Freitag, 30. Oktober 2015

Menopause Andropause oder die Ironie des Zusammenlebens

oder  La Vita e Bella   
                                                                                                                                                          
Die Menopause ist eine Periode im Leben jeder Frau in welcher die Periode langsam aufhört. Die Beschwerden die die Periode den Frauen in den letzten dreissig bis vierzig Jahren monatlich, mit depressiver Verstimmung, Schmerzen Übelkeit usw., beschert hat sind nun vorbei, aber jubeln ist verfrüht. Erst müssen die Jahre der Peri-Menopause mit ihren Hitzewallungen, psychischer Labilität ,Angstträumen und allgemeiner Reizbarkeit überwunden werden, ehe dann die Altersdepression in voller Stärke zuschlägt.

Bei den Männern ist es die Midlifecrisis, die sie ohne Sinn und Verstand jungen Frauen nachrennen lässt. Sie sind sich meist auch der Lächerlichkeit, die solches Verhalten birgt, nicht bewusst. Sollte es zu einem Abenteuer kommen hinterlässt es meist einen schalen Geschmack, selbst das Ego profitiert nur marginal davon, denn oft überwiegen die Schuldgefühle ihren Familien und besonders ihren Ehefrauen gegenüber. Kommt es aber zu einem neuen Liebesverhältnis ist nach der Ruptur  mit der Familie der darauffolgende Katzenjammer oft stärker als der Vorteil sich an der Jugendlichkeit seiner neuen Liebsten zu erfreuen, da diese jungen Dinger sich bald langweilen und vor allem scheisslangweilig sind. Und so kommt mancher Mann, bildlich gesprochen, mit dem Schwanz zwischen den Beinen reumütig zurück um dann  auch allmählich   in  seiner Altersdepression zu versinken.

Donnerstag, 29. Oktober 2015

WHO Warnung *Glosse*

Ja nun soll man sogar auf Fleischprodukte verzichten denn vor allem verarbeitetes Fleisch erhöht das Risiko an Krebs zu erkranken und dann auch noch daran zu sterben! Auch Rauchen und Saufen erhöht dieses Risiko um ein X-Faches.
Dabei vergisst die WHO das allergrösste Risiko an Krebs zu erkranken! Dieses Risiko ist das Altwerden, ja, je älter eine Bevölkerung desto höher das Risiko an Krebs zu erkranken. Folglich ist die beste Prävention gegen Krebs, jung zu sterben, also müsste der Selbstmord aktiv propagiert werden.


Mittwoch, 28. Oktober 2015

Solch ein Verlierer

Reiner war schon als Kind der treffende Beweis für die Richtigkeit des Murphy-Gesetzes. Warf er beim Spielen einen Gegenstand, so klirrte irgendwo eine Fensterscheibe. Bei Schneeballschlachten traf er immer einen unbeteiligten Erwachsenen, entweder eine alte Frau oder—was ja viel peinlicher war—einen Lehrer oder gar den vorbeigehenden Pfarrer. Strafe gab’s jedes Mal und da Reiner sehr sensibel war gab’s auch immer Tränen. Schon im ersten Schuljahr hatte er seinen Spitznamen weg, alle nannten ihn Reiner-der-Weiner. Reiner war ein recht guter Schüler, aber er hatte immer panische Angst vor jeder Art von Prüfung, Examen verhaute er  ausnahmslos. An eine höhere Schule war darum nicht zu denken, er machte mit Ach und Krach die Grundschule und die darauffolgende Sekundarschule. Als er dann eine Lehrstelle suchen musste, war er bei den Vorstellungsgesprächen so ungeschickt, dass die meisten potenziellen Lehrmeister nur achselzuckend absagten. Schliesslich nahm ihn eine Supermarktkette in ihrer  Lebensmittel-Abteilung auf. Bei der Arbeit war er einer der besten, warum er diesmal sein Examen nicht verpatzte ist ein undurchdringbares Geheimnis. Obwohl ihm immer wieder peinliche Fauxpas passierten—über die er zu lachen gelernt hatte—wurde er von seinem Chef sehr gefördert, denn er war fleissig und ehrlich. Schon in jungen Jahren wurde ihm in einer Kleinstadt eine kleine Filiale anvertraut und zum Erstaunen aller stieg der Umsatz überdurchschnittlich und die Filiale des ewigen Rivale-Supermarkts verlor einen grossen Teil seiner Kundschaft an den von Reiner geführten Laden. Im Privatleben ging es ihm nicht so gut, er verliebte sich in eine Serviererin die in der nahegelegenen grösseren Stadt, wo Reiner manchmal ins Kino ging, in einer etwas schummrigen Kneipe arbeitete. Erst nach der Hochzeit merkte Reiner wer seine Angetraute wirklich war. Hatte er es nicht gesehen oder wollte er es nicht wahrhaben, dass seine Frau sehr viele sehr enge Bekannte hatte? Die Ehe hielt kaum ein Jahr, die Konsequenz war aber sehr teuer für den, nun wieder weinerlichen Reiner. Er wurde geschieden und regelrecht gerupft. Erst viel später erfuhr Reiner, dass sein eigener Scheidungsanwalt einer der vielen Liebhaber seiner nun Ex-Frau gewesen war. Zu seinem Glück, war er beim Personal—das sich aber oft über ihn lustig machte—sehr beliebt .Es gab kaum Wechsel in der grossen Filiale der er nun vorstand. Reiner verliebte sich aufs Neue, diesmal in eine seiner Mitarbeiterinnen, die viel jünger war als er und die ihre Lehre bei ihm hier in der Filiale gemacht hatte. Weil Reiner überkorrekt war, bat er seine Veronika, doch in eine andere Filiale zu wechseln um mit ihr eine Liebesbeziehung zu beginnen. Veronika sagte ja, ging in den Hauptsitz und wurde—wohl ihrer Schönheit wegen—nach kurzer Zeit die geliebte vom Big Boss! Reiner wurde mal wieder zum Weiner. Viele Jahre später, er war in der Zwischenzeit, mehr schlecht als Recht, verheiratet und Vater vierer Kinder, erfuhr er bei einem Arztbesuch, dass er eine neurologische Erkrankung habe, die mit der Zeit zur Invalidität führen könnte. Keinem sagte er etwas davon, schloss aber eine—für seine Verhältnisse—riesengrosse Lebensversicherung ab. Er übte sich fast drei Jahre lang in Geduld, bisher hatte keiner seine noch diskreten neurologischen Ausfälle bemerkt. Eines Sonntag morgens fuhr er mit seinem Familienauto aus. Das Ziel war eine kleine wenig befahrene Bergstrasse die allgemein als gefährlich gemieden wurde und da stürzte er sich in den Abgrund. Ein Pilzsammler hörte und sah den Absturz, er kletterte sehr mühsam zum zerschellten Auto und fand einen wohl toten Insassen. Die gerufenen Retter stellten fest, dass der Verunfallte noch schwach atmete. Nun folgte  eine sehr schwierige Rettungsaktion. Der vom Unglück oder auch von Murphy verfolgte Reiner wartete nun schon seit Jahren als Tetraplegiker auf das Fortschreiten seiner Multiplen Sklerose.

Montag, 26. Oktober 2015

ÜBER-LEBENSKÜNSTLER ODER SCHLITZOHREN MIT CHARME

Schrullig war dieses Rentnerpaar, sie hiess Hildegard er, ja das war der Seppl .Vor über fünfzig Jahren waren sie zusammen, als junge verliebte vor ihren Familien aus Österreich in die Schweiz geflohen. Geheiratet haben sie nie, das war damals in den Jahren nach dem Krieg im seriösen puritanischen Zürich gar nicht so einfach, denn Konkubinat war noch verboten—obwohl die meisten Polizisten nur auf Klage hin aktiv wurden—Die beiden haben immer irgendwie am Rande der Gesellschaft gelebt. Seppl machte jede Gelegenheitsarbeit, gelernt hatte er nix aber er konnte fast alles anpacken. Hildegard war Serviererin und dies mit Begeisterung. Sie arbeitete in einer alten  Quartiersbeiz und hatte in ihrer Karriere schon vier Wirte erlebt. Zwei davon hatte sie zum Grabe begleitet,einer genoss seine Rente und kam noch täglich in "seine" Beiz. In dieser Beiz wechselte alles ,fast alles, denn Hildegard blieb –ohne jemals krank zu sein—über fünfzig Jahre .Sie war der fixe Punkt für Generationen von Trinkern, immer nett und nie ungeduldig, ausser wenn die Stammgäste es wagten zu bestellen und erst dann sagten sie wären mal wieder „Blank“ ; da wurde Hildegard fuchsteufelswild ,denn sie sagte immerzu—Ebbe im Portemonnaie ist normal, das gibt’s aber Zechprellen geht gar nicht—sowas sagt man vor dem Bestellen!! So hat sich Hildegard ihre Kundschaft im Laufe der Jahre erzogen, es gab kaum Zoff. Die beiden lebten noch immer in einer alten Wohnung im Zentrum der Stadt, es war eine einfache Wohnung, in die junge Leute nie einziehen würden, kein Bad aber in der Küche hatte Seppl eine Art Dusche eingerichtet .Auch jetzt noch mit weit über siebzig Jahren mussten im Herbst die Doppelfenster aus dem Keller geholt und angemacht werden. Sie lebten von Erspartem und je einer kleinen Staatsrente. Eigentlich hätten sie ja Recht auf Sozialleistungen gehabt, waren aber viel zu stolz diese einzufordern. Um günstig zu leben hatten sie viele Strategien entwickelt. Eine Methode günstig einzukaufen war ,im richtigen Moment ,also kurz vor Ladenschluss in die Selbstbedienungsläden zu gehen und die heruntergesetzten Waren zu kaufen, bei Obst und Gemüse die man ja selbst  nehmen und wiegen musste, tippten sie immer das billigste Obst oder Gemüse. Nie merkte es ein Verkäufer an der Kasse, und wären sie aufgeflogen hätten ihre schlechten Augen und ihr hohes Alter als Entschuldigung herhalten müssen. Manchmal, wenn die Lust nach etwas Besonderem zu gross wurde, wanderten die 50% Etiketten von  Heruntergesetzter Wurst auf edlere Stücke wie Kalbsleber oder Rindsfilet, auch das merkte keine der Kassiererinnen dabei hätte man es an dem verschmitzten Grinsen der beiden Alten sehen können dass etwas faul war, aber sie wurden glücklicher Weise  nie erwischt.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Arbeitszeugnis

Wenn ein guter oder sogar sehr guter Mitarbeiter auf eigenen Willen hin eine Firma verlässt, weil er merkt, dass er dort seinem Beruf nicht so nachgehen kann wie es eigentlich Standard wäre, wird er in der Kündigungszeit oft schlecht behandelt. Das geht von beleidigender Willkür bis zu offener Feindseligkeit. Überzeitkompensation  und Restferien werden als  pure Schikane nicht am Ende gewährt sondern vom frustrierten Chefchen  bestimmt. Vorwürfe wie: jetzt wo du eingearbeitet bist und anfängst effizient arbeiten zu können gehst du, wo bleibt denn da die Dankbarkeit? und vieles mehr.                                                       Auch verwandelt sich so manches Rachearbeitszeugnis zum ARMUTSZEUGNIS  für die verlassene Firma.                           Wäre es besser gewesen seine Arbeitsweise zu ändern und  sich auf das tiefere und schlechtere Niveau herabzulassen? Nein man ist ja nur sich selbst etwas schuldig!

Samstag, 24. Oktober 2015

Idee für ein Start-Up Unternehmen

Man müsste eine Firma gründen die Tennisbälle auf Bestellung mit Gesichtsaufdruck herstellt. Wie schön wäre es mit aller Kraft auf unliebsame Politiker, Nachbarn, Chefs, Lehrer, Polizisten, Briefträger, Rivalen, Konkurrenten Ex-Geliebte/Liebhaber und sonstige verhasste Mitmenschen, auf schweisstreibende Art, loszuschlagen.

Freitag, 23. Oktober 2015

Schiffsbrüchige

Stellen wir uns mal vor, ein Schiff gerät in Seenot und alle Passagiere werden auf einen grossen Frachter gerettet. Auf dem Frachter ist für alle genügend Platz zum Schlafen und die Kombüse liefert, zwar einfaches deftiges aber gutes gesundes, Essen und dies drei Mal am Tag. Bei den Passagieren handelt es sich um eine bunt gemischte Gesellschaft, Familien mit und ohne Kinder, Omas, Opas, Alleinreisende Kinder und Jugendliche aber vor allem junge gesunde Männer die alle wohlbehalten an Bord genommen wurden. Die Traumreise ist‘s zwar nicht aber alle sind in Sicherheit. Da fährt ein Luxusliner auf sie zu und alle springen ins, zum Glück warme, Meer, nachdem sie vorsichtshalber die Schwimmwesten—die für die Crew bestimmt waren—angezogen haben. Sie fuchteln wie wildgeworden mit den Armen und rufen um Hilfe—nein sie fordern sofortige Rettung—! Alle werden gerettet, nur eine Oma stirbt an  Herzversagen. Und dann liest man in der naiven Presse: Hunderte von in Seenot geratenen werden von Luxusliner geborgen und verlangen von den Passagieren zusammenzurücken damit auch jeder der durchnässten menschenwürdig untergebracht werden kann. Einige Passagiere wollen keine dieser armen Schiffbrüchigen in ihren Luxuskabinen aufnehmen ! sagt die empörte Reporterin einer  staatlichen Fernsehanstalt, auch betont sie das mehrere –wegen Hungerstreik beinahe verhungerte—meutern müssen, weil nicht nach ihren Gewohnheiten/Religionsvorschriften gekocht wird. Das diese Schiffsbrüchigen von einem sicheren rettenden Frachter kommen sagt die ach so gute liebe  Reporterin natürlich nicht. Irgendwie erinnert mich diese Geschichte an irgendetwas………….