haben mag.
Zum Glück gibt es diese undefinierbaren Gefühle die man gemeinhin mit Liebe, Zuneigung, Gewohnheit oder gar  Schicksalsergebenheit also Fatalismus bezeichnet um uns für den Partner oder die Partnerin trotzdem  noch attraktiv zu machen oder im umgekehrten Sinn attraktiv zu bleiben.
Sicherlich ist es einfacher die gegenseitigen Veränderungen zu akzeptieren als sich in einem fortgeschrittenen Alter einen neuen Partner/in mit schon sehr deutlichen körperlichen Zeichen des nahenden Greisentums anzulachen.


Dienstag, 25. Juli 2017

Lebensgefahr

In den meisten mir bekannten Sprachen spricht man bei Verletzten oder Schwerkranken von Todesgefahr( Ital. PERICOLO DI MORTE, Franz .DANGER DE MORT Engl. MORTAL DANGER  Span.  PELIGRO DE MUERTE. Nur auf Deutsch spricht man von Lebensgefahr. Nun frage ich mich ist das Leben in deutschsprachigen Ländern so gefährlich dass es eigentlich besser wäre tot zu sein?


Montag, 24. Juli 2017

Kunstliebende Studentinnen!!!

Folge der Soap vom 11.5.2016

Manuel war seit einem guten Jahr mehrmals in Kolumbien gewesen, das Klima passt ihm und die Studentinnen sind ja so süss. Da er seine Reiseerlebnisse, je nach Zuhörer, oft sehr explizit schildert, haben ihn einige seiner Freunde gebeten, für sie eine Entdeckungsreise nach Kolumbien zu organisieren. Es wurde für alle eine „erholsame, entspannende“ Reise. Mehrere der verheirateten Freunde litten, vor allem während der Abend und Nachtstunden an plötzlich auftretender partieller Amnesie! Ja sobald sie in einer Bar oder in einem Tanzlokal waren vergassen sie, dass sie eine Ehefrau zuhause zurückgelassen hatten. Dass in diesen Lokalen viele blutjunge Studentinnen ihre Abende verbrachten und sich auch meist die Nacht—in Begleitung der Sugar-Daddys— um die süssen kleinen Ohren schlugen sei nur nebenher erwähnt. Es kam wie es kommen musste, nicht nur Manuel auch sein Freund Denis verliebten sich unsterblich in ihre Studentinnen. Schon wenige Wochen später fand die nächste Reise statt, diesmal nur mit Denis. Die beiden Studentinnen—mit denen man ja täglich Whats App ausgetauscht hatte—unterbrachen ihr Studium und warteten am Flughafen! (wohl aus Angst, ihre Sugar-Daddys könnten auf dem Weg ins Hotel anderen Studentinnen begegnen.) Es waren wieder unvergessliche Tage. Schon auf dem Rückflug reifte in den verknallten Köpfen von Manuel und Denis eine Idee. Wir lassen die beiden zu uns in die Schweiz kommen. Da Manuel keine, Denis hingegen eine, EHEFRAU hatte war klar, dass die beiden Studentinnen bei Manuel wohnen mussten. Denis versuchte seine Gattin in der kritischen Zeit in den Urlaub zu den Enkelkindern zu schicken aber die Enkel waren schon in einem Ferienkamp angemeldet. Also musste eine ganze Reihe von Ausreden erfunden werden. Die Studentinnen kamen, Manuel holte sie am Flughafen in Genf ab denn Denis konnte keine plausible Ausrede finden um sich frei zu nehmen. Trotzdem waren die drei Wochen himmlisch und sehr sehr ermüdend für Geist und Lenden. Ausser „Kuscheln“ war Shoppen die Lieblingsbeschäftigung der Studentinnen. Zur Abreise konnte sich Denis frei machen und so standen alle vier am Flughafen in Genf. Nach dem tränenreichen Abschied fuhren die zwei Freunde zurück zu Manuel, wo Denis sein Auto stehen hatte. Bei einem Glas Wein schwelgte man in süssen Erinnerungen. Als Manuel später das „Mädchenzimmer“ betrat um aufzuräumen traute er seinen Augen nicht. Unter den ungemachten Betten fand er all die Geschenke und Spielsachen, die er und Denis für die Kinder der Studentinnen—ja sie waren studierende junge Mütter— gekauft hatten, einfach dagelassen. Nun wurde Manuel aktiv, er ging in sein Zimmer und kontrollierte seine Schränke und Kommoden; viel war nicht zu kontrollieren, alles was Wert hatte war weg: die Uhren, auch die von seinem verstorbenen  Vater geerbte goldene Patek Phillippe welche etwa 200'000. —Franken wert war! einfach weg. Die geerbte Goldmünzensammlung war auch verschwunden Kreditkarten, Bargeld Kunstobjekte alles einfach alles war weg. Wenigstens wusste Manuel nun warum das Handgepäck von den Studentinnen nie aus der Hand gegeben und im Auto auf den Knien gehalten worden war! Komischerweise gab es die Telefonnummern der beiden—ach so süssen—Studentinnen nicht mehr, nur vom Band kam „diese Nummer ist nicht mehr in Betrieb“
Und so kamen die präkolumbischen Kunstschätze sowie die Goldmünzen aus Amerika zurück in ihren Ursprungskontinent.


Sonntag, 23. Juli 2017

Suchtverhalten

Eine Studie zum Suchtverhalten der Familien—im Besonderen auf den Alkoholkonsum ausgerichtet—kommt zu ganz neuen Erkenntnissen.
Die Universitäten von Cognac und Grappa, in Zusammenarbeit mit der „Guinness-Stiftung zum verantwortungsvollen Umgang mit Getränken“ ist nach jahrelangen Beobachtungen von Familien in mehreren Europäischen Ländern zum Schluss gekommen, dass in den Haushalten wo mehr leere Flaschen aus dem Haus als volle ins Haus getragen werden eine Tendenz zum Alkohol-Abusus bestehen könnte.