Mittwoch, 5. Juli 2017

Dumme sarkastische Fragen

Tempora mutantur, nos et mutamur in illislateinisch für „Die Zeiten ändern sich, und wir ändern uns in ihnen“, ist ein Hexameter, der seit dem 16. Jahrhundert als Sprichwort belegt ist. Er geht auf den Vers tempora labuntur tacitisque senescimus annis... („Die Zeiten gleiten dahin und in stillen Jahren altern wir...“) aus Ovids Fasti zurück. Aus Wikipedia 



Noch vor wenigen Jahrzehnten hätte ich sicherlich eine Rüge oder eher eine schallende Backpfeife gekriegt wenn ich bei Tisch etwas als „Geil“ bezeichnet hätte. Es war die Zeit, als in den einschlägigen Fachbüchern für Psychiatrie  Homosexualität noch als Perversion eingestuft war, die man heilen musste. Wie vielen Schwulen wurde, sei‘s von der Familie oder gar vom Staat, eine solch eine Therapie aufgezwungen?
Bei den alten Griechen und Römern war die „Knabenliebe“ usuell und galt damals als Norm, pervers war nach Literaten wie Lukian und anderen wer an und mit seinem Knaben auch nach der Pubertät noch sexuelle Erfüllung suchte.
Heute gilt ganz allgemein—in unserer westlichen Kultur versteht sich—jeder Mensch hat das Recht seine Sexualität nach seinem Gusto auszuleben.
In immer mehr Staaten wird die gleichgeschlechtliche Ehe eingeführt. <ich persönlich würde es vorziehen die Ehe würde ganz abgeschafft>
Im Wandel der Zeit müsste die Ehe von den immer weniger wahrgenommenen religiösen Banden abgekoppelt werden.
Nur noch der juristische Vertrag der registrierten Partnerschaft sollte Gültigkeit haben und das Erbrecht bestimmen.
Aber zurück zum Thema.
Wenn nun jedes Individuum das Recht auf eine erfüllte VITA SEXUALIS haben soll, frage ich mich wie das bei Lustmördern, Pädophilen, Sadisten oder Masochisten zu handhaben sei? Aberkennt der Staat diesen Mitmenschen das Recht auf ein erfülltes befriedigendes Sexualleben? Werden unsere Nachkommen anders denken und wird zum Beispiel Pädophilie und Inzest in einigen Jahr-hunderten oder tausenden zur neuen Norm?
Ob nun auch Lustmörder je akzeptiert werden möchte ich allerdings bezweifeln!





Dienstag, 4. Juli 2017

Herr Pes oder Herpes

Sie hiess Bela. Ihren Namen hatte sie immer gehasst, denn sie war sich, als kluge Frau, schon seit ihrer Pubertät absolut bewusst, dass sie hässlich war. Und sie war wirklich hässlich. Als ich sie kennenlernte war sie eine nicht mehr ganz junge Assistenzärztin.
Ja sie hatte erst mal als Sekretärin gearbeitet weil sie zu schüchtern war nach der Matura ein Medizinstudium zu beginnen. Da sie schon recht gut Italienisch konnte suchte und fand sie eine Arbeit in Florenz. Ihr Chef war ein Neurochirurge der in verschiedenen Spitälern der Provinz konsiliarische Sprechstunden abhielt und wenn es indiziert war auch gleich operierte. Bald schon merkte der Chef, dass sie intelligent und sehr interessiert war. Sie wurde quasi zu seiner Assistentin, bis er sie förmlich zwang nun endlich ihr Medizinstudium zu machen.
Nach Jahren war sie dann Fachärztin für Rheumatische Erkrankungen.
Als es darum ging, in eine Gruppenpraxis eizutreten fragte sie einer von den Kollegen anlässlich eines Gruppengesprächs mit allen Kollegen, ob sie denn nicht heiraten werde? Ihrer selbstzynische Antwort „haben sie meine hässliche Fresse nicht bemerkt“ * folgte ein betretenes Schweigen.
Jahre später, Bela war nun mitte fünfzig, lud ich sie zu einem Nachtessen in einer Landkneipe ein. Wir sahen uns ab und zu auch ganz privat, es war immer spannend sich mit ihr zu  unterhalten. Bela war eine begeisterte Bergsteigerin und bevorzugte Länder wie Norwegen und Schottland, weil dort die Menschen ihr mehr entsprachen.
 An diesem Abend brach sie plötzlich in Tränen aus, sie die doch immer so taff wirkte hatte wohl doch einen weichen Kern. Nach einigen respektvollen Warteminuten fragte ich sie was denn wäre. Und sie erzählte mir folgende Geschichte.
Sie war mal wieder in Norwegen gewesen um mit Freunden zu Ostern einige Bergwanderungen zu machen. Und da war es passiert. In einer Berghütte hat sie mit einem auch dort übernachtenden aber nicht zur Gruppe gehörenden Bergsteiger, na ja eben nicht geschlafen sondern, die ganze Nacht lang……..
Und nun habe sie eine ausgedehnte Herpes-Infektion sagte sie schluchzend und lachend. Aber wenigstens hatte ich mal wieder guten Sex, ja aufs Alter hin wirkt meine Hässlichkeit eben weniger abstossend, aber es war nicht leicht zu einem Dermatologen zu gehen der sich sicherlich fragte „ wie kommt so eine hässliche Frau zu Genitalherpes“?
Diese Selbstironie machte sie mir äusserst liebenswert.

*n’avez vou pas vue ma sale geule ? es war in der Französischen Schweiz.



Montag, 3. Juli 2017

Missverständnis

Dass irgendetwas absolut schief gelaufen war, stellte Marcel erst sehr spät fest, als er dann im Hotelzimmer „in media res“  gehen wollte. Heute Jahre danach kann er darüber herzlich lachen wenn er es seinen Freunden mit allen Details erzählt.
Und so ist es gewesen. Marcel war auf Geschäftsreise irgendwo in einem  Deutschsprachigen Land. Da er wusste, dass er am nächsten Abend keinerlei geschäftliche Verpflichtungen hatte rief er bei einem Escort-Service an und bestellte für acht Uhr eine Begleitung. Auf die Frage welche Art Dame er denn bevorzuge antwortete er wahrheitsgemäss: ganz egal, mir ist alles recht aber es muss unbedingt eine Dame mit Stil sein.
Das Essen in einem sehr angesagten Lokal war perfekt, die Bar im Hotel mit schummerigem Licht lies träumen und da die Erfüllung des Traums neben ihm sass—sie war übrigens recht gebildet und das Gespräch anspruchsvoll—fuhr er nach dem ersten Drink mit dieser tollen Frau im Fahrstuhl zur Etage wo sich  sein Zimmer befand.
 Der erste Kuss und die Umarmung waren mehr als nur vielversprechend. Marcel bot ihr, als Mann von Welt, den Vortritt im Bad an. Als sie dann im flauschigen Morgenrock auf ihn zukam, den sie kurz vor ihm fallenliess sah Marcel mit einem Riesenschreck, dass es sich wirklich um eine Dame mit STIEL handelte. Die (nicht) Affäre endete, nach verdutztem Schweigen, mit einem grossen Lacher beider Beteiligter!







Samstag, 1. Juli 2017

Heimzahlung

Armin war Lehrer, ein sehr schlechter Lehrer! Und er war bösartig denn er hatte es sich zum Erziehungsprinzip gemacht, diejenigen der  Schüler die er nicht mochte oder deren er nicht Herr werden konnte weil sie ihm widersprachen, vor der gesamten Klasse blosszustellen.
Sebastian, dein Vater war sicher wieder betrunken als er dir diese blauen Flecken ins Gesicht „gemalt „hat.
 Annemarie du hast wieder in die Hosen gemacht, es stinkt. Geh nach Hause und wasch dich; sodass Annemarie schluchzend sagen musste, ich kann nicht nach Hause weil Mutter putzen geht und ich keinen Schlüssel habe.
Christian setz dich und bleibe dumm, das liegt ja in deiner Familie. Fritz du hast es wieder nicht kapieret, macht nichts denn Hilfsarbeiter werden immer gesucht. Rosa, auch wenn dein Vater Dorfpolizist  ist heisst das noch lange nicht, dass du mit deinem Spatzenhirn die Oberstufe erreichen wirst, da sorge ich dafür.  Martin du störst alle nur schon durch deine Anwesenheit, aus dir wird nie was. Lukas nimm dir ein Beispiel an Ernst, der lernt gut, weiss auf alle meine Fragen die richtige Antwort und hat auch nicht so geflickte schmutzige Kleider wie du.
Rita das hast du sehr gut gemacht, man sieht dass du aus einer guten Familie kommst, nicht wie die dumme  Sabine die nie antworten kann.
An den schulfreien Mittwochnachmittagen  ging Armin mit seiner Frau und seine Kindern immer wandern, das wussten Sebastian, Annemarie, Christian, Rosa Martin, Sabine und Lukas. An diesem November Abend, es war schon früh dunkel geworden, fanden Armin und die Seinen beim Nachhause kommen  die beiden Katzen und zwölf Kaninchen fein säuberlich an Fleischerhaken hängend und  blutend im Treppenhaus ihres Reihenhäuschens.
Armin verstand die Welt nicht mehr, denn er habe sicherlich  keine Feinde sagte er dem auf seinen Stockzähnen heimlich grinsenden Dorfpolizisten.


Donnerstag, 29. Juni 2017

Lehrerin

Sie hatte eine gedrungene Figur, gab sich sehr burschikos und sah eher naturbelassen aus, auch roch sie entsprechend. Montags und dienstags gings ja noch aber ab Mittwoch kam ihr keiner der Schüler nahe, sofern er nicht dazu gezwungen war. Sie unterrichtete Gartenbau, Kleintierzucht und Kochen in diesem Internat für Knaben. Eigentlich waren die meisten Insassen des Internats schon junge Männer mit, na ja, krimineller Vergangenheit. Trotz oder wohl gerade wegen ihres unkonventionellen ungepflegten Auftretens interessierten sich mehrere der Zöglinge für sie. Heike, so war ihr Name, wusste wie sie auf junge Männer wirkte und genoss die allgegenwärtige Testosteron geschwängerte Luft. Rief sie einen der ihr anvertrauten Zöglinge in den Stall, so lachten alle anderen und hofften in petto bald selbst auserwählt zu werden, dies erklärte auch die absolute Diskretion allen anderen Lehrkräften gegenüber.
Alles ging seinen Lauf und alle waren zufrieden bis, ja bis, der schöne Marc eingeliefert wurde.
 Marc war der älteste, aber noch nicht volljährig!(damals wurde man in Deutschland erst mit 21 Jahren erwachsen) darum kam er auch in diese Anstalt obwohl er eigentlich in den Knast gehörte. Er war nämlich wegen Zuhälterei zu einem Jahr Jugendstrafe verdonnert worden.
Marc kapierte in Windeseile was da mit Heike und seinen Mitzöglingen am Laufen war und nahm die Sache—als erfahrener Tutor von Damen—sofort in die Hand. Er kassierte sowohl bei Heike—die er als erfahrener Zuhälter sofort erpresst und sich  hörig gemacht hatte—als natürlich auch bei seinen Leidensgenossen. Der bisherige Rhythmus Heikes „Diensten an den Zöglingen“ wurde durch Marc massiv akzeleriert! und damit stieg das Einkommen von Marc, für Internatsverhältnisse, ins Bodenlose. Eines Morgens war Heike nicht mehr da. 
Ein griesgrämiger  Bauer der seinen Hof wegen Misswirtschaft und grossen Schulden verloren hatte stand mit einer Knute in der Hand, dem einzigen Teil das er vom verlorenen Hof mitgenommen hatte, vor den verdatterten Zöglingen. Noch einer fehlte, es war Marc!
 Ja Heike und Marc waren zusammen ausgebimst, wieder aufgefunden wurden sie nie!


Dienstag, 27. Juni 2017

Politische Weitsicht

Ja das ach so souveräne Stimmvolk

Richard Wolff Stadtrat von Zürich—Vorsteher des Justiz und Polizeidepartement— erlaubt weiterhin die Verteilung des LIES benannten Korans.
 Er sagt, dass eine Gefährdung durch diese Lektüre noch nicht bewiesen sei.
Bewiesen scheint mir, dass wenn das Volk solch ein AL Partei-Mitglied in den Stadtrat wählt und ihm dazu noch das Sicherheitsdepartement anvertraut, also sozusagen den Wolf zum Schäfer macht, die echte Gefährdung schon vorprogrammiert ist.



Sonntag, 25. Juni 2017

Jean de la Fontaine


Fabeln, lehrhafte Geschichten und sonstige Ermahnungen kennt man ja schon seit den alten Griechen; fruchten tut’s leider nur selten!
Wie sollte man sonst den schrecklichen Unfall, der kürzlich in Pakistan passiert ist erklären.
Ein Tankwagen voll Treibstoff kippt um, Menschen versuchen das kostbare Nass zu ihrem Profit aufzufangen und da kommt einer mit brennender Zigarette  und Bums alles brennt lichterloh. Wie würde Jean de la Fontaine dies betiteln? „Der kleine Funke und der grosse Knall“ „Benzin und Nicotin“

„Kein Funke Verstand und Bums“