Donnerstag, 24. August 2017

Binsenwahrheit oder Binsenweisheit

Als Binsenweisheit oder Binsenwahrheit bezeichnet man einen Gemeinplatz oder eine allgemein bekannte Information. Der Begriff wird insbesondere dann verwendet, wenn zum Ausdruck gebracht werden soll, dass eine als interessant vorgetragene Erkenntnis im Grunde keinen besonderen Wert hat.
https://de.wikipedia.org/wiki/Binsenweisheit

Nicht jede Neuheit ist ein Fortschritt
Nicht jeder Fortschritt ist eine Neuheit
Nicht jede Änderung ist ein Fortschritt
Nicht jeder Fortschritt ist eine Änderung

Statt immer alles ändern zu wollen, um wie die Hunde ihr Revier zu kennzeichnen, wären Regierungsräte und ihre höheren Beamten  oft besser inspiriert gut erprobtes beim Alten zu lassen.
Die alte Lebensweisheit spielt auch hier, Gehirn einschalten vor man sinnlos agiert. Wie die Lateiner schon sagten:
quidquid agis, prudenter agas et respice finem  Was auch immer du tust, handle klug und berücksichtige das Ende.
Viele unnötige Bauten, Umbauten, Änderungen, Verschlechterungen und viel Un-nützliches würden dem steuerzahlenden Bürger erspart bleiben.
Dasselbe gilt in der Wirtschaft. Wie viele Verkaufs-Chefchen Produktmanager und Werbefritze tun sich zusammen um den „LOOK“
altbekannter, bewährter Produkte so zu „modernisieren“ dass der Kunde verunsichert ist und sich einem anderen altbewährten Konkurrenz-Produkt zuwendet, welches noch nicht in die Fänge der Erneuerer, Chefchen, Fritze und Manager geraten ist.
Auch die Unart Firmennamen oder Bezeichnungen zu ändern ist kurzsichtig und wird meist vom Publikum als Irreführend oder verwirrend bewertet Die Aktionäre der Firma mit geändertem LOOK ärgern sich weil sie durch solche Dummheit Geld verlieren, diejenigen der Firmen mit „Unkreativer Führung“ freuen sich um den Mehrwert ihrer Wertpapiere.
Nun noch ein Wort zu Firmenzusammenschlüssen, Fusionen, feindlichen oder auch sogenannt freundschaftlichen Übernahmen und wie auch immer man das moderne Raubrittertum bezeichnen möchte. Auch da bemühe ich wieder die alten Lateiner: cui bono wem nützt es!
Wie man schon lange weiss profitieren die Akteure der Zusammenschlüsse, die CEO’s*—die in aller Ruhe ihren Eigennutz vorantreiben—von jeder Fusion, anfangs schnellen die Aktien immer in schwindelerregende Höhen, parallel dazu wird das Vermögen der CEO’s vervielfacht.
Weil die meisten Fusionen in einem—dem Publikum versteckten—Fiasko enden und weil CEO’s recht mobil sind und sich anderen Firmen zur Verfügung stellen…………ja was wollte ich dazu noch sagen wenn nicht „nichts neues unter der Sonne“
Ach ja auch die Raubritter im Mittelalter blieben nach einer Schandtat nicht am Ort ihres Wütens, sie zogen auch weiter um neue Pfründe zu erschliessen.

*CEO: hier einige Vermutungen der Bedeutung dieser geläufigen Abkürzung.
Cerebrum entfernter Organismus.
Cor entfernter Organismus
denn Gehirn und Herz sucht man bei den CEO’s vergeblich

Da war doch die alte Bezeichnung vielsagender! Generaldirektor enthält sowohl den martialischen General als auch den Direktor der alles diktiert also ist er de facto ein Diktator




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