Mittwoch, 12. Juli 2017

Lohngleichheit

Seit über dreissig Jahren kommt dieses leidige Thema regelmässig in die Aktualität, nicht etwa nur wie jetzt wieder, in der Sauergurkenzeit.
Ich verstehe nicht dass das Problem nicht schon längst gelöst wurde, es ist doch ganz einfach das vom Volk angenommene Gesetz umzusetzen.
Mein Vorschlag ist ab SOFORT in allen Betrieben LOHNGLEICHHEIT zu schaffen, indem man—an jeden Betrieb angepasst—die Löhne der Männer um genau jenen Faktor der sie, die Löhne, von demjenigen der Frauen trennt, zu senken.
Als Folge davon sähe man hunderttausende strahlende, fröhliche Frauengesichter. Männer sind ja seit jeher, schon durch die Liebe zum Sport an Fair-Play gewöhnt und werden sicherlich zu guten Verlierern.
Volkswirtschaftlich wäre es ein grosser Gewinn. Die Lohnkosten würden an die der umliegenden Länder angeglichen, man könnte Preissenkungen vornehmen. Die Attraktivität des schweizerischen Arbeitsmarktes würde—im Sinne der Überfremdungsangsthasen—vermindert. Der Friede der Haushalte wäre wieder hergestellt. Private Firmen würden wieder mehr Gewinn einstreichen. Öffentliche Betriebe könnten durch die niedrigeren Lohnkosten mehr Personal einstellen, damit könnte die Zahl der Arbeitslosen vermindert werden. Durch weniger Arbeitslose brauchte es auf Arbeitsämtern und bei Vermittlungsbüros der RAF viel weniger Personal also könnte man auch dort Einsparungen machen.
Sowas nennt sich eine win win win win win……Situation!
Warum unsere klugen Politiker an so eine Lösung nie gedacht haben ist mir schleierhaft.




Sommerliche Blödeleien

Der Sommer bringt sehr oft Gewitter
Darüber quatscht man viel per Twitter


Der Donald Sohn verdreht die Wahrheit
Die New York Times zwingt ihn zur Klarheit




Dienstag, 11. Juli 2017

Erziehung

Christian war Sohn eines sehr strengen und konservativen Pfarrers.  Kindheit und Jugend waren ihm durch strenge Zucht zum Leidensweg verkommen.
Als er, der älteste von sieben Geschwistern, in die Pubertät kam wurde er in ein sehr strenges, von Diakonen geführtes Internat geschickt.
Dort wurde er von Mitschülern und auch von Lehrenden in homoerotische Praxen eingewiesen. Christian war zwischen gegensätzlichen Gefühlen hin und her gerissen. Die-nicht nur durch Onanie herbeigeführte-sexuelle Befriedigung war ihm lebenswichtig, aber ein gewisses Gefühl des Ekels haftete den gemeinsamen Sexspielen an. Da die meisten Mitschüler diese „Spielchen“ als Ersatz betrieben, war das Hauptthema natürlich Frauen. Wie sind Frauen gebaut, haben Frauen auch sexuelle Bedürfnisse. Der vorherrschenden Meinung nach hatten Frauen kein Interesse am „ Beischlaf“ dies Wort hatte einer der Mitschüler wohl zuhause im Konversations-Lexikon gefunden, er war es auch der, nach einem Urlaub, Bilder nackter Weiber und Männer von Naturvölkern mitgebracht hatte, die die Phantasie der meisten Schüler anregten; nur Patrik liessen diese Bilder kalt—allerdings die darauf abgebildeten Männer hatten es ihm angetan.
Wen wundert’s, wenn sich Christian Jahre später, er war inzwischen Buchhalter in einer kleinen Kartonagen Fabrik, als frischvermählter Ehemann in der Hochzeitsnacht wie ein Trampeltier benahm?
Seine Frau Hildegard, war auch streng erzogen worden. Hilde hatte von ihrer Mutter und vor allem ihrer Tante die sie teilweise grossgezogen hatte, immerzu eingebläut bekommen, dass das was die Männer von uns wollen eklig sei aber man muss es einfach über sich ergehen lassen. Eigentlich war Hildegard an diesem Abend sehr erregt, aber das durfte ja nicht sein und so endeten die Bemühungen der Frischvermählten in einem mühsam zögernden Versuch „ES“ endlich zu erledigen. Es klappte so schlecht und recht wurde dann diskussionslos ad Acta gelegt. Einige Woche danach merkte Hilde dass ihre Regel-blutung ausblieb. Was dies zu sagen hatte war ihr nicht klar, erst nach mehreren Wochen als sie bei ihrer Mutter war und wie nun schon seit Tagen erbrechen musste wurde sie richtig—oder eher notdürftig—aufgeklärt.
Dank, doch noch erfolgter, Aufklärung hatten sie mehrere Kinder, Spass am Sex hatte Christian nur ausserhalb der Ehe weil er seine Frau nicht durch Zudringlichkeit brüskieren wollte und Hildegard wollte, trotz komischen Verlangens, eine anständige Frau bleiben.
Diese Geschichte ist frei erfunden, wahr ist sie aber allemal!


Montag, 10. Juli 2017

Kalauer-Witz

Fragt ein Mann seinen Freund: Du, du bist ja sehr gebildet, kannst du mir sagen was a priori heisst?
Klar, das heisst von vorne herein. Prima, dann weiss ich auch was  apropos heisst.


Sonntag, 9. Juli 2017

Mann oh Mann


Man kann sich eigentlich nicht wundern, dass es so viele Bücher über die Familie Mann, die während ihrer Amerika-Jahre „The amazing family“ benannt wurde, gibt. Ich habe kürzlich das Buch von Tilmann Lahme „ Die Manns Geschichte einer Familie gelesen“.
Was ich durch viele Bücher von und über die Manns wusste wird in eklatanter Form bestätigt. Es war eine sehr auffällige Familie. Ausser  Golo waren alle Mann-Kinder beinahe ihr Leben lang vom Geldsegen der Eltern abhängig. Alle Manns schrieben, einige wie Erika, Klaus und Golo  Literatur. Dieselben und die übrigen Kinder aber viele Briefe die fast immer,  wenn sie an die Mutter Katia gerichtet waren, mit Geldforderungen endeten. 
Dass bei allen ein Hang zu Drogen, Alkohol oder/und Tabletten festzustellen ist und dass der Vater Thomas sowie mindestens drei der Kinder homoerotische Tendenzen hatten  oder klar homosexuell beziehungsweise bisexuell waren ist ja schon längst bekannt. Ob die Mutter Katia mit ihrem Zwillingsbruder Peter Pringsheim—wie es in Thomas Manns Erzählung Wälsungenblut mehr als suggeriert wird—eine inzestuöse Beziehung hatte sei dahingestellt.  Einzig Golo zierte sich es zuzugeben, lebte es aber im Geheimen weidlich aus.
Aus den Tagebüchern von Thomas Mann ist ersichtlich, dass er den Kindern gegenüber sehr ungleiche Gefühle hegte, es ging von überschwänglicher Vergötterung bis zur schroffen Ablehnung.
Nun frage ich mich, ob ein Genie—und Thomas Mann war bestimmt eins—überhaupt Familie und Kinder haben sollte, denn die Kinder haben sehr viel an ihm und an der Familien Atmosphäre gelitten. Immerhin sind mindestens drei oder gar vier von sechs selbst sehr schöpferisch gewesen.

Freitag, 7. Juli 2017

Helfersyndrom oder Undank ist der Welt Lohn

Angela litt—ohne wirklich zu leiden—an einem Helfersyndrom. Wenn irgendwo auf der Welt irgendwer litt fühlte sie sich berufen zu helfen. Dies bestimmte auch ihre Berufswahl, sie wurde Krankenschwester—ja zu Angela der Engelshaften passte der Begriff Fachfrau für Pflege wirklich nicht!—
Jedes Mal wenn Pflegepersonal gesucht wurde sei’s von Ärzten ohne Grenzen, vom Roten Kreuz ,der WHO oder sonst einer Hilfsorganisation Angela war die erste die sich meldete, ja geradezu vordrängte. Je riskanter der Einsatz desto grösser ihre Befriedigung. Kehrte sie, meist sehr werbewirksam, von einem Einsatz nach Hause ins friedliche Europa, sah man Angela auf –gefühlt—allen Fernsehkanälen ihre Horror-Erfahrungen kundtun und die Anzahl Leben die dank ihres Einsatzes gerettet worden waren zu kontabilisieren. Ihr Auftritt endete immer mit dem beinah schon zur Redewendung gewordenen Satz:
„Ich geniesse die Sicherheit und Freiheit hier in der Heimat“.
Kürzlich kam Angela mal wieder zurück aus einem Krisen-Kriegsgebiet und machte ihre Fernsehtourne.
Einige Tage später kam ihr grosser Tag, sie wurde weltweit quasi als Hauptthema in den Nachrichten gezeigt, die Schlagzeile war:
Angela-die bekannte Helferin-die vor kurzem aus einem Kampfgebiet im Nahen Osten zurückgekehrt war, wurde von mehreren Asylbewerbern vor laufender Handy-Kamera  brutal vergewaltigt ,enthauptet und ins Internet gestellt. YouTube hat den Film nach nur wenigen Stunden vom Netz genommen.




Donnerstag, 6. Juli 2017

Wer kennt Tagore noch?

Ich schlief und träumte, das Leben sei Freude.
Ich erwachte und sah, das Leben war Pflicht.
Ich handelte, und siehe, die Pflicht war Freude.



Nähmen sich das die jüngeren Generationen zu Herzen wäre das Leben einfacher auf der Welt