Sonntag, 7. Februar 2016

Vom Tauchen

Das Tauchen ist je nach Ausführender Person Sport, Arbeit oder Vergnügen. Dass man an der Arbeit oder am Sport auch vergnügen haben kann und soll ist selbstverständlich. Es gibt, in schweren Skaphandern  tauchende Facharbeiter, die Schwerstarbeit unter Wasser—sei’s  im Meer, See oder Fluss—zu erledigen haben; mal ist‘s dort unter warm mal bitterkalt. Dann gibt es Gerätetaucher, auch die können manchmal für Unterwasserarbeiten eingesetzt werden, so etwa die Polizeitaucher die nach Menschen, Leichen, Menschenleichenteilen und vielem anderen suchen müssen. Auch kurz erwähnen will ich die einigermassen masslosen Apnoetaucher, die mit Luftanhalten minutenlang tauchen und dabei wohl in Kauf nehmen ihr Gehirn auf irreversible Art zu schädigen. Und dann die Vergnügen-Taucher die von der  Unterwasserwelt fasziniert sind, sie trifft man meist in den warmen Gewässern rund um den Globus. Von all diesen Tauchern werde ich nicht sprechen, es gibt viel erfahrenere kompetentere Autoren um dieses interessante Thema abzuhandeln. Nein ich spreche vom  Ab und Untertauchen. Das Abtauchen ist ein Phänomen, das immer mal wieder auftaucht, sei es bei Kleinkriminellen, bei denen es sich für die Polizei nicht lohnt eine grosse Suchaktion zu veranstalten—weil die lieben Richter sie ja sowieso gleich wieder freilassen—seien  es  kriminalisierte und abgezockte geschiedene Ex-Ehemänner, die ein Gericht zu unzumutbaren  finanzielle Auflagen verdonnert hat und die diesen Auflagen nicht nachkommen wollen&können. Dass solcherart misshandelte Männer abtauchen kann man gut verstehen. Auch Menschen die, von Staaten, zur Unterstützung fauler, schmarotzender, selbstverschuldet armengenössig  gewordener Familienmitglieder, unter Androhung von Zwangsmassnahmen verfolgt werden ,bleibt eigentlich –als Selbstschutz—nur das Abtauchen übrig, denn gegen Staaten und deren  Beamte zu kämpfen ist verlorene Energie. Und nun zum Untertauchen. Wäre ich ein abgewiesener Asyl-anwärter, würde ich sicher auch untertauchen, das Risiko gefunden zu werden ist  minim, die Gesellschaft—oder  ein Teil der Gesellschaft—ist ja blöd genug gegen legal ausgesprochene Rückweisung auf die<nicht allzu gefährlichen>Barrikaden zu steigen. In einem Rechtsstaat würden abgewiesene Einwanderer –auch Asylanten sind Einwanderer—sofort bei einem negativen Entscheid in Verwahrsam genommen und baldmöglichst ausgeschafft. Bei uns wird ihnen nach dem negativen Entscheid noch eine Frist zum Untertauchen gewährt, sodass die Behörden auf Anfrage hin, wo die vielen abgewiesenen eigentlich seien nur dumm-lächelnd die Schulter heben. Könnte es sei, dass es daran liegt, dass bei der Polizei, beim Gericht und natürlich im Sozialwesen eher linksgerichtete Menschen Arbeit gesucht und auch gefunden haben. Denn diese Stellen sind ja –im Prinzip—krisensicher. Kein Sozialarbeiter hat Interesse daran die Zahl seiner „Klienten“ zu verkleinern, er lebt ja davon und dies nicht schlecht. Eine andere Frage ist, warum Herr Bundesrat Ueli Maurer nicht das Justizdepartement übernommen hat, als er dies gekonnt hätte. Wollte er nicht das Risiko eingehen, beweisen zu müssen, dass es nicht so einfach ist etwas zu bewirken? Ja es ist viel einfacher zu kritisieren als selbst die Verantwortung zu übernehmen.

                                                                                                                             

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen